Ein Jahr konsumbewusst - das waren meine Herausforderungen und Erfolge

/ Dezember 12, 2018

Ihr Lieben,

Das Jahr ist fast zu Ende und somit auch mein erstes bewusst gelebtes konsmbewusstes Jahr. Was habe ich dabei erlebt, was viel mir leicht, was eher schwer? Was hat gar nicht funktioniert? Nun, ich muss gestehen, dass ab Sommer 2018 mein Leben ganz schön aus den Fugen geraten ist, ab da war ich ehrlich gesagt mit vielen anderen Dingen beschäftigt, nur nicht mit dem Thema Konsumbewusstsein. Obwohl, so ganz stimmt das auch wieder nicht, denn ich habe im ersten Halbjahr ziemlich viel in meinen Alltag integriert, was ich auch im zweiten Halbjahr relativ Mühelos umgesetzt habe.

Achtsamkeit auch beim Konsumthema
Seit Ende Oktober besuche ich einen MBSR-Kurs nach Jon Kabat-Zinn, einem  Professor der University of Massachusetts, der sich schon seit vielen Jahren mit dem Thema der Achtsamkeit auseinandersetzt und eben der Gründer der Mindfulness based stress reduction, was soviel heisst wie Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion. Da lerne ich nicht nur verschiedene Meditations - und Yogatechniken, sondern eben auch mehr Achtsamkeit ins alltägliche Leben zu bringen. Diese Achtsamkeit lässt sich unter anderem natürlich auch sehr gut aufs Thema Konsumbewusstsein übertragen und das klappt mittlerweile in vielen Alltagssituationen schon recht gut. Über meine Fortschritte und Erfahrungen bezüglich Kurs berichte ich übrigens auf meiner Webseite www.nicoleardin.ch

Made ins plastic - it's fantastic?
Das Problem mit dem Plastik, na ja, daran habe ich nach wie vor gan schön zu beissen. Aber und das ist ja schon mal ein Anfang, ich verwende für den Kauf von Gemüse und Obst ausschliesslich meine wiederverwendbaren Beutel, was den Rest des Einkaufs angeht, wenn möglich natürlich unschädlich für die Umwelt, aber das ist eben noch ganz schön schwierig zum Teil. Auch bei Pflegeprodukten und Kosmetik achte ich auch möglichst auf wiederverwendbare Verpackung, allerdings wird das oft ganz schön teuer. Ich versuche also so sparsam wie möglich zu sein und versuche ausserdem mit selbstgemachter Pflege ein wenig Ausgleich zu schaffen.


Meine Anfangsliste 2018:
  • Keine neuen Dekoartikel kaufen: Das hat sehr gut funktioniert, hat mir praktisch überhaupt nicht gefehlt
  • Keine Plastiksäcke: Konnte ich ganz gut umsetzen
  • Plastik allgemein: siehe Text oben, es ist ein Prozess, ich konnte aber schon einiges umsetzen
  • Kleider: auch das fiel mir nicht besonders schwer, ich habe dieses Jahr nicht viel gekauft und darauf geachtet, dass ich es nur kaufe, wenn es wirklich nötig war
  • Mehr Selbstgemachtes: Das hat definitiv noch grosses Verbesserungspotential und eigentlich möchte ich grösstenteils der nicht vorhandenen Zeit die Schuld in die Schuhe schieben. Aber ja, ich hätte das eine oder andere Mal bestimmt meine Zeit besser planen können. Was mir schon immer sehr wichtig war, war das Kochen. Bei uns wurde schon immer viel Wert auf frisch Gekochtes gelegt, auch das braucht Zeit und ist ja auch eine Art "selbstgemacht", wenn man so will.
  • Weniger Zucker: Das hat mässig geklappt, eine Weile ging es problemlos und dann auf einmal hatte ich richtig das Gefühl, dass ein absoluter Mangel besteht. Das Thema werde ich im kommenden Jahr auf jeden Fall nochmals aufgreifen

Im Grossen uns Ganzen bin ich ganz zufrieden mit dem Ergebnis. Sich hier zu sehr unter Druck zu setzen wäre wohl eher kontraproduktiv und ich möchte ja auch in Zukunft Spass dran haben noch mehr umzusetzen. Auch im 2019 werde ich mich weiterhin mit dem Thema befassen und versuchen Neues umzusetzern, aber natürlich auch beizubehalten, was ich mich in diesem Jahr schon erarbeitet habe. Wie sieht es bei dir aus? Hast du dir schon mal Gedanken über dein Konsumverhalten gemacht, vielleicht schon mal was daran geändert?

