Ein Sommer im Zeichen der Entschleunigung

/ August 14, 2019

Ihr Lieben,

Bei meinem letzten Blogeintrag stand der Sommer noch in den Startlöchern, doch mittlerweile befinden wir uns schon wieder mitten im Spätsommer und die ersten Anzeichen des Herbstes sind teilweise schon leicht zu spüren. Mich stört es nicht sonderlich, da ich grosse Hitze ohnehin nicht besonders gut vertrage und dennoch begegne ich diesen Übergängen immer mit einem lachenden und einem weinenden Augen, weil mich jede unserer Jahreszeiten so sehr fasziniert.

Obwohl ich noch einiges über meine dies- und letztjährigen Reisen zu berichten hätte, ist mir im Moment überhaupt nicht danach. Ich habe mein Leben entschleunigt, dazu gehört auch erst dann über etwas zu berichten, wenn es sich vollkommen richtig anfühlt. Derweil geniesse ich lieber die letzten
Wochen meines entschleunigten Sommers und lasse die Eindrücke der vergangenen Monate auf mich wirken.

Der bevorstehende Herbst verspricht eine spannende Zeit, von der ich zugegebenermassen noch nicht so genau weiss wie viel Zeit sie mir effektiv zum schreiben lässt. Doch ohnehin beginnt mit dem Herbst für mich die Phase der Einkehr, in der sich der Beginn meines Studiums wunderbar anbietet. Für mich beginnt eine neue Zeit des Wachstums, in der ich vielleicht auch das ein oder andere Mal an meine Grenzen stossen werde, doch ich freue mich auf all das, was ich lernen und vertiefen darf.

Bis dahin, ihr Lieben, wünsche ich euch einen zauberhaften Spätsommer. Geniesst ihn in vollen Zügen, mit all euren Sinnen.




Ihr Lieben,

Bei meinem letzten Blogeintrag stand der Sommer noch in den Startlöchern, doch mittlerweile befinden wir uns schon wieder mitten im Spätsommer und die ersten Anzeichen des Herbstes sind teilweise schon leicht zu spüren. Mich stört es nicht sonderlich, da ich grosse Hitze ohnehin nicht besonders gut vertrage und dennoch begegne ich diesen Übergängen immer mit einem lachenden und einem weinenden Augen, weil mich jede unserer Jahreszeiten so sehr fasziniert.

Obwohl ich noch einiges über meine dies- und letztjährigen Reisen zu berichten hätte, ist mir im Moment überhaupt nicht danach. Ich habe mein Leben entschleunigt, dazu gehört auch erst dann über etwas zu berichten, wenn es sich vollkommen richtig anfühlt. Derweil geniesse ich lieber die letzten
Wochen meines entschleunigten Sommers und lasse die Eindrücke der vergangenen Monate auf mich wirken.

Der bevorstehende Herbst verspricht eine spannende Zeit, von der ich zugegebenermassen noch nicht so genau weiss wie viel Zeit sie mir effektiv zum schreiben lässt. Doch ohnehin beginnt mit dem Herbst für mich die Phase der Einkehr, in der sich der Beginn meines Studiums wunderbar anbietet. Für mich beginnt eine neue Zeit des Wachstums, in der ich vielleicht auch das ein oder andere Mal an meine Grenzen stossen werde, doch ich freue mich auf all das, was ich lernen und vertiefen darf.

Bis dahin, ihr Lieben, wünsche ich euch einen zauberhaften Spätsommer. Geniesst ihn in vollen Zügen, mit all euren Sinnen.



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In Gesprächen höre ich immer wieder von Unsicherheiten und Zweifeln, die die Menschen in Bezug auf ein möglichst nachhaltig geführtes Leben haben. Aber nicht etwa, weil Nachhaltigkeit für sie keinen Thema wäre, sondern weil eine geballte Ladung an Nachhaltigkeitstipps hier und ungeschriebenen Gesetzen da ganz schön einschüchternd wirken können. Das kann ich übrigens sehr gut nachvollziehen, denn mir ging es vor nicht allzu langer Zeit ganz ähnlich.

