Warum ich nicht mehr als Reisebloggerin arbeite

Viel Zeit ist vergangen, seitdem ich diesen Blog ins Leben gerufen habe. Davor führte ich ihn schon unter dem Namen Both Sides of Life, später unter Woman Up - bis dann feststand, dass Ard de vivre der perfekte Name für diesen Ort sein würde. Auch heute passt er noch wunderbar und ja, das Schreiben ist nach wie vor ein wichtiger Bestandteil meines Lebens.

Nachdem ich fast fünf Jahre als Reisebloggerin tätig war, davon etwa drei Jahre Nebenberuflich, hat sich in der Zwischenzeit allerdings einiges in meinem Bloggeralltag geändert. So habe ich schon im März angekündigt, meinen Blog künftig nur noch rein privat zu führen. Mittlerweile ist somit auch die Kooperationsseite des Blogs weggefallen, was Unternehmen bisher allerdings nicht daran gehindert hat mir immer wieder Kooperationsanfragen für alles mögliche zu schicken - doch das ist ein anderes Thema.

Gründe, nicht als Reisebloggerin zu arbeiten
Natürlich hatte ich meine Gründe zu dieser Entscheidung, wovon einer schlichtweg war, dass mir die Bloggerszene, insbesondere die Reisebloggerszene schon seit längerem zu oberflächlich wurde. Okay, zugegeben, vieles hier im Netz ist oberflächlich, erst recht wenn es ums Geld geht und das weiss ich natürlich nicht erst seit meiner Ausbildung im Bereich Online und Social Media Marketing. Wobei diese mir sicher noch einen viel tieferen Einblick in das ganze Geschehen gegeben hat und dafür bin ich dankbar. Auf der anderen Seite wurde mir aber auch bewusst, dass mich Followerzahlen und Klicks einen Dreck interessieren und dass gerade im Bereich Reisen das Ländersammelvirus hoch im Kurs steht. Dieses Ländersammel-Statussymbol-Dings war noch nie meines (wie du hier nachlesen kanst), weil ich ganz einfach aus anderen Gründen reise und das passt natürlich nicht ins Mainstream-Prinzip der sogenannten "Influencer". Was natürlich völlig okay ist, mich dann aber irgendwann zu einem Punkt gebracht hat, an dem ich mich entscheiden musste, welchen Weg ich zukünftig gehen möchte. Deshalb hab ich mich entschieden mir selbst treu zu bleiben und da ich glücklicherweise nicht aufs Bloggergeld angewiesen bin um meine Rechnungen zu bezahlen, ging die Umsetzung dieses Entscheids auch ziemlich schnell. Mit diesem Entscheid schenke ich mir selbst wieder völlige Freiheit worüber und wie oft ich schreiben möchte.

Fokus - eine neue Perspektive
Der andere Hauptgrund ist, dass sich für mich derzeit privat, wie auch beruflich sehr viel am verändern ist. Neben meinem Hauptjob, werde ich nächstes Jahr mit dem Studium beginnen, deshalb soll meine Freizeit, insbesondere während meiner Reisen auch Freizeit bleiben, das ist mir für meinen Ausgleich und mein Wohlbefinden wichtig. Meinen Hauptfokus werde ich deshalb in Zukunft auf meine neue berufliche Richtung setzen, die sich um positive Psychologie, ganzheitliches Wohlbefinden und eine achtsame Lebensweise drehen wird und über die ich ab nächstem Jahr auf www.nicoleardin.ch berichten werde.

Netter Nebeneffekt - Asocial Media sein
Als netter Nebeneffekt meines Entscheides reise ich seit August diesen Jahres ohne Zwang auf Social Media präsent sein zu müssen. Tatsächlich war ich ab da nur noch sehr selten Online in mienem Urlaub und das war verdammt schön. Kein Followerzwang und einfach mal für sich sein - fernab der ständigen Erreichbarkeit. Natürlich wird es auch in Zukunft ab und an mal Fotos meiner Reisen geben, doch dann eben nur noch weil ich gerade Lust drauf habe, weil es passt und nicht, weil ich muss.

Wie sehen meine Reiseberichte in Zukunft aus? 
Ich reise nach wie vor gerne und werde auch in Zukunft über einiges berichten, was mir auf meinen Reisen begegnet - aber das eben nur noch rein privat, aus Spass am Teilen und sich mit Gleichgesinnten austauschen. Da ich dabei bin mein Projekt #langsamERleben in die Wege zu leiten, bei dem es um Achtsamkeit im Alltag und Wohlbefinden gehen wird, werde ich dies auch hier auf dem Blog praktizieren und langsamer Reisen. Nicht so viele Orte, dafür mehr geniessen und erfahren – mehr in die Kultur und Geschichte des Ortes eintauchen.

Ich wünsche dir einen zauberhaften Start ins Wochenende.

Stay weird. Stay wild.
Nicky

1 Kommentar:

  1. Liebe Nicole,
    ich kann Dich sehr gut verstehen! Und, ich bin aber auch froh, daß Du und Dein schöner BLog uns erhalten bleiben werden und wir in Zukunft von Deinen Reiseerlbenissen erfahrren dürfen! LangsamErleben ... das gefällt mir, ich nenne es gern ENTSCHLEUNIGEN ;O) Followerzahlen und Klicks sind oberflächlich, die netten Kontakte , die hier entstehen, zählen ;O) Ein lieb und echt gemeinter Kommentar ist mir auch lieber als 1000 Likes auf irgendwelchen Kanälen ;O)
    Ich wünsche Dir einen guten Start in eine zauberhafte neue Woche!
    ♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥

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