Eine unvergessliche Geburtstagsreise nach Edinburgh

/ März 21, 2019
Liebe Leser, wie ihr vielleicht über Instagram mitbekommen habt, ging es letzten September zu meinem 30. Geburtstag für meine Familie und mich nach Edinburgh. Einen besseren Ort hätte ich mir kaum vorstellen können, denn schon 2006, als ich zum ersten Mal in Schottland war, wurde Edinburgh zu einer meiner liebsten Städte überhaupt. Im Gegensatz zu London, Rom oder Paris ist sie „nur“ eine Kleinstadt, doch genau das macht ihr Charme aus. Heute will ich euch von dieser unvergesslichen Reise berichten, auf der nicht immer alles reibungslos verlief. Da wäre zum Beispiel, wie unser Flugzeug fast abgestürzt wäre, warum wir mit einem fast leeren Koffer wieder abgereist sind und warum wir einen Tag vor der Abreise kräftig gejubelt haben. Aber erstmal alles von vorne.

Aller Anfang ist schwer
Dieser Anfang war es auf jeden Fall, denn meine Geburtstagsreise sollte noch eine ganz schön grosse Überraschung für uns bereithalten., denn beim Anflug der Britischen Ostküste gerieten wir in einen heftigen Sturm, der Flugzeug, Crew und Passagieren ganz schön was abverlangte. Die Landung war holprig, dauerte zum Glück aber nicht so lange wie befürchtet. Als wir jedoch wieder festen Boden unter den Füssen hatten, durften wir erst nicht aussteigen – es sei zu gefährlich bei dieser Windstärke die Tür zu öffnen, hiess es. Also geduldeten wir uns. Endlich im Flughafengebäude angekommen, die nächste Hiobsbotschaft, unser Flieger lud die Gepäckstücke nicht aus, die Gepäcklade zu öffnen wäre zu gefährlich gewesen und so flog das Flugzeugt mit unserem Gepäck direkt wieder zurück nach Zürich. Die neuen Passagiere, auf dem Flug nach Zürich, ihrerseits natürlich auch ohne ihr Gepäck. Super, es konnte also nur noch besser werden. 

In der Gepäckhalle war das pure Chaos ausgebrochen, allerdings fand ich sehr spannend zu sehen, wie all die Menschen auf diese Situation reagierten. Leute sprachen miteinander, die sonst wohl nie miteinander ins Gespräch gekommen wären, man half sich gegenseitig beim Verständigen mit den Schotten (was fürs ungeübte Ohr zugegebenermassen nicht immer ganz einfach ist) und beim Ausfüllen der Papiere und man sprach sich gegenseitig Mut zu, dass schon alles wieder gut kommen würde und ja, ab und an wich das besorge Gerede einem Lachen. Um ehrlich zu sein fand ich diesen Moment, trotz eigentlich unangenehmer Situation, irgendwie schön. Trotzdem war ich froh, als alles erledigt war und nachdem wir alle unsere Papiere für die verlorenen Koffer ausgefüllt hatten - ich wusste noch nicht mal wie spät es war - machten wir uns auf den Weg in die Stadt, zu unserer Unterkunft. 

Das Abenteuer kann losgehen
Kaum waren wir in unserem Bed &Breakfast angekommen und hatten uns mit Regenjacken ausgerüstet - schliesslich waren wir in Schottland, nicht in der Karibik und unsere Regenjacken waren, na wo wohl? Richtig, im Koffer - waren die Startschwierigkeiten schon wieder vergessen. Den ersten Abend liessen wir gemütlich angehen, spazierten durch die Nachbarschaft und assen, wie es sich für Grossbritannien gehört, in einem Pub zu Abend. Das Viertel um unsere Unterkunft in der Frederick Street, nahe des Scott Monuments, eignete sich einfach perfekt für eine erste Erkundungstour.

Wir hatten uns einiges vorgenommen für unseren Aufenthalt in Edinburgh, wie die Besichtigung der Drehorte zu Avengers Infinity War (Royal Mile, Waverley Train Stadtion, Restaurants in der Cockburn Street), aber auch die historischen Orte in Bezug auf die Harry Potter Welt wollten besucht werden (The Elephant House, The Boy Wizard Shop), nicht zu vergessen die Besteigung des Calton Hills, von dem aus man eine wunderbare Aussicht über die Stadt hat, sowie der Besuch des zauberhaften Dean Village. Als Geburtstagsüberraschung gab es sogar eine Führung durch die Stadt mit dem Thema "Die Hexen von Edinburgh", die uns in eine andere Zeit eintauchen und Edinburghs mystische Seite entdecken liess.



Ein Grund zum Feiern
Natürlich war mein Geburtstag ein Grund zum Feiern, den wir übrigens in Jamies Italian mit sehr geiler Pasta gefeiert haben. Doch dieses Ereignis meine ich hier gar nicht, sondern die Rückkehr der verlohrenen Söhne, ähm Koffer. Ja, tatsächlich haben wir unsere Koffer noch am Abend vor unserer Rückreise erhalten - das musste gefeiert werden! Meine Familie war ganz aus dem Häuschen, weil sie mir am Ende doch noch das Geburtstagsgeschenk überreichen konnten. Ich habe mich sehr übers Geschenk gefreut, wobei ich gestehen muss, dass ich viel mehr freude daran hatte, dass wir alle gemeinsam an einem so schönen Ort feiern konnten.