Euch allen wünsche ich eine zauberhafte Restwoche.

Stay weird. Stay wild.
Nicky


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Ihr Lieben,

Das Jahr ist fast zu Ende und somit auch mein erstes bewusst gelebtes konsmbewusstes Jahr. Was habe ich dabei erlebt, was viel mir leicht, was eher schwer? Was hat gar nicht funktioniert? Nun, ich muss gestehen, dass ab Sommer 2018 mein Leben ganz schön aus den Fugen geraten ist, ab da war ich ehrlich gesagt mit vielen anderen Dingen beschäftigt, nur nicht mit dem Thema Konsumbewusstsein. Obwohl, so ganz stimmt das auch wieder nicht, denn ich habe im ersten Halbjahr ziemlich viel in meinen Alltag integriert, was ich auch im zweiten Halbjahr relativ Mühelos umgesetzt habe.

Achtsamkeit auch beim Konsumthema
Seit Ende Oktober besuche ich einen MBSR-Kurs nach Jon Kabat-Zinn, einem  Professor der University of Massachusetts, der sich schon seit vielen Jahren mit dem Thema der Achtsamkeit auseinandersetzt und eben der Gründer der Mindfulness based stress reduction, was soviel heisst wie Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion. Da lerne ich nicht nur verschiedene Meditations - und Yogatechniken, sondern eben auch mehr Achtsamkeit ins alltägliche Leben zu bringen. Diese Achtsamkeit lässt sich unter anderem natürlich auch sehr gut aufs Thema Konsumbewusstsein übertragen und das klappt mittlerweile in vielen Alltagssituationen schon recht gut. Über meine Fortschritte und Erfahrungen bezüglich Kurs berichte ich übrigens auf meiner Webseite www.nicoleardin.ch

Made ins plastic - it's fantastic?
Das Problem mit dem Plastik, na ja, daran habe ich nach wie vor gan schön zu beissen. Aber und das ist ja schon mal ein Anfang, ich verwende für den Kauf von Gemüse und Obst ausschliesslich meine wiederverwendbaren Beutel, was den Rest des Einkaufs angeht, wenn möglich natürlich unschädlich für die Umwelt, aber das ist eben noch ganz schön schwierig zum Teil. Auch bei Pflegeprodukten und Kosmetik achte ich auch möglichst auf wiederverwendbare Verpackung, allerdings wird das oft ganz schön teuer. Ich versuche also so sparsam wie möglich zu sein und versuche ausserdem mit selbstgemachter Pflege ein wenig Ausgleich zu schaffen.


Meine Anfangsliste 2018:
  • Keine neuen Dekoartikel kaufen: Das hat sehr gut funktioniert, hat mir praktisch überhaupt nicht gefehlt
  • Keine Plastiksäcke: Konnte ich ganz gut umsetzen
  • Plastik allgemein: siehe Text oben, es ist ein Prozess, ich konnte aber schon einiges umsetzen
  • Kleider: auch das fiel mir nicht besonders schwer, ich habe dieses Jahr nicht viel gekauft und darauf geachtet, dass ich es nur kaufe, wenn es wirklich nötig war
  • Mehr Selbstgemachtes: Das hat definitiv noch grosses Verbesserungspotential und eigentlich möchte ich grösstenteils der nicht vorhandenen Zeit die Schuld in die Schuhe schieben. Aber ja, ich hätte das eine oder andere Mal bestimmt meine Zeit besser planen können. Was mir schon immer sehr wichtig war, war das Kochen. Bei uns wurde schon immer viel Wert auf frisch Gekochtes gelegt, auch das braucht Zeit und ist ja auch eine Art "selbstgemacht", wenn man so will.
  • Weniger Zucker: Das hat mässig geklappt, eine Weile ging es problemlos und dann auf einmal hatte ich richtig das Gefühl, dass ein absoluter Mangel besteht. Das Thema werde ich im kommenden Jahr auf jeden Fall nochmals aufgreifen

Im Grossen uns Ganzen bin ich ganz zufrieden mit dem Ergebnis. Sich hier zu sehr unter Druck zu setzen wäre wohl eher kontraproduktiv und ich möchte ja auch in Zukunft Spass dran haben noch mehr umzusetzen. Auch im 2019 werde ich mich weiterhin mit dem Thema befassen und versuchen Neues umzusetzern, aber natürlich auch beizubehalten, was ich mich in diesem Jahr schon erarbeitet habe. Wie sieht es bei dir aus? Hast du dir schon mal Gedanken über dein Konsumverhalten gemacht, vielleicht schon mal was daran geändert?