Die Nachhaltigkeitsgurus scheinen überall zu sein und manchmal wird es gerne so dargestellt, als seien sie allwissend. Dieses Thema ist da allerdings kein Einzelfall, denn dieses Phänomen begleitet so ziemlich jeden aktuellen Hype, so zum Beispiel auch den Veganismus und die Achtsamkeit. Es scheint ein regelrechter Wettbewerb zu sein wer denn nun am nachhaltigsten lebt, denn je extremer, desto besser, so scheint es. Dieses missionarische Vorgehen mochte ich schon von Seiten der Kirche nie, da brauche ich es auch nirgendswo anders, denn es schränkt mich in meiner Freiheit ein. Ich will von niemandem zum Konvertieren überredet werden, auch nicht in Sachen Lebensweise, doch für manche scheint es tatsächlich zu einer Art Ersatzreligion geworden zu sein.

Allerdings bin ich der Meinung, dass durch dieses Verhalten das eigentliche Ziel völlig verfehlt wird. Schliesslich sollte es dabei doch nicht darum gehen, wie viele andere ich davon überzeugen kann, dass meine Lebensweise die beste ist, sondern darum, dass ich mein Leben frei, meiner Überzeugung nach gestalten kann. Daher kann ich die Unsicherheit vieler verstehen, denn auch ich will nicht aus schlechtem Gewissen und Zwangsgefühl „mitmachen“, sondern weil ich einen Sinn dahinter erkenne und ein für mich besseres Leben führen kann. Diese Sinnhaftigkeit ist enorm wichtig, denn ohne dieses Gefühl wird es ansonsten sehr schwierig nach der Anfangseuphorie noch weiterzumachen.

Wenn mich daher jemand fragt, wie man es richtig macht, dann gebe ich gerne folgende Tipps: 

  • Es gibt kein richtig oder falsch. Es gibt nur den ersten Schritt und weitere Erfahrungen, die wir als hilfreich oder hinderlich empfinden
  • Beginne erst mal damit dich zu beschäftigen. Lies darüber und mach dir ein Bild davon.
  • Fange einfach an. vielleicht merkst du, dass das eine oder andere dir leichter fällt und kannst es in deinen Alltag integrieren.
  • Lass dich nicht auf Konkurrenzspielchen ein, mach dein Ding in deinem Tempo, in deinem Ausmass.
  • Verurteile dich nicht, nur weil nicht immer alles auf Anhieb gelingt und lass dich auch nicht von anderen verurteilen, die dir besserwisserisch unter die Nase reiben, es wäre nicht genug oder richtig was du tust

Schritt für Schritt zum Ziel

Nachhaltigkeit ist ein weiter Begriff, der viele Aspekte unseres Lebens abdecken kann und wir müssen nicht gleich alles von 0 auf 100 ändern. Wir alle haben Verbesserungspotential und können es auf verschiedenste Weise umsetzen, doch über andere zu urteilen, damit ist am Ende niemandem geholfen. Viel klüger ist es sich über die eigene Lebensweise Gedanken zu machen. Vielleicht entscheidest du dich nicht mehr in den Urlaub zu fliegen. Vielleicht verkaufst du dein Auto und setzt fortan auf umweltschonendere Fortbewegungsmittel. Vielleicht aber liegt es dir auch ganz besonders am Herzen möglichst plastik- und vepackungsfrei zu leben, oder du findest ganz andere Möglichkeiten die Umwelt zu schonen, zum Beispiel in dem du etwas wieder aufbaust was zerstört wurde. Die Möglichkeiten sind vielfältig und alle davon sind auf ihre Weise wertvoll.

Kein Verzicht sondern viele Alternativen
Verzicht. Ich mag dieses Wort ohnehin nicht besonders, denn Verzicht hat immer etwas damit zu tun, dass wir uns etwas nicht erlauben, was wir eigentlich brauchen und wollen. Verzichten tue ich als umweltbewusste Person in Wahrheit auf nichts, sondern ich finde alternativen, die umweltfreundlicher sind, als dass, was ich bisher gemacht oder verwendet habe. Für mich bedeutet das bewusster und daher auch intensiver zu leben und wertzuschätzen, was ich auf welche Weise erlebe.