Wo in Edinburgh übernachten

Da wir alle von unserer Unterkunft in Edinburgh begeistert waren und uns bei Kate und David rundum wohlgefühlt haben, möchte ich sie euch an dieser Stelle ein wenig genauer vorstellen. Die Lage unseres Bed & Breakfasts hätte kaum besser sein können, zwar hat das Haus keinen Aufzug, Treppensteigen muss man also können, der Rest allerdings besticht mit seinem typisch britischen Charme. Die Zimmer waren geräumig und sauber, die Betten empfand ich auch als angenehm und die Gastgeber waren sehr herzlich und zuvorkommend. Wer mag, darf sich auch in den Gemeinschaftsraum begeben und dort ein gutes Buch lesen, sich mit den beiden Hosts, oder anderen Reisenden austauschen.

Frühstück gibt es nicht bei Kate und David, dafür aber im direkt darunter gelegenen Restaurant Rabble, welches nicht nur sehr hübsch aussieht, sondern auch eine breite Auswahl an Frühstücksmöglichkeiten bietet. Wem trotzdem nach etwas anderem zumute sein sollte, findet rund um die Unterkunft eine grosse Auswahl an Restaurants, Pubs und Cafés, oder aber man spaziert etwa 10-15 Minuten und befindet sich dann im Herzen der Stadt. Wer gerne mehr über die Unterkunft erfahren möchte, der kann auf der offiziellen Webseite mehr erfahren. Bei einer Reise nach Edinburgh lohnt es sich auf jeden Fall mal in diesem Bed & Breakfast vorbeizuschauen.



Mehr über diese einzigartige Stadt findet ihr übrigens in folgenden Blogposts:
  
Liebe Leser, wie ihr vielleicht über Instagram mitbekommen habt, ging es letzten September zu meinem 30. Geburtstag für meine Familie und mich nach Edinburgh. Einen besseren Ort hätte ich mir kaum vorstellen können, denn schon 2006, als ich zum ersten Mal in Schottland war, wurde Edinburgh zu einer meiner liebsten Städte überhaupt. Im Gegensatz zu London, Rom oder Paris ist sie „nur“ eine Kleinstadt, doch genau das macht ihr Charme aus. Heute will ich euch von dieser unvergesslichen Reise berichten, auf der nicht immer alles reibungslos verlief. Da wäre zum Beispiel, wie unser Flugzeug fast abgestürzt wäre, warum wir mit einem fast leeren Koffer wieder abgereist sind und warum wir einen Tag vor der Abreise kräftig gejubelt haben. Aber erstmal alles von vorne.

Aller Anfang ist schwer
Dieser Anfang war es auf jeden Fall, denn meine Geburtstagsreise sollte noch eine ganz schön grosse Überraschung für uns bereithalten., denn beim Anflug der Britischen Ostküste gerieten wir in einen heftigen Sturm, der Flugzeug, Crew und Passagieren ganz schön was abverlangte. Die Landung war holprig, dauerte zum Glück aber nicht so lange wie befürchtet. Als wir jedoch wieder festen Boden unter den Füssen hatten, durften wir erst nicht aussteigen – es sei zu gefährlich bei dieser Windstärke die Tür zu öffnen, hiess es. Also geduldeten wir uns. Endlich im Flughafengebäude angekommen, die nächste Hiobsbotschaft, unser Flieger lud die Gepäckstücke nicht aus, die Gepäcklade zu öffnen wäre zu gefährlich gewesen und so flog das Flugzeugt mit unserem Gepäck direkt wieder zurück nach Zürich. Die neuen Passagiere, auf dem Flug nach Zürich, ihrerseits natürlich auch ohne ihr Gepäck. Super, es konnte also nur noch besser werden. 

In der Gepäckhalle war das pure Chaos ausgebrochen, allerdings fand ich sehr spannend zu sehen, wie all die Menschen auf diese Situation reagierten. Leute sprachen miteinander, die sonst wohl nie miteinander ins Gespräch gekommen wären, man half sich gegenseitig beim Verständigen mit den Schotten (was fürs ungeübte Ohr zugegebenermassen nicht immer ganz einfach ist) und beim Ausfüllen der Papiere und man sprach sich gegenseitig Mut zu, dass schon alles wieder gut kommen würde und ja, ab und an wich das besorge Gerede einem Lachen. Um ehrlich zu sein fand ich diesen Moment, trotz eigentlich unangenehmer Situation, irgendwie schön. Trotzdem war ich froh, als alles erledigt war und nachdem wir alle unsere Papiere für die verlorenen Koffer ausgefüllt hatten - ich wusste noch nicht mal wie spät es war - machten wir uns auf den Weg in die Stadt, zu unserer Unterkunft. 

Das Abenteuer kann losgehen
Kaum waren wir in unserem Bed &Breakfast angekommen und hatten uns mit Regenjacken ausgerüstet - schliesslich waren wir in Schottland, nicht in der Karibik und unsere Regenjacken waren, na wo wohl? Richtig, im Koffer - waren die Startschwierigkeiten schon wieder vergessen. Den ersten Abend liessen wir gemütlich angehen, spazierten durch die Nachbarschaft und assen, wie es sich für Grossbritannien gehört, in einem Pub zu Abend. Das Viertel um unsere Unterkunft in der Frederick Street, nahe des Scott Monuments, eignete sich einfach perfekt für eine erste Erkundungstour.