Euch allen wünsche ich eine zauberhafte Restwoche.

Stay weird. Stay wild.
Nicky


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Viel Zeit ist vergangen, seitdem ich diesen Blog ins Leben gerufen habe. Davor führte ich ihn schon unter dem Namen Both Sides of Life, später unter Woman Up - bis dann feststand, dass Ard de vivre der perfekte Name für diesen Ort sein würde. Auch heute passt er noch wunderbar und ja, das Schreiben ist nach wie vor ein wichtiger Bestandteil meines Lebens.

Nachdem ich fast fünf Jahre als Reisebloggerin tätig war, davon etwa drei Jahre Nebenberuflich, hat sich in der Zwischenzeit allerdings einiges in meinem Bloggeralltag geändert. So habe ich schon im März angekündigt, meinen Blog künftig nur noch rein privat zu führen. Mittlerweile ist somit auch die Kooperationsseite des Blogs weggefallen, was Unternehmen bisher allerdings nicht daran gehindert hat mir immer wieder Kooperationsanfragen für alles mögliche zu schicken - doch das ist ein anderes Thema.

Gründe, nicht als Reisebloggerin zu arbeiten
Natürlich hatte ich meine Gründe zu dieser Entscheidung, wovon einer schlichtweg war, dass mir die Bloggerszene, insbesondere die Reisebloggerszene schon seit längerem zu oberflächlich wurde. Okay, zugegeben, vieles hier im Netz ist oberflächlich, erst recht wenn es ums Geld geht und das weiss ich natürlich nicht erst seit meiner Ausbildung im Bereich Online und Social Media Marketing. Wobei diese mir sicher noch einen viel tieferen Einblick in das ganze Geschehen gegeben hat und dafür bin ich dankbar. Auf der anderen Seite wurde mir aber auch bewusst, dass mich Followerzahlen und Klicks einen Dreck interessieren und dass gerade im Bereich Reisen das Ländersammelvirus hoch im Kurs steht. Dieses Ländersammel-Statussymbol-Dings war noch nie meines (wie du hier nachlesen kanst), weil ich ganz einfach aus anderen Gründen reise und das passt natürlich nicht ins Mainstream-Prinzip der sogenannten "Influencer". Was natürlich völlig okay ist, mich dann aber irgendwann zu einem Punkt gebracht hat, an dem ich mich entscheiden musste, welchen Weg ich zukünftig gehen möchte. Deshalb hab ich mich entschieden mir selbst treu zu bleiben und da ich glücklicherweise nicht aufs Bloggergeld angewiesen bin um meine Rechnungen zu bezahlen, ging die Umsetzung dieses Entscheids auch ziemlich schnell. Mit diesem Entscheid schenke ich mir selbst wieder völlige Freiheit worüber und wie oft ich schreiben möchte.

Fokus - eine neue Perspektive
Der andere Hauptgrund ist, dass sich für mich derzeit privat, wie auch beruflich sehr viel am verändern ist. Neben meinem Hauptjob, werde ich nächstes Jahr mit dem Studium beginnen, deshalb soll meine Freizeit, insbesondere während meiner Reisen auch Freizeit bleiben, das ist mir für meinen Ausgleich und mein Wohlbefinden wichtig. Meinen Hauptfokus werde ich deshalb in Zukunft auf meine neue berufliche Richtung setzen, die sich um positive Psychologie, ganzheitliches Wohlbefinden und eine achtsame Lebensweise drehen wird und über die ich ab nächstem Jahr auf www.nicoleardin.ch berichten werde.