Was mich dabei anspornt? Die Hoffnung, dass auch möglichst viele Generationen nach mir noch die Wunder unserer Welt erleben und geniessen können. Das klingt jetzt vielleicht ein wenig kitschig, doch es wäre schön, wenn auch sie die Chance hätten zu sehen, warum es denn überhaupt wert ist unsere Welt intakt zu halten. Vielleicht denkst auch du ähnlich, oder aebr du hast einen anderen Sinn für dich entdeckt? Folge ihm, wenn es sich richtig anfühlt und lass dich auch deinem Weg nicht entmutigen. Ich glaube er ist es absolut wert gegangen zu werden, egal auf welche Weise und in welchem Tempo.

Die Sache mit der Nachhaltigkeit

by on Juni 08, 2019
In Gesprächen höre ich immer wieder von Unsicherheiten und Zweifeln, die die Menschen in Bezug auf ein möglichst nachhaltig geführtes L...
Der Sommer ist da! Das merke ich nicht zuletzt an den kürzlich drastisch angestiegenen Temperaturen von bis zu 30°C, wo wir doch eine Woche zuvor noch etwa 14°C hatten und ich nicht so recht wusste, ob ich mit oder ohne Jacke aus dem Haus gehen soll, wenn der Tag eventuell doch noch ein wenig mehr Wärme versprach. Jetzt also definitiv keine Jacke mehr, er sei denn ich wünsche eine tragbare Sauna.

Bis zum Sommerurlaub sind es nur noch wenige Wochen und ich freue mich jetzt schon auf ein paar entspannte Wochen am Meer. Allerdings versuche ich auch ohne Urlaub genug Ruhe und Zeit für mich zu finden, Zeit um Körper und Seele wieder in Balance zu bringen, ihnen genug Raum zur Erholung zu geben und all das, was ich während der vergangenen Monate alles lernen durfte umzusetzen. Nicht immer fällt es mir leicht und ab und an gelingt es mir überhaupt nicht. Die meiste Zeit allerdings klappt es ganz gut, besser sogar, als ich anfangs gedacht hätte.

Natürlich gesund: Mehr als "nur" ein gesunder Körper
Natürlich gesund zu sein heisst für mich nicht nur mich möglichst ausgewogen zu ernähren, regelmässig Sport zu machen und, wenn mich eine Erkältung oder ähnliches erwischt mir mit natürlichen Heilmethoden zu helfen wissen. Es heisst für mich auch meine Psyche gesund zu halten. Etwas, was nach wie vor bei vielen eher mal vergessen geht. Aber wieso eigentlich? Schliesslich achten wir auch auf unseren Körper, schauen, dass er gesund bleibt und wenn er gesund ist, dann ist das schon sehr viel wert. Aber warum fällt es uns in Sachen Psyche denn so schwer? Und das obwohl wir mittlerweile doch wissen, wie viel Einfluss unser Seelisches Wohlbefinden auf unser ganzes Sein hat, ja, auch auf den Körper.

Ich will hier nicht zu tief in die Psychologie eintauchen, doch gerade weil ich auf diesem Blog eben unter anderem auch über natürliche Gesundheit schreibe, gehört ein kurzer Ausflug in die psychische Hygiene mit dazu. Sport zum Beispiel, oder sagen wir etwas verallgemeinert Bewegung ist nicht nur für unseren Köper gut, sondern hilft auch unserem Wohlbefinden, gerade ein Spaziergang in der Natur tut unserer Psyche sehr gut. Ebenso soziale Kontakte und dabei meine ich nicht die Menge an Freunden auf Facebook, sondern die Qualität unserer Beziehungen im Alltag. Erwiesen ist mittlerweile aber auch, dass das Empfinden und Ausdrücken von Dankbarkeit unsere psychische Gesundheit positiv unterstütz, nicht zu vergessen die eben schon erwähnten Zeiten der Ruhe und Entspannung. 

Auch auf meinen Reisen, beim Entdecken verschiedener Kulturen erfahre ich viel zum Thema Wohlbefinden und Glück und auch wenn das den einen oder anderen erstaunen mag, aber die Menge an materiellem Wohlstand beeinflusst das Wohlbefinden der Menschen nur sehr gering. Das hat mittlerweile nicht nur die Wissenschaft herausgefunden, das bestätigt sich mir auch immer wieder auf meinen Reisen. Stattdessen sind es die Begegnungen mit aussergewöhnlichen Menschen, deren Geschichten und gemeinsame Erlebnisse, die mich auch noch lange nach meinen Reisen positiv beeinflussen. Oder aber wie es sich anfühlt barfuss durch den Sand und auf einer Wiese zu laufen, wie sich das kalte Wasser an meinem Körper anfühlt und wie mich das sanfte Rauschen der Blätter im Wald anfühlt.