Wir hatten uns einiges vorgenommen für unseren Aufenthalt in Edinburgh, wie die Besichtigung der Drehorte zu Avengers Infinity War (Royal Mile, Waverley Train Stadtion, Restaurants in der Cockburn Street), aber auch die historischen Orte in Bezug auf die Harry Potter Welt wollten besucht werden (The Elephant House, The Boy Wizard Shop), nicht zu vergessen die Besteigung des Calton Hills, von dem aus man eine wunderbare Aussicht über die Stadt hat, sowie der Besuch des zauberhaften Dean Village. Als Geburtstagsüberraschung gab es sogar eine Führung durch die Stadt mit dem Thema "Die Hexen von Edinburgh", die uns in eine andere Zeit eintauchen und Edinburghs mystische Seite entdecken liess.



Ein Grund zum Feiern
Natürlich war mein Geburtstag ein Grund zum Feiern, den wir übrigens in Jamies Italian mit sehr geiler Pasta gefeiert haben. Doch dieses Ereignis meine ich hier gar nicht, sondern die Rückkehr der verlohrenen Söhne, ähm Koffer. Ja, tatsächlich haben wir unsere Koffer noch am Abend vor unserer Rückreise erhalten - das musste gefeiert werden! Meine Familie war ganz aus dem Häuschen, weil sie mir am Ende doch noch das Geburtstagsgeschenk überreichen konnten. Ich habe mich sehr übers Geschenk gefreut, wobei ich gestehen muss, dass ich viel mehr freude daran hatte, dass wir alle gemeinsam an einem so schönen Ort feiern konnten.

Wo in Edinburgh übernachten

Da wir alle von unserer Unterkunft in Edinburgh begeistert waren und uns bei Kate und David rundum wohlgefühlt haben, möchte ich sie euch an dieser Stelle ein wenig genauer vorstellen. Die Lage unseres Bed & Breakfasts hätte kaum besser sein können, zwar hat das Haus keinen Aufzug, Treppensteigen muss man also können, der Rest allerdings besticht mit seinem typisch britischen Charme. Die Zimmer waren geräumig und sauber, die Betten empfand ich auch als angenehm und die Gastgeber waren sehr herzlich und zuvorkommend. Wer mag, darf sich auch in den Gemeinschaftsraum begeben und dort ein gutes Buch lesen, sich mit den beiden Hosts, oder anderen Reisenden austauschen.

Frühstück gibt es nicht bei Kate und David, dafür aber im direkt darunter gelegenen Restaurant Rabble, welches nicht nur sehr hübsch aussieht, sondern auch eine breite Auswahl an Frühstücksmöglichkeiten bietet. Wem trotzdem nach etwas anderem zumute sein sollte, findet rund um die Unterkunft eine grosse Auswahl an Restaurants, Pubs und Cafés, oder aber man spaziert etwa 10-15 Minuten und befindet sich dann im Herzen der Stadt. Wer gerne mehr über die Unterkunft erfahren möchte, der kann auf der offiziellen Webseite mehr erfahren. Bei einer Reise nach Edinburgh lohnt es sich auf jeden Fall mal in diesem Bed & Breakfast vorbeizuschauen.



Mehr über diese einzigartige Stadt findet ihr übrigens in folgenden Blogposts:
  
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Die ersten wärmeren, sonnendurchfluteten Tage und *bäääm* schon befinde ich mich wieder in einem Zustand , den ich gerne als Californian-Feeling bezeichne. Diesen habe ich immer als weltoffen, multikulturell, kreativ und gesundheitsbewusst erlebt. Vor allem in Südkalifornien, wo das Wetter das ganze Jahr über angenehm ist, spielt sich das Leben grösstenteils draussen ab. Doch auch im Norden des Staates wo es nicht immer ganz so warm ist, lassen es sich die Kalifornier nicht nehmen ihre Freizeit draussen zu verbringen. Gerade wenn man einen von San Franciscos vielen Hügeln besteigen möchte, ist ein nicht allzu heisser Tag sogar ganz angenehm. Wenn ich an Kalifornien denke, dann kommen mir Bilder berühmten Filmstudios in den Sinn, welche ganz besonders Los Angeles einen einmaligen Charme verleihen , aber auch die Strände mit ihren Surfern, die Weinberge Napa Valley und traumhafte um nicht zu sagen kitschige Sonnenuntergänge habe ich beim Gedanken an Kalifornien vor Augen. Vielleicht geht es dir da genauso und du sehnst dich nach den good Vibes Kaliforniens?

Doch keine Sorge, auch wenn gerade keine Reise in den Golden State ansteht, kann man den kalifornischen Lifestyle geniessen indem man ihn ganz einfach zu sich nach Hause holt. In Form von leckerem Essen zum Beispiel, lässt er sich wunderbar in die eigenen vier Wände zaubern. Zu dieser Gelegenheit habe ich euch ein neues Rezept, welches wunderbar passt.