Netter Nebeneffekt - Asocial Media sein
Als netter Nebeneffekt meines Entscheides reise ich seit August diesen Jahres ohne Zwang auf Social Media präsent sein zu müssen. Tatsächlich war ich ab da nur noch sehr selten Online in mienem Urlaub und das war verdammt schön. Kein Followerzwang und einfach mal für sich sein - fernab der ständigen Erreichbarkeit. Natürlich wird es auch in Zukunft ab und an mal Fotos meiner Reisen geben, doch dann eben nur noch weil ich gerade Lust drauf habe, weil es passt und nicht, weil ich muss.

Wie sehen meine Reiseberichte in Zukunft aus? 
Ich reise nach wie vor gerne und werde auch in Zukunft über einiges berichten, was mir auf meinen Reisen begegnet - aber das eben nur noch rein privat, aus Spass am Teilen und sich mit Gleichgesinnten austauschen. Da ich dabei bin mein Projekt #langsamERleben in die Wege zu leiten, bei dem es um Achtsamkeit im Alltag und Wohlbefinden gehen wird, werde ich dies auch hier auf dem Blog praktizieren und langsamer Reisen. Nicht so viele Orte, dafür mehr geniessen und erfahren – mehr in die Kultur und Geschichte des Ortes eintauchen.

Ich wünsche dir einen zauberhaften Start ins Wochenende.

Stay weird. Stay wild.
Nicky

«Ich war noch nicht überall, aber es steht auf meiner Liste»

Tatsächlich? Ne, auf meiner Liste steht nicht jedes Land. Auch wenn jeder Ort bestimmt spannendes zu bieten hat, habe ich schlichtweg keine Lust überall hinzufahren – muss ich zum Glück aber auch nicht. Den oben erwähnten Satz hört man trotzdem immer öfter. Dieser Ländersammelvirus ist zu einem regelrechten Statussymbol geworden – je mehr Länder man in möglichst jungen Jahren schon "in der Tasche hat", umso cooler ist man. Ehrlich jetzt? Gibt’s dafür ‘nen Orden?

Ich bin ehrlich, ich verstehen den Reiz dabei nicht ganz. Nein, ich muss mich anders ausdrücken, den Reiz zu reisen, Neues zu erfahren und den eigenen Horizont zu erweitern verstehe ich voll und ganz. Aber ist das denn tatsächlich der Fall, wenn man jedes Land der Erde mal kurz berührt hat? Denn wirklich erleben kann man einen Ort in nur 48 Stunden, meiner bescheidenen Meinung nach, nicht. Das ist dann wohl eher das berühmte Kratzen an der Oberfläche, mehr nicht. Was genau ist daran der Reiz? Vielleicht ein erstes Beschnuppern und wenn’s einem gefällt fährt man nochmal hin? Gut mögilch, denn die vorhandene Zeit ist zugegebenermassen manchmal schon sehr begrenzt. Trotzdem so wirklich prickelnd finde ich die Vorstellung nicht, denn wann immer ich nur kurz an einem Ort bin, empfinde ich die Reise nie als besonders befriedigend. Aber vielleicht brauche ich persönlich auch einfach etwas länger um wirklich an einem Ort anzukommen, womöglich gelingt das anderen auf Anhieb.

NACHHALTIGER TOURISMUS
Ausserdem habe ich da noch ein anderes Anliegen während meiner Reisen. Respekt für Mensch und Natur sind mir wichtig, auch während ich die Welt erkunde und wie wir alle wissen, kann unüberlegtes Reisen auch ganz schön viel Schaden anrichten. 

Was Slow travel für mich bedeutet:
  • Sich mehr Zeit nehmen einen Ort zu erkunden
  • Bewusster planen, wie der Ort erkundet werden soll (möglichst umweltschonend)
  • Fernab der Massen reisen, Lokale Unternehmen unterstützen
  • Sich Zeit nehmen um Land und Kultur zu erfahren

Deshalb habe ich für mich beschlossen in Zukunft bewusster mit dem Thema umzugehen, und weniger oft, dafür aber langsamer und intensiver zu reisen. Für mich ist das sozusagen der Schritt ins nächste Level "Reisen mit allen Sinnen". In meinem Artikel Reist du noch oder erlebst du schon hatte ich das Thema schon mal kurz angsprochen und nachdem ich dieses Jahr viel öfter in den Flieger gestiegen bin, als ich eigentlich gerne wollte, will ich künftig bewusster reisen. Wie ich das bewerkstelligen werde und wie leicht oder vielleicht auch schwer es mir fallen wird, darüber werde auf dem Blog berichten.