Es stimmt schon, nicht alles liegt in unserer Hand. Nicht alles im Leben können wir nach unseren Vorstellungen beeinflussen, dennoch können wir selbst einiges zu unserem eigenen Wohlbefinden beitragen.


Hallo liebe Leser,

Wenn wir von nachhaltigem Reisen sprechen, dann stellt man sich oft Urlaub irgendwo weit draussen in der Natur vor - abseits des Massentourismus, wo alles noch intakt ist, wo wir versuchen unseren Urlaub auf möglichst nachhaltige Weise zu verbrigen. Doch was genau macht denn das Reisen nachhaltig? Nur weil man Urlaub an einem wenig besuchten Ort, oder in der Natur macht, ist unsere Reise noch lange nicht nachhaltig. Auf der anderen Seite können wir, mit guter Vorbereitung und kluger Planung auch einen Städtetrip nachhaltig gestalten. Es kommt also weniger auf den Ort an, den ich bereisen möchte, obschon ich sehr gut verstehen kann, wenn jemand Orte meidet, die überfüllt sind von unachtsamen Touristen, vielmehr kommt es aber vor allem darauf an wie ich mich auf meiner Reise verhalte. Gerade in der Stadt, bei so viel Tummult scheint das nicht immer einfach. Deshalb möchte ich euch in diesem Blogpost ein paar Tipps geben, wie ihr euren Städtetrip nachhaltiger gestalten könnt. Vielleicht habt ihr noch ein paar Ideen mehr, die ihr hier gerne teilen möchtet.


Footprint der Stadt
Informiert euch im Vorfeld was für eine Stadt ihr besuchen werdet und unterstützt Städte, die etwas für ein nachhaltigeres Städteleben machen. Was London betrifft habe ich zum Beispiel diese Seite gefunden: London's green future

Anreise und Abreise
Überlegt euch wie ihr die An- und Abreise am besten gestaltet. Ist es möglich die Stadt mit den Zug zu besuchen? Wie sieht es Geld- und Zeittechnisch aus? London kann man über Paris gut mit den Zug erreichen, vielleicht gibt es sogar eine Möglichkeit zwei Städtetrips miteinander zu verbinden, anstatt mehrere Reisen anzutreten.

Fortbewegung in der Stadt
Die meisten Städte lassen sich ohnehin besser zu Fuss, oder mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln erkunden als mit den Mietwagen. Oft gibt es auch spezielle Preise für einwöchige Aufenthalte. Informiert euch ganz einfach, was sich für euch am meisten lohnt. Weite Teile Londons lassen sich wunderbar zu Fuss erkunden. Gerade von unserer Bleibe aus, die sich im Viertel des British Museums befindet, kann man sehr vieles zu Fuss erkunden (z.B. Covent Garden, Das Soho Viertel, Leisester Square, Trafalgar Square, Oxford Street, Picadilly Circus, das London West End und auch zum Madame Tussauds sind es nur etwa 30 Gehminuten). Die weiter entfernten Ziele wie Buckingham Palace, Hyde Park, oder auch den Borough, sowie den Camden Market kann man innerhalb weniger Minuten mit der Tube (Untergrundbahn) oder mit den Bus erreichen.

Lokale und nachhaltige Geschäfte
Unterstützt lokale Geschäfte und Märkte mit nachhaltigen Verkaufsständen. Bei meiner letzten Reise habe ich zum Beispiel den Borough Market besucht, der so einiges an nachhaltigen Produkten und Umsetzungsideen zu bieten hat. Auf der offiziellen Seite findest du dazu ein paar interessante Artikel. Auch bei meinem nächsten Besuch werde ich Ausschau halten nach nachhaltigen Orten. Ein paar Tipps für nachhaltige und umweltfreundliche Restaurants in London habe ich hier schon.

Unterkunft in London
Dasselbe gilt für die Unterkunft. In Grossbritannien gibt es viele Möglichkeiten in einem Bed & Breakfest zu übernachten. Das hat nicht nur den Vorteil, dass ihr die Einheimischen unterstützt, ihr kommt auch gleich mit ihnen in Kontakt und erhaltet Tipps, die vielleicht nicht gleich jeder bekommt. Wer in London allerdings eine Preiswerte und gut gelegene Unterkunft finden möchte, der sollte früh genug buchen.

