Warum ich nicht mehr als Reisebloggerin arbeite


Über sieben Jahren schreibe ich diesen Blog schon, das ist ganz schön lange, vor allem für die schnelllebige Internetwelt. Damals war alles noch ein wenig anders, nicht nur der Blogname, der im Laufe der Zeit von Both Sides of Life zu Womap Up wurde - bis dann feststand, dass Ard de vivre der perfekte Name für diesen Ort sein würde. Auch heute passt er noch wunderbar und ja, das Schreiben ist nach wie vor ein wichtiger Bestandteil meines Lebens. Aber auch die Bloggercommunity war noch ganz anders, diverser, wohlwollender, ehrlicher. Doch ich will an dieser Stelle nicht über die gute alte Zeit sinnieren, denn auch heute gibt es viel Positives. Wer hätte damals gedacht, dass man mit Bloggen Geld verdienen, ja sogar davon leben könnte – vermutlich die wenigsten. Das ist wunderbar, hat aber, wie alles im Leben auch eine Schattenseite. Followerzahlen und Klicks stehen mittlerweile im Vordergrund, nicht mehr Austausch und Kreativität.

Ein Trend, der mich, als Bloggerin einen Dreck interessiert (entschuldigt die Ausdrucksweise) und das sind natürlich keine guten Voraussetzungen um im Netz Geld zu verdienen. Deshalb hatte ich, nach reiflicher Überlegung, schon im März diesen Jahres angekündigt, dass ich meinen Blog künftig nur noch rein privat führen werde. Gesagt, getan, mittlerweile ist somit auch die Kooperationsseite des Blogs weggefallen. 

Meine Gründe nicht mehr als Reisebloggerin zu arbeiten
Nebst dem schon erwähnten Grund, dass mein Interesse an Followerzahlen und Klicks sich sehr in Grenzen hält musste ich im Laufe der Zeit zunehmend feststellen, dass ich mit dem Image der Reisebloggerszene zunehmend auf Kriegsfuss war, nicht mit anderen Bloggern persönlich, versteht mich nicht falsch, aber mit dem Einheitsbrei allgemein, den wir Blogger mittlerweile auf die Welten des WWW loslassen. Ich merkte, wie auch ich immer mehr Einheitsbrei zu liefern begann, nur um „dazuzugehören“ und das störte mich enorm. 

Irgendwie kam ich mit dieser Oberflächlichkeit der Professionellen Blogger nicht mehr zurecht. Okay, zugegeben, vieles hier im Netz ist oberflächlich, erst recht wenn es ums Geld, doch irgendwie schien sich alles nur noch ums Ländersammel-Statussymbol-Dings zu drehen, was noch nie meins war (wie du hier nachlesen kanst). Ich merkte, dass ich wohl ganz einfach aus anderen Gründen reise und damit wohl doch nicht so ganz ins Mainstream-Prinzip der sogenannten "Influencer" passte. Und das ist auch völlig okay. Wenn etwas, dass sich doch eigentlich richtig anfühlen müsste sich dann aber so falsch anfühlt, sollte man sich allerdings die Zeit nehmen um ehrlich zu sich selbst zu sein. So bin ich zum Entschluss gelangt, dass ich meinem Glück, meiner Kreativität und Authentizität zuliebe keine Aufträge als Reisebloggerin mehr ausführen werde. 

Der Fokus ändert sich – eine neue Perspektive
Mit diesem Entscheid schenke ich mir selbst wieder völlige Freiheit worüber und wie oft ich schreiben möchte. Ein weiterer Grund für mein Entscheid ist, dass sich für mich derzeit privat, wie auch beruflich sehr viel am Verändern ist. Neben meinem Hauptjob, werde ich nächstes Jahr mit dem Studium beginnen, deshalb soll meine Freizeit, insbesondere während meiner Reisen auch Freizeit bleiben, das ist mir für meinen Ausgleich und mein Wohlbefinden wichtig.

Wie sehen meine Reiseberichte in Zukunft aus?

Ich reise nach wie vor gerne und werde auch in Zukunft über einiges berichten, was mir auf meinen Reisen begegnet - aber das eben nur noch rein privat, aus Spass am Teilen und sich mit Gleichgesinnten austauschen. Da ich dabei bin mein Projekt #langsamERleben in die Wege zu leiten, bei dem es um Achtsamkeit im Alltag und Wohlbefinden gehen wird, werde ich dies auch hier auf dem Blog praktizieren und langsamer Reisen. Nicht so viele Orte, dafür mehr geniessen und erfahren – mehr in die Kultur und Geschichte des Ortes eintauchen. 

Für die vielen spannenden Erfahrungen der letzten Jahre bin ich sehr dankbar, sie haben mich wachsen lassen, sowohl als Digital Enterpreneur, als auch privat. Doch jetzt ist es Zeit die Segel neu zu setzen und einer neuen Windrichtung zu folgen.

Ich wünsche dir einen zauberhaften Start ins Wochenende.


Stay weird. Stay wild.
Nicky

1 Kommentar:

  1. Liebe Nicole,
    ich kann Dich sehr gut verstehen! Und, ich bin aber auch froh, daß Du und Dein schöner BLog uns erhalten bleiben werden und wir in Zukunft von Deinen Reiseerlbenissen erfahrren dürfen! LangsamErleben ... das gefällt mir, ich nenne es gern ENTSCHLEUNIGEN ;O) Followerzahlen und Klicks sind oberflächlich, die netten Kontakte , die hier entstehen, zählen ;O) Ein lieb und echt gemeinter Kommentar ist mir auch lieber als 1000 Likes auf irgendwelchen Kanälen ;O)
    Ich wünsche Dir einen guten Start in eine zauberhafte neue Woche!
    ♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥

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