Vielleicht möchtet ihr miche in Stück weit begleiten und wir können voneinander lernen?

Zauberhafte Grüsse
Nicky

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Die Magie des Herbstes hält langsam aber sicher Einzug. Die Nächte werden kühler und Morgens hängt dichter Nebel über dem Boden. Nach und nach verfärben sich auch die Blätter  - die Natur wird noch einmal so richtig bunt, bevor sie sich gänzlich in Grautöne hüllt.

Ich liebe diese erdige, etwas schwerere Stimmung und fühle mich wohl und geborgen in ihr. Zumindest solange bis es derart kalt wird, dass die Kälte so richtig tief in die Knochen dringt. Doch im Moment ist es ganz einfach noch genau richtig. Das geniesse ich schon früh morgens, wenn ich noch im Bett liege, eingehüllt in meine warme Decke und nur meine Nase die Kälte spürt, die durchs halboffene Fenster dringt. Später, auf dem Weg zur Arbeit, entdecke ich die Schönheit der Natur jeden Tag aufs Neue. Mit etwas Glück begrüsst mich Familie Schwan mit ihrem Kleinen und etwas weiter begrüsse ich den Holunder, der meist unscheinbar am Wegesrand steht - ausgenommen während seiner Blühte- und Früchtezeit, wenn er mit Duft und Farben die Blicke auf sich zieht. Warum begrüsst die den Holunderbusch, fragt ihr euch?

Der Holunder (auch Holler, Hollerbusch oder Holder) gilt im deutschsprachigen Raum, aber zum Beispiel auch in England seit jeher als heiliger Baum. Sein Name leitet sich vom althochdeutschen Holuntar bzw. Holun ab und bedeutet soviel wie hohl, heilig, günstig, gnädig. Noch heute kennen wir den Begriff hold, besonders im Zusammenhang mit holde Maid und meinen damit eine hübsch, liebliche, wohlgesinnte junge Frau. Wer unter dem Holunder Platz nimmt, so sagt man, könne ganz leicht in die Anderswelt reisen und mit Naturwesen sprechen. Er ist sozusagen ein Tor zur Anderswelt. Doch warum schreibt man gerade dem Holunder diese Macht zu, warum gilt er als heilig?
Bildquelle
Er ist der Baum der Frau Holle, die weit mehr ist als die  weitläufig bekannte Märchen- und Sagenfigur.  Sie ist die Erdgöttin, die in mancher Gestalt erscheint. Oft wird sie als altes Weib mit langen Zähnen beschrieben, die etwas gfürchig (unheimlich) aussieht. Im Märchen ist sie es, die über das Wetter entscheidet, aber auch sie entscheidet, ob der Mensch, der in die Unterwelt gelangt, auch wieder ins Diesseits zurückkehren darf. Sie gilt somit als Wächterin über Leben und Sterben. Sie gibt die Samen frei, die wachsen und gedeihen und nimmt die Toten wieder zurück in ihr Reich. So glaubten die Kelten und Germanen, dass im Hollerbusch die Hollermutter (engl. Elder Mother), als guter Geist wohnt, der negative Energien bannen konnte. Aus diesem Grund galt es dem Holunder immer mit sehr viel Respekt gegenüberzutreren. Den Holunder einfach so zu schneiden galt als Unheilbringend. So besagt ein alter Spruch: "willst du aus dem Leben scheiden, sollst du den Holunder schneiden". Wer das Holz des Holunders verwenden wollte, der hatte Mutter Holunder erst darum zu beten. Eine alte Bitte lautet daher: "Frau Holder gib mir was von deinem Holz, dann will ich dir von meinem auch was geben, wenn es wächst im Walde."

NATÜRLICH GESUND
Doch nicht nur mythologisch, sondern auch in der phytotherapie ist der Holunder (Schwarzer Holunder, lat. Sambucus nigra) ein wertvoller Verbündeter. Die schweisstreibend, fiebersenkenden und schleimlösenden Holunderblüten gelten schon seit Jahrhunderten als Allheilmittel. Das ätherische Öl der Holunderblüten wirkt entzündungshemmend und immunstimulierend.