Was London betrifft, da kann ich,wie weiter oben schon kurz erwähnt, das Viertel ums British Museum wärmstens empfehlen, denn von da aus kann man sehr viele Sehenswürdigkeiten der Stadt zu Fuss erkunden. Ausserdem ist die Tube, also die Untergrundbahn von hier aus wunderbar vernetzt (inklusive direkte Bahnlinie vom Heathrow Flughafen in die Stadtmitte).


Nachhaltigkeit auf Reisen
Was ich hinsichtlich des fairen, möglichst nachhaltigen Reisens noch wichtig finde ist, dass man sich nicht verurteilt, nur weil man in gewissen Situationen vielleicht nicht die nachhaltigste Wahl trifft. Was zählt ist das Bewusstsein, dass man sich Gedanken macht und die bestmögliche Lösung für die aktuelle Situation findet – das ist schon ein wichtiger Schritt. Am Ende soll es vor allem auch Spass machen nach Alternativen zu suchen, denn nur dann verlieren wir nicht das Interesse daran in Sachen Nachhaltigkeit weiterzumachen und neues zu Entdecken.


Weitere empfehlenswerte Artikel:


Fair unterwegs in London

by on April 26, 2019
Hallo liebe Leser, Wenn wir von nachhaltigem Reisen sprechen, dann stellt man sich oft Urlaub irgendwo weit draussen in der Natur vor -...

Bunte viktorianische Häuser, eine berühmte Strasse und wunderschöne, abgeschiedene Gärten - als eines der berühmtesten Viertel Londons hat Notting Hill einiges zu bieten. Allerdings war es genau diese Beliebtheit, die nicht zuletzt dank des gleichnamigen Films aus dem Jahr 1999 entstand, warum mich der Besuch des Viertels zunächst abschreckte. Bei einer Stadt wie London ist das auch nicht weiter schlimm, da es so viel zu entdecken gibt, vor allem auch Viertel und Sehenswertes, das nicht jeder Tourist kennt. In meinem nächsten Artikel zu London wird es übrigens über genau solch eine Nachbarschaft gehen, also ein kleiner Geheimtipp sozusagen. Jetzt will ich euch aber erst mal mehr zur Notting Hill erzählen, denn, wie sich bei meinem letzten Besuch herausstellte, hatte ich dem Viertel ziemlich Unrecht getan. Keine Frage, Notting Hill ist sehr, dennoch wäre es schade sich diesen bekannten Flecken Londons entgehen zu lassen, zumindest, wenn man bunte, alternative Viertel mag, schöne viktorianische Häuser, oder natürlich, wenn man den Film mag, denn was das Aussehen angeht unterscheidet sich das Viertel kaum vom Film.

So konnte ich bei meinem letzten Besuch dann doch nicht mehr widerstehen und machte mich auf den Weg die berühmte Nachbarschaft zu erkunden. Notting Hill ist von der Innenstadt aus mit der Tube in rund 25 Minuten zu erreichen, ausserdem gibt es auch noch ein paar andere Sehenswürdigkeiten, die in Verbindung mit einem Besuch des Viertel ganz einfach zu erreichen sind. Einige meiner liebsten Sehenswürdigkeiten in und um Notting Hill möchte ich euch in diesem Artikel gerne näher vorstellen.

PORTOBELLO ROAD &  VIKTORIANISCHE HÄUSER
Das Herz des Stadtteils bildet die die berühmte Portobello Road, in der nicht nur Antiquitätenläden, Buchhandlungen, Cafés, Pubs, Souvenirläden und Vintage Shops zu finden sind, sondern auch der ebenso berühmte Portobello Markt. Dieser Antiquitätenmarkt, der allerdings auch anderes zu bieten hat, findet jeden Samstag statt und ist eine der Hauptattraktionen des Viertels. Wer sich gerne an den hübschen Viktorianischen Häusern erfreuen und exklusive Boutiquen besuchen möchte, dem kann ich einen zusätzlichen Spaziergang durch die Westbourne Grove und die Pembridge Road empfehlen.