Zutaten (Für 2 Personen)
  • 2 Pouletbrüstchen
  • 1 Avocado
  • ca 6 Brotscheiben
  • Chipotle Sauce
  • Saurer Halbrahm

Zubereitung
Die Pouletbrüstchen, das Brot, die Avocado und die Radieschen in Scheiben schneiden. Dann die Poulestreifen anbraten - hier würze ich gerne mit Mexikanischen Gewürzmischungen, doch grunsätzlich kann ich hier alles empfehlen, was dem Hühnchen einen pikanten Geschmack verleiht. Dann das Brot anbraten oder toasten, damit es schön knusprig wird und schon können die Brötchen mit dem Poulet und den Avocadoscheiben belegt werden. Die Sause kann entweder schon gemischt, also etwas Saurer Halbrahm mit der Chipotle Sauce vermischen, draufgegeben werden, oder aber separat. Ich mische da gerne jeweils schon ein wenig drunter und verfeinere danach nochmals mit ein wenig Chipotle Sauce.

Um das Kalifornien-Feeling komplett zu machen
Wer sich gerne noch tiefer in den kalifornischen Lifestyle einfinden möchte, darf sich selbstverständlich auch gerne hier auf dem Blog austoben, wo es einige spannende Artikel zu Kalifornien gibt, oder wie wäre es mit einem Filmabend? Der Film La La Land zum Beispiel bringt dieses Feeling sehr gut rüber. Was immer es sein mag, ich wünsche euch einen entspannten Abend voller good Vibes.


Slow Travel heisst langsam reisen, bewusst reisen, intensiv reisen. Nachdem mir schon immer wichtig war mit offenem Geist, mutigem Herzen und allen Sinnen zu reisen, wurde mir irgendwann bewusst, dass ich wohl ein leicht anderes Bild davon hatte, wie meiner Meinung nach eine gelungene Reise auszusehen hatt, als viele andere. Ich hörte von 20-Jährigen, die schon die gesamte Welt bereist hatten, von Weltreisenden, die innerhalb kürzester Zeit den Globus umrundet haben, während wieder andere jedes zweite Wochenende in den Flieger gestiegen sind um das Wochenende am Meer zu verbringen.

Nun soll das hier nicht so klingen, als wäre das nicht in Ordnung. Natürlich darf und soll auch jeder so reisen wie, wann und wohin es ihm passt. Durch diese Gespräche wurde mir schlichtweg bewusst, dass ich ein leicht anderes Bild davon hatte, was für mich eine Reise wertvoll macht. Daraufhin habe ich mich mit der Frage beschäftigt, wie eine solche Reise denn überhaupt konkret aussieht, was mir dabei wichtig ist und vor allem auch, warum es völlig ok ist in diesem Fall nicht, oder sagen wir nicht immer mit dem Strom zu schwimmen.

Manche Wünsche, oder sollte ich sagen Ansprüche hatte ich schon immer. Wie zum Beispiel, dass mich mein Reiseziel kulturell und geschichtlich ansprechen soll. Ich mag Urlaub am Strand, aber nach wenigen Tagen rumliegen muss ich was Interessantes zu tun haben. Anderes wiederum kam mit dem Jahren und meinen Erfahrungen hinzu, wie zum Beispiel, dass ich im Jahr nicht gefühlt 100x in den Flieger steigen möchte, dass ich lieber Einheimische unterstütze, als Grosskonzerne, oder dass ich möglichst keine Reise machen möchte, die der Umwelt gross schadet.

Nachfolgend habe ich euch sieben Tipps aufegelistet, die ich mittlerweile für meine Auswahl möglichst nachhaltiger Reisen als wertvoll erachte. Vielleicht werden einige dieser Tipps auch euch bei der nächsten Reisewahl helfen eine vielleicht etwas andere Sichtweise und Planung zu wagen.

1. REISEZIEL
Ich suche mir mein Reiseziel sehr bewusst aus. Natürlich muss es für mich in erster Linie einen gewissen Reiz haben, aber auch andere Dinge wie zum Beispiel die Umweltpolitik und das Wohl der Einheimischen liegt mir am Herzen. Ich möchte nicht, dass es einem Ort und dessen Bewohnern oder Natur wegen meines Verschuldens schlechter geht.

Als ich letzten Frühling in Marokko war, war ich schokiert mit wie viel Abfall die ansonsten traumhafte Natur bedeckte - das wusste ich vor meiner Anreise nicht. Natürlich habe ich meine Reise trotzdem genossen, denn es war unheimlich spannend die Kultur kennenzulernen, die typischen Orte wie aus dem Bilderbuch, aber unterstützen möchte ich auf keinen Fall, dass ein Land derart verdreckt wird, erst recht nicht wegen des Tourismus. Nun, ändern konnte ich es nicht, was ich in dieser Situation tun konnte war ganz einfach darauf zu achten, dass mein Fussabdruck nicht allzugross war. In diesem Fall wusste ich also nicht, was auf mich zukommen würde und habe schlichtweg das beste draus gmacht. Von anderen Urlaubsorten weiss ich aber auch schon ohne deren Besuch, dass sie sehr verdreckt sind und meide sie daher bewusst. Grundsätzlich habe ich mir seit Marokko vorgenommen, noch bei der Auswahl meiner Reiseziele im Vornherein nochmals genauer hinzuschauen.