Doch nicht nur die Blüten eignen sich zur Unterstützung der Gesundheit. Seine Beeren sind u.a. reich an Vitamin C, welches das Immunsystem Stärkt und wertvoll für den Stoffwechsel ist. Sie helfen dem Körper nicht nur den Cholesterinspiegel zu senken, sondern auch Eisen besser aufzunehmen. Ausserdem enthält ihr Saft einen hohen Anteil an Gerbstoffen. Doch Vorsicht rohe Holunderbeeren wirken nicht nur leicht abführend, sie sind auch giftig.


Jeden Morgen, wenn ich am Holunder vorbeigehe, halte ich einen kurzen Moment inne und erinnere mich an all die alten Überlieferungen. Mit der dunklen Jahreszeit beginnt auch wieder die Zeit, in der wir uns vor dem warmen Kaminfeuer Märchen, alte Sagen und Legenden erzählen und dabei, wer weiss, sogar noch das eine oder andere lernen können. Witeres zur Verwendung des Holunder, sowie genaue Rezepturen finden sich u.a. auf folgender Seite: heilkräuter.de/Holunder

Ihr Lieben, isch wünsche euch einen zauberhaften Start in die neue Woche. :)


Herbstgrüsse vom Holunder

by on Oktober 01, 2018
Bildquelle Die Magie des Herbstes hält langsam aber sicher Einzug. Die Nächte werden kühler und Morgens hängt dichter Nebel über dem...

Nachdem ich irgendwie weg war, bin ich mittlerweile irgendwie zurück. Na ja, noch nicht ganz, denn diese Woche feiere ich meinen 30. Geburtstag und da werde ich nochmals für ein paar Tage  abtauchen, geniessen, feiern und was man sonst noch so alles macht. Reisen zum Beispiel, denn ich werde meinen Geburtstag an einem meiner liebsten Orte verbringen - in Schottland.

Ja, ich bin ein Mabon-Kind, weshalb ich mich zur Herbstzeit vermutlich so pudelwohl fühle. Na gut, auch den Frühling mag ich sehr gerne, aber der Herbst gefällt mir einfach noch eine Spur besser. Jetzt, das heisst nur wenige Tage vor der Abreise, spüre ich die ganz besondere Atmosphäre Mabons, des alten Erntedankfestes. Denn nebst der grossen Vorfreude auf unseren Ausflug, fühle vor allem auch eine unglaubliche Dankbarkeit. Auch wenn noch nicht in ganz allen Bereichen alles so läuft, wie ich es mir wünsche, scheinen diese Sorgen seit ein paar Tagen völlig in den Hitergrund zu rücken. Anderes ist wichtiger, die bevorstehende Zeit mit meinen Lieben, gemeinsame Momente, das ist jetzt alles was zählt. Alles andere, wird sich dann früher oder später schon iregendwie einfügen.

Wer jetzt nicht wissen sollte was denn Mabon eigentlich ist und um was es da geht, bei der Frau Birkenbaum gibt es einen ganz zauberhaften Artikel dazu: Herbst- Tagundnachtgleiche: Alte Rituale und Bräuche.

Wie euch vielleicht schon aufgefallen ist, sind viele meiner ehemaligen Blogposts nicht mehr auf dem Blog zu finden. Das liegt daran, dass der Blog (wieder mal) nicht so ganz wollte wie ich und ich daher gezwungen war das alles hier nochmals neu zu gestalten. Meine alten Beiträge sind jedoch nicht einfach so weg, ich habe sie für euch auf einer separaten Plattform sozusagen zwischengelagert. Hier habe ich lediglich noch meine allerliebsten alten Posts und von jetzt an alle neuen. Wer gerne mehr über meine ehemaligen Reisen lesen möchte, darf dies gerne tun und zwar unter www.arddevivre-archiv.ch


Ihr Lieben, bis ganz bald und bis dahin wünsche ich euch eine ganz zauberhafte Mabon-Zeit mit vielen wunderbaren Herbstfarben.