ESSEN & TRINKEN
Ganz egal ob Restaurants, Pubs, Cafés oder Konditoreien, Notting Hill hat auch kulinarisch einiges zu bieten. Ausserdem gibt es den wöchentlichen Notting Hill Farmer's Market der frisches Obst, Gemüse und Milchprodukte aus der Gegend anbietet.Gute Restauranttipps des Viertels sind hier zu finden.

LADBROKE SQUARE PARK
Der Ladbroke Square Park lädt zum Entspannen ein und gilt als einer der schönsten Privatgärten Londons. Leider ist dieser jedoch nur an bestimmten Tagen im Jahr öffentlich zugänglich und ansonsten, na ja, eben privat und nur für die direkten Anwohner zugänglich. Wer jedoch das Glück hat an einem der Tage dort zu sein, dem kann ich einen Besuch sehr empfehlen. Hier findet ihr die jeweiligen Daten dazu: Open Garden Squares Weekend 

NOTTING HILL CARNIVAL

Ausserdem ist Notting Hill berühmt für seinen Carnival. Ja, richtig gelesen, allerdings findet der, anders als bei uns nicht im Winter statt, sondern jeweils im August. Seit 1965 wird dieser jedes Jahr mehrere Tage ausgelassen gefeiert. Zu dieser Zeit finden diverse Umzüge statt, ausserdem messen sich die besten Londoner Steelbands in einem Wettbewerb und erfüllen das Viertel mit karibischen Rhythmen. Mehr dazu gibt es auf dieser Seite

DRUM HERUM
Wer es nicht in den weiter oben erwähnten Ladbroke Square Park schaffen sollte, braucht denncoh nicht auf grüne Oasen zu verzichten. Ganz in der Nähe befindet sich zum Beispiel der Holland Park, oder aber der weltberühmte Hyde Park. Übrigens ist von dieser Ecke des Parks auch der Kensington Palace wunderbar zu erreichen.

Wer nach einem Spaziergang durchs Viertel in Shoppinglaune geraten ist und in den vielen kleinen, alternativen Läden, sowie Edelboutiquen nichts abhaben kann oder ganz einfach nicht fündig geworden ist, der kann sich zum Westfield Shopping Centre begeben, das sich in der Nähe befindet. Dort gibt es nicht nur einen Disney Store (Yayyy!) sondern auch sonst alles was das Shoppingherz begehrt.


Als ich über die Dächer Fès blickte fühlte ich mich wie in Disney's Aladdin, der mich schon als Kind in die Welt aus 1001 Nacht entführte. Die typisch orientalischen Häuser, die Farben, das wuselige Tun der Einheimischen, nur die Landschaft drum herum war grüner als im Film.

Wir schlängelten uns durch die zum Teil sehr engen Gassen der Medina (Altstadt), aus deren verwinkelten Schleichwegen ich ohne unseren Guide wohl nie mehr hinausgefunden hätte. Erst ein paar Minuten zuvor hatte es geregnet, was der Altstadt Fès einen noch dreckigeren Eindruck verpasste. Die Farben und Gerüche schienen dadurch noch viel intensiver. Doch wider Erwarten war dieses wilde Durcheinander gar nicht so unangenehm, denn zum ersten Mal seit ich in Marokko war, hatte ich das Gefühl seine Ursprünglichkeit mit all meinen Sinnen zu erfahren. Genau so hatte ich es mir vorgestellt, mit den vielen Menschen, die aus ihren Läden gucken, ihre Ware hin und her tragen. Kurz gesagt: Ich mochte dieses bunte Treiben, diese Lebendigkeit.

Durch das Eingangstor Bab Bou Jeloud betritt man eine fremde Welt. Sobald man es durchschreitet befindet man sich inmitten orientalischen Lebens. Als drittgrösste Stadt Marokkos und älteste der vier Königsstädte geizt Fès nicht damit seinen Besuchern das zu geben, was sie von einer orientalischen Stadt erwarten. Prunkvolle Paläste, Moscheen, Madresen (Schulen) und Residenzen mit fantastischen Innenhöfen zeugen vom Reichtum vergangener Zeiten und machen aus der Stadt ein echtes Juwel.