2. REISEART
Mach dir Gedanken über die optimalste Art zu reisen. Kannst du aufs Flugzeug verzichen? Falls ja, sehr gut! Vielleicht sogar auch aufs Auto?  Noch besser! Mir ist völlig bewusst, dass das Fliegen trotz allem manchmal ganz einfach die einzige Möglichkeit ist, denn es erspart uns oft viel Reisezeit und ist manchmal auch netter zu unserem Geldbeutel. Dieser zweite Punkt ist für mich persönlich immer einer der schwierigsten, denn viel zu oft lohnt sich dann eben doch der Flug, da habe ich wohl noch einiges an Luft nach oben um mich da besser abzustimmen. Was ich allerdings tue - immerhin - ist mit möglichst leichtem Gepäck zu fliegen, das spart nicht nur Geld, sondern auch Gewicht im Fliege. Es ist zwar nur ein kleiner Beitrag, aber hey, das ist doch besser als nichts, oder etwa nicht?

3. UNTERKUNFT
Wohne möglichst bei Einheimischen, in Grossbritannien zum Beispiel sind Bed& Breakfest sehr beliebt und äusserst empfehlenswert, auch Couchsurfing erfreut sich zunehmender beliebtheit und ermöglichst es Reisenden und Gastgebern direkt in die fremde Kultur einzutauchen. Falls das nicht so dein Fall ist suche nach Übernachtungsmöglichkeiten in lokal geführten Hotels.Mittlerweile gibt es  verschiedene Nachhaltigkeitslabels, die einem das Leben als umweltbewussten Touristen zumindest etwas vereinfachen (schau mal hier).

4. QUALITÄT VOR QUANTITÄT
Mein Entscheid langsamer reisen zu wollen führte ganz automatisch dazu, dass ich weniger oft im Jahr auf Reisen gehe, dafür aber länger an einem Ort bleibe und meine Reise intensiver erlebe. Das kann ich nur jedem empfehlen, denn meiner Meinung nach macht die Qualität dieser Reisen jede Schnellreise problemlos wett. Genügend Zeit zur Verfügung zu haben um Einheimische kennenzulernen und richtig in die Kultur einzutauchen ist mehr wert, als jede Kurzreise, bei der man nur mal eben an der Oberfläche kratzt.

5. UNTERSTÜTZE DIE EINHEIMISCHEN - ZAHLE EINEN FAIREN PREIS
Damit meine ich nicht sich am Marokkanischen Bazar über den Tisch ziehen zu lassen, aber eben auch nicht auf Teufel-komm-raus immer das allerbilligste kaufen zu müssen. Ich bin der Meinung wer es sich leisten kann zu reisen und unbedingt noch ein Souvenir kaufen möchte, der sollte auch in der Lage sein den Einheimischen einen fairen Preis zu zahlen.

6. TOURISTENATTRAKTIONEN UND AUSFLÜGE
Unterstütze lieber Projekte, die für Schutz und Arterhaltung stehen, anstatt Tourismusattraktionen in Zoos wie zum Beispiel Delfinschau oder Elefantenreiten. Es gibt zum Beispiel Möglichkeiten Meeresbiologen bei ihrer Arbeit über die Schulter zu schauen, dabei kann man nicht nur Meerestiere beobachten, sondern auch einiges über die Erforschung und das Leben der Tiere erfahren. Aber auch wenn du auf spontane Entdeckungstour gehst, überlege dir ob es möglich ist das ohne Auto zu schaffen. Vielleicht zu Fuss, Mit dem Zug, dem Fahrrad oder den öffentlichen Verkehrsmitteln.

7. UMWELTFREUNDLICH
Achte auf umweldfreundliche Reiseausrüstung, aber auch darauf, ob es eine Möglichkeit gibt Müll zu reduzieren. Gerade in Ländern in denen man zum Beispiel kein Leitungswasser trinken kann, läuft man Gefahr rasch viel Plastikmüll zu verursachen. Überlege dir mal ob es möglich ist den irgendwie zu vermeiden? Vielleicht durch eine Trinkflasche aus Glas? Dasselbe gilt natürlich für Besteck und Teller. Aber auch schon beim Beginn der Reise kann es umweltfreundlicher zugehen, indem du zum Beispiel statt eines ausgedruckten Flugtickets ein digitales verwendest, dasselbe ist natürlich auch bei Hotel- oder anderen Reisebestätigungen möglich.

Natürlich gibt es noch weitere Punkte und Ideen eine nachhaltige Reisephilosophie zu unterstützen, vielleicht magst du die eine oder andere Idee mit mir teilen? Wenn du überdies gerne herausfinden möchtest wie nachhaltig deine Reisegewohnheiten jetzt schon sind, dann kannst du den Reisecheck machen. In diesem Sinne wünsche ich dir viel Vergnügen beim Planen deines nächsten Abenteuers.


Ihr Lieben, heute nehme ich euch mit in die Welt der Body Positivity – einem Begriff, der immer mehr ins Bewusstsein der Menschen tritt. In einer Zeit, in der Selfies zur Tagesordnung gehören und Selbstprofilierung schon fast als Zwangsstörung deklariert werden kann, scheint es immer schwieriger authentisch zu sein. Alles scheint perfekt, das Umfeld, der Job, die Familie, man selbst - das ganze Leben. Als schreie das Social Media Profil förmlich „schaut her, ich habe das Leben wovon du träumst“ und wenn man ganz geschickt ist, dann macht man daraus ein Online-Business, das den scheinbar weniger Glücklichen helfen soll ein ebenso perfektes Leben zu führen.

Das hat allerdings einen Haken, es zeigt nicht wie viel Arbeit hinter all dem steckt, ebenso wenig zeigt es wieviel diese Menschen oft aufgeben mussten um „das scheinbar perfekte Leben zu führen“. Immer auf Reisen, keine Verpflichtungen, die Welt erkunden – klingt schön ja, aber eben auch praktisch nie die Familie sehen, nicht in der Heimat leben können weil zu teuer, und wenn man das ganze Jahr auf Reisen ist, na ja auch das muss einem gefallen, denn das ist ganz schön anstrengend und, wenn man oft fliegt auch noch äusserst umweltschädlich. Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass die auf Instagram und Co gezeigten Fotos und Videos natürlich nur ein Bruchteil dessen sind, was sich hinter den Kulissen abspielt. Ich will nicht sagen, dass es den Menschen, die ein ebensolches Leben führen nicht gut geht, für einige mag das durchaus stimmen und vielleicht sogar tatsächlich das ideale leben sein, aber eben nur für sie und nicht automatisch auch für alle anderen. Doch so wird es in den Sozialen Medien leider sehr oft dargestellt - lebe so, oder gar nicht.

Wie ihr wisst bin ich für mehr Authentizität in der Online Welt, dazu gehört eben auch, dass mal was schief geht, dass man nicht immer himmelhochjauchzend auf einer rosaroten Wolke durch den Alltag schwebt und, dass man den Strandurlaub auch ohne perfekten Körper in vollen Zügen geniessen kann. Weiter noch, dass ein nicht perfektes Leben ebenso lebenswert ist, wie ein scheinbar perfektes. 

Wenn es ums Thema Body Positivity geht beginnt der Artikel meist mit einer rührenden Geschichte aus der Kindheit, doch das möchte ich euch an dieser Stelle ersparen. Stattdessen will ich euch lieber etwas aus meinem aktuellen Alltag berichten. Seit einiger Zeit absolviere ich einen Kurs im Bereich der Positiven Psychologie. Diese beschäftigt sich mit der Frage was für uns Menschen das Leben eigentlich lebenswert macht und wie wir unseren Alltag so gestalten können, damit wir zufriedener und resilienter werden. Mit dieser Ausgangslage ist die Positive Psychologie, im Gegensatz zur klassischen Psychologie, die sich vor allem damit befasst, wie das Leben weniger schrecklich wird, revolutionär.

In diesem Kurs also lerne ich, was wir Menschen in unserem Leben brauchen um es und somit auch um uns selbst zu mögen. Nun, dabei stellt sich heraus, dass Selbstdarstellung, Anzahl Follower oder gar Perfektionismus nicht dazu gehören. In dem von Dr. Seligman erschaffenen PERMA-Modell betrifft keines der Bereiche unser Aussehen, unseren Körper und schon gar nicht unser Gewicht. Was zeigt uns das? Das alles, was im Internet so wichtig zu sein scheint, gar nicht ausschlaggebend ist um ein glückliches und erfülltes Leben zu führen.

Unglücklich wegen unseres Aussehens oder unseres Gewichtes sind wir in vielen Fällen nur, weil wir glauben anders sein zu müssen. Wir glauben wir seien so wie wir tatsächlich sind, nicht in Ordnung. Doch anstatt uns auf vermeintliche Schwächen zu konzentrieren sollten wir uns lieber auf unsere Stärken konzentrieren, Charakterstärken ebenso wie körperliche Stärken. Was finde ich besonders gut an mir? Was finde ich schön? Worin bin ich gut?

Diesen Fragen werde ich in den nächsten Monaten vermehrt auf den Grund gehen und lade dich, lieber Leser, ein dir selst diese Fragen zu beantworten. Worin bist du gut? Was magst du besonders an dir und warum? Wie behandelst du dich und deinen Körper? Ehrst du deinen Körper?

Zauberhafte Grüsse
Nicky

Body Positivity

by on Februar 02, 2019
Ihr Lieben, heute nehme ich euch mit in die Welt der Body Positivity – einem Begriff, der immer mehr ins Bewusstsein der Menschen tritt. I...
Hallo ihr Lieben, ich hoffe ihr seid alle gut ins neue Jahr gestartet! Bei uns ging es ziemlich ruhig zu mit leckerem Essen, spannenden Gesprächen und einem guten Film im Anschluss. Das Vergangene Jahr war eine ganz schön grosse Herausforderung für mich, weshalb ich mich dankbar und voller Elan ins neue Jahr begebe (nein, ich stürze mich nicht, ich begebe mich ganz bewusst - auch das, eine der gelernen Lektionen 2018).

Überhaupt war ich während der vergangenen Monate damit beschäftigt das Thema Slow Living und Slow Traveling mehr und mehr in meinen Alltag zu integrieren, dazu wird es auf Ard de vivre dieses Jahr noch einiges zu lesen geben. Mein erster Artikel zum Thema Slow Travel steht sogar schon in den Startlöchern, da braucht es nur noch den Feinschliff, danach kann ich ihn mit euch teilen.

In den letzten Wochen des vergangenen Jahres habe ich den ein oder anderen Blick zurückgeworfen und dankbar festgestellt wieviel Wunderbares ich bisher schon erleben durfte. Jetzt, mit 30 sehe ich vieles anders, nehme das Leben gelassener, lasse mich viel weniger von der Meinung anderer beeinflussen. Ja, ich bin bereit. Bereit für einen neuen Lebensabschnitt, bereit all die wunderbaren, furchteinflössenden, spannenden, aufregenden Abenteuer zu erleben, bereit für 2019.

Da bleibt mir nur noch eines übrig zu sagen und zwar: Bring it on 2019! Und ich hoffe natürlich ihr seid auch wieder mit dabei.

Habt alle einen zauberhaften Abend.

Eure Nicky

Let's talks about 2019

by on Januar 16, 2019
Hallo ihr Lieben, ich hoffe ihr seid alle gut ins neue Jahr gestartet! Bei uns ging es ziemlich ruhig zu mit leckerem Essen, spannenden ...

Ihr Lieben,

Das Jahr ist fast zu Ende und somit auch mein erstes bewusst gelebtes konsmbewusstes Jahr. Was habe ich dabei erlebt, was viel mir leicht, was eher schwer? Was hat gar nicht funktioniert? Nun, ich muss gestehen, dass ab Sommer 2018 mein Leben ganz schön aus den Fugen geraten ist, ab da war ich ehrlich gesagt mit vielen anderen Dingen beschäftigt, nur nicht mit dem Thema Konsumbewusstsein. Obwohl, so ganz stimmt das auch wieder nicht, denn ich habe im ersten Halbjahr ziemlich viel in meinen Alltag integriert, was ich auch im zweiten Halbjahr relativ Mühelos umgesetzt habe.

Achtsamkeit auch beim Konsumthema
Seit Ende Oktober besuche ich einen MBSR-Kurs nach Jon Kabat-Zinn, einem  Professor der University of Massachusetts, der sich schon seit vielen Jahren mit dem Thema der Achtsamkeit auseinandersetzt und eben der Gründer der Mindfulness based stress reduction, was soviel heisst wie Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion. Da lerne ich nicht nur verschiedene Meditations - und Yogatechniken, sondern eben auch mehr Achtsamkeit ins alltägliche Leben zu bringen. Diese Achtsamkeit lässt sich unter anderem natürlich auch sehr gut aufs Thema Konsumbewusstsein übertragen und das klappt mittlerweile in vielen Alltagssituationen schon recht gut. Über meine Fortschritte und Erfahrungen bezüglich Kurs berichte ich übrigens auf meiner Webseite www.nicoleardin.ch

Made ins plastic - it's fantastic?
Das Problem mit dem Plastik, na ja, daran habe ich nach wie vor gan schön zu beissen. Aber und das ist ja schon mal ein Anfang, ich verwende für den Kauf von Gemüse und Obst ausschliesslich meine wiederverwendbaren Beutel, was den Rest des Einkaufs angeht, wenn möglich natürlich unschädlich für die Umwelt, aber das ist eben noch ganz schön schwierig zum Teil. Auch bei Pflegeprodukten und Kosmetik achte ich auch möglichst auf wiederverwendbare Verpackung, allerdings wird das oft ganz schön teuer. Ich versuche also so sparsam wie möglich zu sein und versuche ausserdem mit selbstgemachter Pflege ein wenig Ausgleich zu schaffen.


Meine Anfangsliste 2018:
  • Keine neuen Dekoartikel kaufen: Das hat sehr gut funktioniert, hat mir praktisch überhaupt nicht gefehlt
  • Keine Plastiksäcke: Konnte ich ganz gut umsetzen
  • Plastik allgemein: siehe Text oben, es ist ein Prozess, ich konnte aber schon einiges umsetzen
  • Kleider: auch das fiel mir nicht besonders schwer, ich habe dieses Jahr nicht viel gekauft und darauf geachtet, dass ich es nur kaufe, wenn es wirklich nötig war
  • Mehr Selbstgemachtes: Das hat definitiv noch grosses Verbesserungspotential und eigentlich möchte ich grösstenteils der nicht vorhandenen Zeit die Schuld in die Schuhe schieben. Aber ja, ich hätte das eine oder andere Mal bestimmt meine Zeit besser planen können. Was mir schon immer sehr wichtig war, war das Kochen. Bei uns wurde schon immer viel Wert auf frisch Gekochtes gelegt, auch das braucht Zeit und ist ja auch eine Art "selbstgemacht", wenn man so will.
  • Weniger Zucker: Das hat mässig geklappt, eine Weile ging es problemlos und dann auf einmal hatte ich richtig das Gefühl, dass ein absoluter Mangel besteht. Das Thema werde ich im kommenden Jahr auf jeden Fall nochmals aufgreifen

Im Grossen uns Ganzen bin ich ganz zufrieden mit dem Ergebnis. Sich hier zu sehr unter Druck zu setzen wäre wohl eher kontraproduktiv und ich möchte ja auch in Zukunft Spass dran haben noch mehr umzusetzen. Auch im 2019 werde ich mich weiterhin mit dem Thema befassen und versuchen Neues umzusetzern, aber natürlich auch beizubehalten, was ich mich in diesem Jahr schon erarbeitet habe. Wie sieht es bei dir aus? Hast du dir schon mal Gedanken über dein Konsumverhalten gemacht, vielleicht schon mal was daran geändert?

Euch allen wünsche ich eine zauberhafte Restwoche.

Stay weird. Stay wild.
Nicky


Weitere Artikel zum Thema:


Über sieben Jahren schreibe ich diesen Blog schon, das ist ganz schön lange, vor allem für die schnelllebige Internetwelt. Damals war alles noch ein wenig anders, nicht nur der Blogname, der im Laufe der Zeit von Both Sides of Life zu Womap Up wurde - bis dann feststand, dass Ard de vivre der perfekte Name für diesen Ort sein würde. Auch heute passt er noch wunderbar und ja, das Schreiben ist nach wie vor ein wichtiger Bestandteil meines Lebens. Aber auch die Bloggercommunity war noch ganz anders, diverser, wohlwollender, ehrlicher. Doch ich will an dieser Stelle nicht über die gute alte Zeit sinnieren, denn auch heute gibt es viel Positives. Wer hätte damals gedacht, dass man mit Bloggen Geld verdienen, ja sogar davon leben könnte – vermutlich die wenigsten. Das ist wunderbar, hat aber, wie alles im Leben auch eine Schattenseite. Followerzahlen und Klicks stehen mittlerweile im Vordergrund, nicht mehr Austausch und Kreativität.

Ein Trend, der mich, als Bloggerin einen Dreck interessiert (entschuldigt die Ausdrucksweise) und das sind natürlich keine guten Voraussetzungen um im Netz Geld zu verdienen. Deshalb hatte ich, nach reiflicher Überlegung, schon im März diesen Jahres angekündigt, dass ich meinen Blog künftig nur noch rein privat führen werde. Gesagt, getan, mittlerweile ist somit auch die Kooperationsseite des Blogs weggefallen. 

Meine Gründe nicht mehr als Reisebloggerin zu arbeiten
Nebst dem schon erwähnten Grund, dass mein Interesse an Followerzahlen und Klicks sich sehr in Grenzen hält musste ich im Laufe der Zeit zunehmend feststellen, dass ich mit dem Image der Reisebloggerszene zunehmend auf Kriegsfuss war, nicht mit anderen Bloggern persönlich, versteht mich nicht falsch, aber mit dem Einheitsbrei allgemein, den wir Blogger mittlerweile auf die Welten des WWW loslassen. Ich merkte, wie auch ich immer mehr Einheitsbrei zu liefern begann, nur um „dazuzugehören“ und das störte mich enorm. 

Irgendwie kam ich mit dieser Oberflächlichkeit der Professionellen Blogger nicht mehr zurecht. Okay, zugegeben, vieles hier im Netz ist oberflächlich, erst recht wenn es ums Geld, doch irgendwie schien sich alles nur noch ums Ländersammel-Statussymbol-Dings zu drehen, was noch nie meins war (wie du hier nachlesen kanst). Ich merkte, dass ich wohl ganz einfach aus anderen Gründen reise und damit wohl doch nicht so ganz ins Mainstream-Prinzip der sogenannten "Influencer" passte. Und das ist auch völlig okay. Wenn etwas, dass sich doch eigentlich richtig anfühlen müsste sich dann aber so falsch anfühlt, sollte man sich allerdings die Zeit nehmen um ehrlich zu sich selbst zu sein. So bin ich zum Entschluss gelangt, dass ich meinem Glück, meiner Kreativität und Authentizität zuliebe keine Aufträge als Reisebloggerin mehr ausführen werde. 

Der Fokus ändert sich – eine neue Perspektive
Mit diesem Entscheid schenke ich mir selbst wieder völlige Freiheit worüber und wie oft ich schreiben möchte. Ein weiterer Grund für mein Entscheid ist, dass sich für mich derzeit privat, wie auch beruflich sehr viel am Verändern ist. Neben meinem Hauptjob, werde ich nächstes Jahr mit dem Studium beginnen, deshalb soll meine Freizeit, insbesondere während meiner Reisen auch Freizeit bleiben, das ist mir für meinen Ausgleich und mein Wohlbefinden wichtig.

Wie sehen meine Reiseberichte in Zukunft aus?

Ich reise nach wie vor gerne und werde auch in Zukunft über einiges berichten, was mir auf meinen Reisen begegnet - aber das eben nur noch rein privat, aus Spass am Teilen und sich mit Gleichgesinnten austauschen. Da ich dabei bin mein Projekt #langsamERleben in die Wege zu leiten, bei dem es um Achtsamkeit im Alltag und Wohlbefinden gehen wird, werde ich dies auch hier auf dem Blog praktizieren und langsamer Reisen. Nicht so viele Orte, dafür mehr geniessen und erfahren – mehr in die Kultur und Geschichte des Ortes eintauchen. 

Für die vielen spannenden Erfahrungen der letzten Jahre bin ich sehr dankbar, sie haben mich wachsen lassen, sowohl als Digital Enterpreneur, als auch privat. Doch jetzt ist es Zeit die Segel neu zu setzen und einer neuen Windrichtung zu folgen.

Ich wünsche dir einen zauberhaften Start ins Wochenende.


Stay weird. Stay wild.
Nicky