Eure Nicky







So, das war’s – ich verabschiede mich. Nein, nicht für immer, ihr kennt mich doch. Ohne schreiben kann ich nicht. Aber ich werde mich eine Weile aus den Weiten des Internetzes zurückziehen, erlaube mir auf Instagram vielleicht noch das eine oder andere, spontane Foto zu posten. Ansonsten nutze ich die Zeit um in mich zu kehren, zu wachsen und mit neuen Projekten erst mal schwanger zu gehen, bevor sie ausgereift im Aussen bestehen können. In dieser Zeit werde ich dann wohl ganz oldschool mit Stift und Papier zu Gange sein und das aufschreiben, was mir so tagtäglich durch den Kopf schwirrt, das will schliesslich nach wie vor raus. Wie lange ich abwesend sein werde? Das weiss ich noch gar nicht so genau. Vielleicht bin ich schneller zurück als erwartet, vielleicht brauche ich aber auch mehr Zeit für mich, als bisher angenommen. Auf jeaden Fall werde ich erst dann zurückkehren, wenn das Bauchgefühl stimmt.

Bis dahin wünsche ich euch alles Gute und eine zauberhafte Zeit.


Eure Nicky

Irgendwie weg

by on August 14, 2018
So, das war’s – ich verabschiede mich. Nein, nicht für immer, ihr kennt mich doch. Ohne schreiben kann ich nicht. Aber ich werde mic...

"Du kannst die Wellen nicht stoppen, aber du kannst lernen zu surfen." - Jon Kabat-Zinn

Uuuuh, da bin ich mit meinem 3-Monats-Beitrag aber ganz schön hinterher. Ihr mögt es mir verzeihen, denn zwichen Schmelzhitze-Müdigkeitsmodus und Beschreiten eines für mich völlig neuen Weges hat mir schlichtweg die Energie gefehlt. Kurz gesagt: Ich hatte keinen Bock zum bloggen ... ja, das gibt es ab und an auch mal. Aber zum Glück darf ich nur, und muss nicht - das ist schön.

Was mir in den ersten drei Monaten noch äusserst leicht fiel, empfand ich in den vergangenen Monaten als sehr schwierig. Vor allem mit dem Plastik tue ich mich noch sehr schwer, was mich ehrlich gesagt ziemlich nervt, denn ich weiss, dass ich mehr machen könnte als ich im moment umsetze. Na gut, es nützt nichts mich darüber zu beschweren, das ist auf jeden Fall noch ein grosser Punkt auf meiner Liste, den ich früher oder später umsetzen werde - nur halt nicht ganz so rasch, wie ich es mir vorgestellt hatte. Aber wie heisst es so schön, alles zu seiner Zeit.

Der Umgang mit der Zuckerreduktion schwankt ein wenig, mal fällt es mir besonders leicht, dann merke ich, wie es schwerer fällt. Aber wenn ich mich da bewusst hinterfrage und danach handle, klappt es schon ganz gut.

NEUE INSPIRATIONEN ZUM THEMA BEWUSST UND KONSUMBEWUSST LEBEN
Dafür habe ich mich während der vergangenen Montate dazu entschlossen in Zukunft bewusster zu reisen. Also die Anzahl meiner Reisen (vor allem Flugreisen) zu reduzieren, dafür aber Orte besuche, die es mir erlauben (konsum)bewusster zu sein. Die Umsetzung ab nächstem Jahr steckt gerade ind er Anfangsphase der Planung. Drauf gekommen bin ich ganz einfach wiel ich dieses Jahr für meine Verhältnisse wirklich viel fliege (10x) und das eigentlich gar nicht möchte - obschon ich mich selbstverständlich auf jede dieser Reisen freue, dennoch möchte ich das in Zukunft bewusster planen und umsetzen. Dazu werde ich euch aber noch einen separaten, ausführlicheren Artikel schreiben.

PROJEKT: #LANGSAMERLEBEN
Ausserdem habe ich beschlossen langsamer zu leben. Ja, richti gelesen, ich will meinen Alltag langsamer gestalten, bewusster das geniessen was mir wichtig ist und dazu gehört für mich auch mein Leben, soweit es geht, zu entschleunigen.Unter dem Projekt LangsamERleben bin ich gerade dabei etwas Neues aufzustellen. Bis ich da etwas weiter bin gibt es schon mal Bilder und Text auf Instagram unter #langsamERleben. Vielleicht magst du ja mal vorbeischauen?

Ich wünsche dir eine zauberhafte Woche.