Wer hier allerdings nach sauberen Strassen und hochmodernen Edelboutiquen sucht ist ganz klar fehl am Platz. Stattdessen erwarten einen das Eintauchen in eine Welt voller bunter Gewürze und Stoffe. Eine Welt, in die ich mich ganz einfach mitreissen liess. Immer wieder hörte man von Weitem ein Wort, das nach Ballek klang und soviel hiess wie Vorsicht! Wer dann nicht fix zur Seite ging, musste damit rechnen von einem Esel oder Maultier überrannt zu werden. Schon während der ersten Tage haben die prächtigen Farben mich fasziniert. Fès hat da allerdings gleich noch einen draufgesetzt und mich absolut überwältigt.

Auch die lebhaften Souks sind ein Erlebnis, nicht zu vergessen die wunderschönen Innenhöfe der alten Residenzen. In Fès haben wir ausserdem Chouara besucht, eine der bekanntesten und ältesten Gerbereien der Stadt - übrigens hatte ich zu keiner Zeit das Gefühl etwas kaufen zu müssen, die Verkäufer waren also sehr angenehm zu den Touristen. Weiter sind wir der Rue Seffarine entlang, die voll ist von wunderbarem Kunsthandwerk. Architektonisch haben mich die Madrasa Bū ʿInānīya, eine Islamische Hochschule in Fès, sowie die Kairaouine Moschee, welche die historisch bedeutendste Moschee Marokkos ist, sehr beeindruckt.

Fès war für mich, neben dem Besuch der Sahara und ein paar kleineren Highlights wie die vielen hübschen Kasbahs entlang der Strasse der 1000 Kasbahs und die eindrückliche Mohammed II Moschee in Casablanca eines der grössten Highlights meiner Marokko Reise. Doch bevor ich euch noch viel länger zuquassle, lasse ich lieber noch ein paar Bilder sprechen.

Liebe Leser, wie ihr vielleicht über Instagram mitbekommen habt, ging es letzten September zu meinem 30. Geburtstag für meine Familie und mich nach Edinburgh. Einen besseren Ort hätte ich mir kaum vorstellen können, denn schon 2006, als ich zum ersten Mal in Schottland war, wurde Edinburgh zu einer meiner liebsten Städte überhaupt. Im Gegensatz zu London, Rom oder Paris ist sie „nur“ eine Kleinstadt, doch genau das macht ihr Charme aus. Heute will ich euch von dieser unvergesslichen Reise berichten, auf der nicht immer alles reibungslos verlief. Da wäre zum Beispiel, wie unser Flugzeug fast abgestürzt wäre, warum wir mit einem fast leeren Koffer wieder abgereist sind und warum wir einen Tag vor der Abreise kräftig gejubelt haben. Aber erstmal alles von vorne.

Aller Anfang ist schwer
Dieser Anfang war es auf jeden Fall, denn meine Geburtstagsreise sollte noch eine ganz schön grosse Überraschung für uns bereithalten., denn beim Anflug der Britischen Ostküste gerieten wir in einen heftigen Sturm, der Flugzeug, Crew und Passagieren ganz schön was abverlangte. Die Landung war holprig, dauerte zum Glück aber nicht so lange wie befürchtet. Als wir jedoch wieder festen Boden unter den Füssen hatten, durften wir erst nicht aussteigen – es sei zu gefährlich bei dieser Windstärke die Tür zu öffnen, hiess es. Also geduldeten wir uns. Endlich im Flughafengebäude angekommen, die nächste Hiobsbotschaft, unser Flieger lud die Gepäckstücke nicht aus, die Gepäcklade zu öffnen wäre zu gefährlich gewesen und so flog das Flugzeugt mit unserem Gepäck direkt wieder zurück nach Zürich. Die neuen Passagiere, auf dem Flug nach Zürich, ihrerseits natürlich auch ohne ihr Gepäck. Super, es konnte also nur noch besser werden. 

In der Gepäckhalle war das pure Chaos ausgebrochen, allerdings fand ich sehr spannend zu sehen, wie all die Menschen auf diese Situation reagierten. Leute sprachen miteinander, die sonst wohl nie miteinander ins Gespräch gekommen wären, man half sich gegenseitig beim Verständigen mit den Schotten (was fürs ungeübte Ohr zugegebenermassen nicht immer ganz einfach ist) und beim Ausfüllen der Papiere und man sprach sich gegenseitig Mut zu, dass schon alles wieder gut kommen würde und ja, ab und an wich das besorge Gerede einem Lachen. Um ehrlich zu sein fand ich diesen Moment, trotz eigentlich unangenehmer Situation, irgendwie schön. Trotzdem war ich froh, als alles erledigt war und nachdem wir alle unsere Papiere für die verlorenen Koffer ausgefüllt hatten - ich wusste noch nicht mal wie spät es war - machten wir uns auf den Weg in die Stadt, zu unserer Unterkunft. 

Das Abenteuer kann losgehen
Kaum waren wir in unserem Bed &Breakfast angekommen und hatten uns mit Regenjacken ausgerüstet - schliesslich waren wir in Schottland, nicht in der Karibik und unsere Regenjacken waren, na wo wohl? Richtig, im Koffer - waren die Startschwierigkeiten schon wieder vergessen. Den ersten Abend liessen wir gemütlich angehen, spazierten durch die Nachbarschaft und assen, wie es sich für Grossbritannien gehört, in einem Pub zu Abend. Das Viertel um unsere Unterkunft in der Frederick Street, nahe des Scott Monuments, eignete sich einfach perfekt für eine erste Erkundungstour.

Wir hatten uns einiges vorgenommen für unseren Aufenthalt in Edinburgh, wie die Besichtigung der Drehorte zu Avengers Infinity War (Royal Mile, Waverley Train Stadtion, Restaurants in der Cockburn Street), aber auch die historischen Orte in Bezug auf die Harry Potter Welt wollten besucht werden (The Elephant House, The Boy Wizard Shop), nicht zu vergessen die Besteigung des Calton Hills, von dem aus man eine wunderbare Aussicht über die Stadt hat, sowie der Besuch des zauberhaften Dean Village. Als Geburtstagsüberraschung gab es sogar eine Führung durch die Stadt mit dem Thema "Die Hexen von Edinburgh", die uns in eine andere Zeit eintauchen und Edinburghs mystische Seite entdecken liess.



Ein Grund zum Feiern
Natürlich war mein Geburtstag ein Grund zum Feiern, den wir übrigens in Jamies Italian mit sehr geiler Pasta gefeiert haben. Doch dieses Ereignis meine ich hier gar nicht, sondern die Rückkehr der verlohrenen Söhne, ähm Koffer. Ja, tatsächlich haben wir unsere Koffer noch am Abend vor unserer Rückreise erhalten - das musste gefeiert werden! Meine Familie war ganz aus dem Häuschen, weil sie mir am Ende doch noch das Geburtstagsgeschenk überreichen konnten. Ich habe mich sehr übers Geschenk gefreut, wobei ich gestehen muss, dass ich viel mehr freude daran hatte, dass wir alle gemeinsam an einem so schönen Ort feiern konnten.

Wo in Edinburgh übernachten

Da wir alle von unserer Unterkunft in Edinburgh begeistert waren und uns bei Kate und David rundum wohlgefühlt haben, möchte ich sie euch an dieser Stelle ein wenig genauer vorstellen. Die Lage unseres Bed & Breakfasts hätte kaum besser sein können, zwar hat das Haus keinen Aufzug, Treppensteigen muss man also können, der Rest allerdings besticht mit seinem typisch britischen Charme. Die Zimmer waren geräumig und sauber, die Betten empfand ich auch als angenehm und die Gastgeber waren sehr herzlich und zuvorkommend. Wer mag, darf sich auch in den Gemeinschaftsraum begeben und dort ein gutes Buch lesen, sich mit den beiden Hosts, oder anderen Reisenden austauschen.

Frühstück gibt es nicht bei Kate und David, dafür aber im direkt darunter gelegenen Restaurant Rabble, welches nicht nur sehr hübsch aussieht, sondern auch eine breite Auswahl an Frühstücksmöglichkeiten bietet. Wem trotzdem nach etwas anderem zumute sein sollte, findet rund um die Unterkunft eine grosse Auswahl an Restaurants, Pubs und Cafés, oder aber man spaziert etwa 10-15 Minuten und befindet sich dann im Herzen der Stadt. Wer gerne mehr über die Unterkunft erfahren möchte, der kann auf der offiziellen Webseite mehr erfahren. Bei einer Reise nach Edinburgh lohnt es sich auf jeden Fall mal in diesem Bed & Breakfast vorbeizuschauen.



Mehr über diese einzigartige Stadt findet ihr übrigens in folgenden Blogposts: