Ihr Lieben,

Das Jahr ist fast zu Ende und somit auch mein erstes bewusst gelebtes konsmbewusstes Jahr. Was habe ich dabei erlebt, was viel mir leicht, was eher schwer? Was hat gar nicht funktioniert? Nun, ich muss gestehen, dass ab Sommer 2018 mein Leben ganz schön aus den Fugen geraten ist, ab da war ich ehrlich gesagt mit vielen anderen Dingen beschäftigt, nur nicht mit dem Thema Konsumbewusstsein. Obwohl, so ganz stimmt das auch wieder nicht, denn ich habe im ersten Halbjahr ziemlich viel in meinen Alltag integriert, was ich auch im zweiten Halbjahr relativ Mühelos umgesetzt habe.

Achtsamkeit auch beim Konsumthema
Seit Ende Oktober besuche ich einen MBSR-Kurs nach Jon Kabat-Zinn, einem  Professor der University of Massachusetts, der sich schon seit vielen Jahren mit dem Thema der Achtsamkeit auseinandersetzt und eben der Gründer der Mindfulness based stress reduction, was soviel heisst wie Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion. Da lerne ich nicht nur verschiedene Meditations - und Yogatechniken, sondern eben auch mehr Achtsamkeit ins alltägliche Leben zu bringen. Diese Achtsamkeit lässt sich unter anderem natürlich auch sehr gut aufs Thema Konsumbewusstsein übertragen und das klappt mittlerweile in vielen Alltagssituationen schon recht gut. Über meine Fortschritte und Erfahrungen bezüglich Kurs berichte ich übrigens auf meiner Webseite www.nicoleardin.ch

Made ins plastic - it's fantastic?
Das Problem mit dem Plastik, na ja, daran habe ich nach wie vor gan schön zu beissen. Aber und das ist ja schon mal ein Anfang, ich verwende für den Kauf von Gemüse und Obst ausschliesslich meine wiederverwendbaren Beutel, was den Rest des Einkaufs angeht, wenn möglich natürlich unschädlich für die Umwelt, aber das ist eben noch ganz schön schwierig zum Teil. Auch bei Pflegeprodukten und Kosmetik achte ich auch möglichst auf wiederverwendbare Verpackung, allerdings wird das oft ganz schön teuer. Ich versuche also so sparsam wie möglich zu sein und versuche ausserdem mit selbstgemachter Pflege ein wenig Ausgleich zu schaffen.


Meine Anfangsliste 2018:
  • Keine neuen Dekoartikel kaufen: Das hat sehr gut funktioniert, hat mir praktisch überhaupt nicht gefehlt
  • Keine Plastiksäcke: Konnte ich ganz gut umsetzen
  • Plastik allgemein: siehe Text oben, es ist ein Prozess, ich konnte aber schon einiges umsetzen
  • Kleider: auch das fiel mir nicht besonders schwer, ich habe dieses Jahr nicht viel gekauft und darauf geachtet, dass ich es nur kaufe, wenn es wirklich nötig war
  • Mehr Selbstgemachtes: Das hat definitiv noch grosses Verbesserungspotential und eigentlich möchte ich grösstenteils der nicht vorhandenen Zeit die Schuld in die Schuhe schieben. Aber ja, ich hätte das eine oder andere Mal bestimmt meine Zeit besser planen können. Was mir schon immer sehr wichtig war, war das Kochen. Bei uns wurde schon immer viel Wert auf frisch Gekochtes gelegt, auch das braucht Zeit und ist ja auch eine Art "selbstgemacht", wenn man so will.
  • Weniger Zucker: Das hat mässig geklappt, eine Weile ging es problemlos und dann auf einmal hatte ich richtig das Gefühl, dass ein absoluter Mangel besteht. Das Thema werde ich im kommenden Jahr auf jeden Fall nochmals aufgreifen

Im Grossen uns Ganzen bin ich ganz zufrieden mit dem Ergebnis. Sich hier zu sehr unter Druck zu setzen wäre wohl eher kontraproduktiv und ich möchte ja auch in Zukunft Spass dran haben noch mehr umzusetzen. Auch im 2019 werde ich mich weiterhin mit dem Thema befassen und versuchen Neues umzusetzern, aber natürlich auch beizubehalten, was ich mich in diesem Jahr schon erarbeitet habe. Wie sieht es bei dir aus? Hast du dir schon mal Gedanken über dein Konsumverhalten gemacht, vielleicht schon mal was daran geändert?

Euch allen wünsche ich eine zauberhafte Restwoche.

Stay weird. Stay wild.
Nicky


Weitere Artikel zum Thema:

Viel Zeit ist vergangen, seitdem ich diesen Blog ins Leben gerufen habe. Davor führte ich ihn schon unter dem Namen Both Sides of Life, später unter Woman Up - bis dann feststand, dass Ard de vivre der perfekte Name für diesen Ort sein würde. Auch heute passt er noch wunderbar und ja, das Schreiben ist nach wie vor ein wichtiger Bestandteil meines Lebens.

Nachdem ich fast fünf Jahre als Reisebloggerin tätig war, davon etwa drei Jahre Nebenberuflich, hat sich in der Zwischenzeit allerdings einiges in meinem Bloggeralltag geändert. So habe ich schon im März angekündigt, meinen Blog künftig nur noch rein privat zu führen. Mittlerweile ist somit auch die Kooperationsseite des Blogs weggefallen, was Unternehmen bisher allerdings nicht daran gehindert hat mir immer wieder Kooperationsanfragen für alles mögliche zu schicken - doch das ist ein anderes Thema.

Gründe, nicht als Reisebloggerin zu arbeiten
Natürlich hatte ich meine Gründe zu dieser Entscheidung, wovon einer schlichtweg war, dass mir die Bloggerszene, insbesondere die Reisebloggerszene schon seit längerem zu oberflächlich wurde. Okay, zugegeben, vieles hier im Netz ist oberflächlich, erst recht wenn es ums Geld geht und das weiss ich natürlich nicht erst seit meiner Ausbildung im Bereich Online und Social Media Marketing. Wobei diese mir sicher noch einen viel tieferen Einblick in das ganze Geschehen gegeben hat und dafür bin ich dankbar. Auf der anderen Seite wurde mir aber auch bewusst, dass mich Followerzahlen und Klicks einen Dreck interessieren und dass gerade im Bereich Reisen das Ländersammelvirus hoch im Kurs steht. Dieses Ländersammel-Statussymbol-Dings war noch nie meines (wie du hier nachlesen kanst), weil ich ganz einfach aus anderen Gründen reise und das passt natürlich nicht ins Mainstream-Prinzip der sogenannten "Influencer". Was natürlich völlig okay ist, mich dann aber irgendwann zu einem Punkt gebracht hat, an dem ich mich entscheiden musste, welchen Weg ich zukünftig gehen möchte. Deshalb hab ich mich entschieden mir selbst treu zu bleiben und da ich glücklicherweise nicht aufs Bloggergeld angewiesen bin um meine Rechnungen zu bezahlen, ging die Umsetzung dieses Entscheids auch ziemlich schnell. Mit diesem Entscheid schenke ich mir selbst wieder völlige Freiheit worüber und wie oft ich schreiben möchte.

Fokus - eine neue Perspektive
Der andere Hauptgrund ist, dass sich für mich derzeit privat, wie auch beruflich sehr viel am verändern ist. Neben meinem Hauptjob, werde ich nächstes Jahr mit dem Studium beginnen, deshalb soll meine Freizeit, insbesondere während meiner Reisen auch Freizeit bleiben, das ist mir für meinen Ausgleich und mein Wohlbefinden wichtig. Meinen Hauptfokus werde ich deshalb in Zukunft auf meine neue berufliche Richtung setzen, die sich um positive Psychologie, ganzheitliches Wohlbefinden und eine achtsame Lebensweise drehen wird und über die ich ab nächstem Jahr auf www.nicoleardin.ch berichten werde.

Netter Nebeneffekt - Asocial Media sein
Als netter Nebeneffekt meines Entscheides reise ich seit August diesen Jahres ohne Zwang auf Social Media präsent sein zu müssen. Tatsächlich war ich ab da nur noch sehr selten Online in mienem Urlaub und das war verdammt schön. Kein Followerzwang und einfach mal für sich sein - fernab der ständigen Erreichbarkeit. Natürlich wird es auch in Zukunft ab und an mal Fotos meiner Reisen geben, doch dann eben nur noch weil ich gerade Lust drauf habe, weil es passt und nicht, weil ich muss.

Wie sehen meine Reiseberichte in Zukunft aus? 
Ich reise nach wie vor gerne und werde auch in Zukunft über einiges berichten, was mir auf meinen Reisen begegnet - aber das eben nur noch rein privat, aus Spass am Teilen und sich mit Gleichgesinnten austauschen. Da ich dabei bin mein Projekt #langsamERleben in die Wege zu leiten, bei dem es um Achtsamkeit im Alltag und Wohlbefinden gehen wird, werde ich dies auch hier auf dem Blog praktizieren und langsamer Reisen. Nicht so viele Orte, dafür mehr geniessen und erfahren – mehr in die Kultur und Geschichte des Ortes eintauchen.

Ich wünsche dir einen zauberhaften Start ins Wochenende.

Stay weird. Stay wild.
Nicky

«Ich war noch nicht überall, aber es steht auf meiner Liste»

Tatsächlich? Ne, auf meiner Liste steht nicht jedes Land. Auch wenn jeder Ort bestimmt spannendes zu bieten hat, habe ich schlichtweg keine Lust überall hinzufahren – muss ich zum Glück aber auch nicht. Den oben erwähnten Satz hört man trotzdem immer öfter. Dieser Ländersammelvirus ist zu einem regelrechten Statussymbol geworden – je mehr Länder man in möglichst jungen Jahren schon "in der Tasche hat", umso cooler ist man. Ehrlich jetzt? Gibt’s dafür ‘nen Orden?

Ich bin ehrlich, ich verstehen den Reiz dabei nicht ganz. Nein, ich muss mich anders ausdrücken, den Reiz zu reisen, Neues zu erfahren und den eigenen Horizont zu erweitern verstehe ich voll und ganz. Aber ist das denn tatsächlich der Fall, wenn man jedes Land der Erde mal kurz berührt hat? Denn wirklich erleben kann man einen Ort in nur 48 Stunden, meiner bescheidenen Meinung nach, nicht. Das ist dann wohl eher das berühmte Kratzen an der Oberfläche, mehr nicht. Was genau ist daran der Reiz? Vielleicht ein erstes Beschnuppern und wenn’s einem gefällt fährt man nochmal hin? Gut mögilch, denn die vorhandene Zeit ist zugegebenermassen manchmal schon sehr begrenzt. Trotzdem so wirklich prickelnd finde ich die Vorstellung nicht, denn wann immer ich nur kurz an einem Ort bin, empfinde ich die Reise nie als besonders befriedigend. Aber vielleicht brauche ich persönlich auch einfach etwas länger um wirklich an einem Ort anzukommen, womöglich gelingt das anderen auf Anhieb.

NACHHALTIGER TOURISMUS
Ausserdem habe ich da noch ein anderes Anliegen während meiner Reisen. Respekt für Mensch und Natur sind mir wichtig, auch während ich die Welt erkunde und wie wir alle wissen, kann unüberlegtes Reisen auch ganz schön viel Schaden anrichten. 

Was Slow travel für mich bedeutet:
  • Sich mehr Zeit nehmen einen Ort zu erkunden
  • Bewusster planen, wie der Ort erkundet werden soll (möglichst umweltschonend)
  • Fernab der Massen reisen, Lokale Unternehmen unterstützen
  • Sich Zeit nehmen um Land und Kultur zu erfahren

Deshalb habe ich für mich beschlossen in Zukunft bewusster mit dem Thema umzugehen, und weniger oft, dafür aber langsamer und intensiver zu reisen. Für mich ist das sozusagen der Schritt ins nächste Level "Reisen mit allen Sinnen". In meinem Artikel Reist du noch oder erlebst du schon hatte ich das Thema schon mal kurz angsprochen und nachdem ich dieses Jahr viel öfter in den Flieger gestiegen bin, als ich eigentlich gerne wollte, will ich künftig bewusster reisen. Wie ich das bewerkstelligen werde und wie leicht oder vielleicht auch schwer es mir fallen wird, darüber werde auf dem Blog berichten.

Vielleicht möchtet ihr miche in Stück weit begleiten und wir können voneinander lernen?

Zauberhafte Grüsse
Nicky

Bildquelle

Die Magie des Herbstes hält langsam aber sicher Einzug. Die Nächte werden kühler und Morgens hängt dichter Nebel über dem Boden. Nach und nach verfärben sich auch die Blätter  - die Natur wird noch einmal so richtig bunt, bevor sie sich gänzlich in Grautöne hüllt.

Ich liebe diese erdige, etwas schwerere Stimmung und fühle mich wohl und geborgen in ihr. Zumindest solange bis es derart kalt wird, dass die Kälte so richtig tief in die Knochen dringt. Doch im Moment ist es ganz einfach noch genau richtig. Das geniesse ich schon früh morgens, wenn ich noch im Bett liege, eingehüllt in meine warme Decke und nur meine Nase die Kälte spürt, die durchs halboffene Fenster dringt. Später, auf dem Weg zur Arbeit, entdecke ich die Schönheit der Natur jeden Tag aufs Neue. Mit etwas Glück begrüsst mich Familie Schwan mit ihrem Kleinen und etwas weiter begrüsse ich den Holunder, der meist unscheinbar am Wegesrand steht - ausgenommen während seiner Blühte- und Früchtezeit, wenn er mit Duft und Farben die Blicke auf sich zieht. Warum begrüsst die den Holunderbusch, fragt ihr euch?

Der Holunder (auch Holler, Hollerbusch oder Holder) gilt im deutschsprachigen Raum, aber zum Beispiel auch in England seit jeher als heiliger Baum. Sein Name leitet sich vom althochdeutschen Holuntar bzw. Holun ab und bedeutet soviel wie hohl, heilig, günstig, gnädig. Noch heute kennen wir den Begriff hold, besonders im Zusammenhang mit holde Maid und meinen damit eine hübsch, liebliche, wohlgesinnte junge Frau. Wer unter dem Holunder Platz nimmt, so sagt man, könne ganz leicht in die Anderswelt reisen und mit Naturwesen sprechen. Er ist sozusagen ein Tor zur Anderswelt. Doch warum schreibt man gerade dem Holunder diese Macht zu, warum gilt er als heilig?
Bildquelle
Er ist der Baum der Frau Holle, die weit mehr ist als die  weitläufig bekannte Märchen- und Sagenfigur.  Sie ist die Erdgöttin, die in mancher Gestalt erscheint. Oft wird sie als altes Weib mit langen Zähnen beschrieben, die etwas gfürchig (unheimlich) aussieht. Im Märchen ist sie es, die über das Wetter entscheidet, aber auch sie entscheidet, ob der Mensch, der in die Unterwelt gelangt, auch wieder ins Diesseits zurückkehren darf. Sie gilt somit als Wächterin über Leben und Sterben. Sie gibt die Samen frei, die wachsen und gedeihen und nimmt die Toten wieder zurück in ihr Reich. So glaubten die Kelten und Germanen, dass im Hollerbusch die Hollermutter (engl. Elder Mother), als guter Geist wohnt, der negative Energien bannen konnte. Aus diesem Grund galt es dem Holunder immer mit sehr viel Respekt gegenüberzutreren. Den Holunder einfach so zu schneiden galt als Unheilbringend. So besagt ein alter Spruch: "willst du aus dem Leben scheiden, sollst du den Holunder schneiden". Wer das Holz des Holunders verwenden wollte, der hatte Mutter Holunder erst darum zu bitten. Eine alte Bitte lautet daher: "Frau Holder gib mir was von deinem Holz, dann will ich dir von meinem auch was geben, wenn es wächst im Walde."

NATÜRLICH GESUND
Doch nicht nur mythologisch, sondern auch in der phytotherapie ist der Holunder (Schwarzer Holunder, lat. Sambucus nigra) ein wertvoller Verbündeter. Die schweisstreibenden, fiebersenkenden und schleimlösenden Holunderblüten gelten schon seit Jahrhunderten als Allheilmittel. Das ätherische Öl der Holunderblüten wirkt entzündungshemmend und immunstimulierend.

Aber auch seine Beeren sind u.a. reich an Vitamin C, welches das Immunsystem Stärkt und wertvoll für den Stoffwechsel ist. Sie helfen dem Körper nicht nur den Cholesterinspiegel zu senken, sondern auch Eisen besser aufzunehmen. Ausserdem enthält ihr Saft einen hohen Anteil an Gerbstoffen. Doch Vorsicht rohe Holunderbeeren wirken nicht nur leicht abführend, sie sind auch giftig.

Jeden Morgen, wenn ich am Holunder vorbeigehe, halte ich einen kurzen Moment inne und erinnere mich an all die alten Überlieferungen. Mit der dunklen Jahreszeit beginnt auch wieder die Zeit, in der wir uns vor dem warmen Kaminfeuer Märchen, alte Sagen und Legenden erzählen und dabei, wer weiss, sogar noch das eine oder andere lernen können. Witeres zur Verwendung des Holunder, sowie genaue Rezepturen finden sich u.a. auf folgender Seite: heilkräuter.de/Holunder

Ihr Lieben, isch wünsche euch einen zauberhaften Start in die neue Woche. :)


Herbstgrüsse vom Holunder

by on Oktober 01, 2018
Bildquelle Die Magie des Herbstes hält langsam aber sicher Einzug. Die Nächte werden kühler und Morgens hängt dichter Nebel über dem...

Nachdem ich irgendwie weg war, bin ich mittlerweile irgendwie zurück. Na ja, noch nicht ganz, denn diese Woche feiere ich meinen 30. Geburtstag und da werde ich nochmals für ein paar Tage  abtauchen, geniessen, feiern und was man sonst noch so alles macht. Reisen zum Beispiel, denn ich werde meinen Geburtstag an einem meiner liebsten Orte verbringen - in Schottland.

Ja, ich bin ein Mabon-Kind, weshalb ich mich zur Herbstzeit vermutlich so pudelwohl fühle. Na gut, auch den Frühling mag ich sehr gerne, aber der Herbst gefällt mir einfach noch eine Spur besser. Jetzt, das heisst nur wenige Tage vor der Abreise, spüre ich die ganz besondere Atmosphäre Mabons, des alten Erntedankfestes. Denn nebst der grossen Vorfreude auf unseren Ausflug, fühle vor allem auch eine unglaubliche Dankbarkeit. Auch wenn noch nicht in ganz allen Bereichen alles so läuft, wie ich es mir wünsche, scheinen diese Sorgen seit ein paar Tagen völlig in den Hitergrund zu rücken. Anderes ist wichtiger, die bevorstehende Zeit mit meinen Lieben, gemeinsame Momente, das ist jetzt alles was zählt. Alles andere, wird sich dann früher oder später schon iregendwie einfügen.

Wer jetzt nicht wissen sollte was denn Mabon eigentlich ist und um was es da geht, bei der Frau Birkenbaum gibt es einen ganz zauberhaften Artikel dazu: Herbst- Tagundnachtgleiche: Alte Rituale und Bräuche.


Ihr Lieben, bis ganz bald und bis dahin wünsche ich euch eine ganz zauberhafte Mabon-Zeit mit vielen wunderbaren Herbstfarben.

Eure Nicky







So, das war’s – ich verabschiede mich. Nein, nicht für immer, ihr kennt mich doch. Ohne schreiben kann ich nicht. Aber ich werde mich eine Weile aus den Weiten des Internetzes zurückziehen, erlaube mir auf Instagram vielleicht noch das eine oder andere, spontane Foto zu posten. Ansonsten nutze ich die Zeit um in mich zu kehren, zu wachsen und mit neuen Projekten erst mal schwanger zu gehen, bevor sie ausgereift im Aussen bestehen können. In dieser Zeit werde ich dann wohl ganz oldschool mit Stift und Papier zu Gange sein und das aufschreiben, was mir so tagtäglich durch den Kopf schwirrt, das will schliesslich nach wie vor raus. Wie lange ich abwesend sein werde? Das weiss ich noch gar nicht so genau. Vielleicht bin ich schneller zurück als erwartet, vielleicht brauche ich aber auch mehr Zeit für mich, als bisher angenommen. Auf jeaden Fall werde ich erst dann zurückkehren, wenn das Bauchgefühl stimmt.

Bis dahin wünsche ich euch alles Gute und eine zauberhafte Zeit.


Eure Nicky

Irgendwie weg

by on August 14, 2018
So, das war’s – ich verabschiede mich. Nein, nicht für immer, ihr kennt mich doch. Ohne schreiben kann ich nicht. Aber ich werde mic...

"Du kannst die Wellen nicht stoppen, aber du kannst lernen zu surfen." - Jon Kabat-Zinn

Uuuuh, da bin ich mit meinem 3-Monats-Beitrag aber ganz schön hinterher. Ihr mögt es mir verzeihen, denn zwichen Schmelzhitze-Müdigkeitsmodus und Beschreiten eines für mich völlig neuen Weges hat mir schlichtweg die Energie gefehlt. Kurz gesagt: Ich hatte keinen Bock zum bloggen ... ja, das gibt es ab und an auch mal. Aber zum Glück darf ich nur, und muss nicht - das ist schön.

Was mir in den ersten drei Monaten noch äusserst leicht fiel, empfand ich in den vergangenen Monaten als sehr schwierig. Vor allem mit dem Plastik tue ich mich noch sehr schwer, was mich ehrlich gesagt ziemlich nervt, denn ich weiss, dass ich mehr machen könnte als ich im moment umsetze. Na gut, es nützt nichts mich darüber zu beschweren, das ist auf jeden Fall noch ein grosser Punkt auf meiner Liste, den ich früher oder später umsetzen werde - nur halt nicht ganz so rasch, wie ich es mir vorgestellt hatte. Aber wie heisst es so schön, alles zu seiner Zeit.

Der Umgang mit der Zuckerreduktion schwankt ein wenig, mal fällt es mir besonders leicht, dann merke ich, wie es schwerer fällt. Aber wenn ich mich da bewusst hinterfrage und danach handle, klappt es schon ganz gut.

NEUE INSPIRATIONEN ZUM THEMA BEWUSST UND KONSUMBEWUSST LEBEN
Dafür habe ich mich während der vergangenen Montate dazu entschlossen in Zukunft bewusster zu reisen. Also die Anzahl meiner Reisen (vor allem Flugreisen) zu reduzieren, dafür aber Orte besuche, die es mir erlauben (konsum)bewusster zu sein. Die Umsetzung ab nächstem Jahr steckt gerade ind er Anfangsphase der Planung. Drauf gekommen bin ich ganz einfach wiel ich dieses Jahr für meine Verhältnisse wirklich viel fliege (10x) und das eigentlich gar nicht möchte - obschon ich mich selbstverständlich auf jede dieser Reisen freue, dennoch möchte ich das in Zukunft bewusster planen und umsetzen. Dazu werde ich euch aber noch einen separaten, ausführlicheren Artikel schreiben.

PROJEKT: #LANGSAMERLEBEN
Ausserdem habe ich beschlossen langsamer zu leben. Ja, richti gelesen, ich will meinen Alltag langsamer gestalten, bewusster das geniessen was mir wichtig ist und dazu gehört für mich auch mein Leben, soweit es geht, zu entschleunigen.Unter dem Projekt LangsamERleben bin ich gerade dabei etwas Neues aufzustellen. Bis ich da etwas weiter bin gibt es schon mal Bilder und Text auf Instagram unter #langsamERleben. Vielleicht magst du ja mal vorbeischauen?

Ich wünsche dir eine zauberhafte Woche. 

WAS TRÄUME UNS SAGEN WOLLEN
Seltsam, solche Träume wie ich sie derzeit erlebe, habe ich normalerweise eher zur Herbstzeit. Überhaupt ist auch der von mir gewählte Titel etwas, was sich eher im Herbst oder Winter in meine Gedanken schleicht. So wie es aussieht, herrscht in meinem Inneren gerde mehr Herbst- als Sommerstimmung. Nun gut, man arbeitet mit dem was einem gegeben wird, nicht wahr. Schliesslich sind wir flexibel. ;)

Meine Träume sind und waren schon immer gute und wertvolle Wegweiser meines Lebens. Deren Symbolik fasziniert mich schon seit langem. In manchen Fällen bestätigen sie auch einfach nur, was ich intuitiv schon längst weiss, aber noch versuche zu verdrängen. Doch bis heute sind sie immer ein treuer Ratgeber und Wahrheitssprecher meines Unterbewusstseins.

REISE IN DIE INNEREN WELTEN 
Vor zwei Nächten hatte ich wieder einen seltsamen Traum, diesmal blieb er mir nach dem Aufwachsen jedoch noch lange sehr präsent. Für mich ein Zeichen, dass ich nochmals einen genaueren Blick darauf werfen sollte. Gesagt, getan.

Ich besuchte einen Friedhof, den ich durch meine Träume gut kannte, in der diesseitigen Welt jedoch noch nie besucht habe, oder gar weiss, ob er in dieser Form tatsächlich existiert. Ich fühlte mich, wie immer an diesem Ort, seher geerdet, aber nicht traurig, sondern geborgen und fröhlich. Da war noch jemand Anderes, ein Mann. Er nahm meine Hand und begann mit mir zu tanzen.

DER FRIEDHOF ALS SYMBOL
Der Friedhof als Symbol in Träumen kann vieles bedeuten und kann für Ungeübte schon mal eine kleine Herausforderung darstellen. Je nachdem in welchem Zusammenhang dieser im Truam erscheint und welche Handlung sich abspielt, steht er für verschiedenes. In diesem Fall war es ein schlichtes Betreten des Friedhofs, meine Gefühle waren positiv und leicht.

Das Betreten eines Friedhofs symbolisiert die Beschäftigung mit der Vergangenheit, oder wir wollen etwas begraben, wovon wir uns befreien möchten. Etwas, was uns immernoch anhaftet und beschäftigt, obwohl es in unserer Zukunft keinen Platz hat und wir es gerne hinter uns lassen möchten. Hier stelt sich die Frage, was will ich hinter mir lassen?

Gleichzeitig ist der Friedhof aber auch ein Ort, zu dem man sich begibt bei Lebenskonflikten. Wenn man man alleine nicht mehr weiter weiss. Unsere Vorfahren hatten einen starken Ahnenglauben, wenn sie alleine nicht mehr weiter wussten, dann suchten sie Orte auf um ihre Ahnen um Hilfe zu bitten. Der Friedhof kann ein solcher Ort sein.

DER TANZ ALS SYMBOL
Das Symbol des Tanzes ist ein uraltes. Bei unseren Vorfahren war der Tanz nicht nur Ausdruck der Freude und Unbeschwertheit, er war auch ein zentraler Bestandteil zeremonieller Handlungen. Durch ihn verbanden sie sich mit dem Rhytmus der Erde - es war ein regelrechtes einstimmen auf den Urrhytmus und ein Verschmelzen mit allem was war, ist und sein wird. Der Tanz hat also einerseits etwas sehr Befreiendes an sich, andererseits aber auch etwas sehr Ursprüngliches und Wildes.

WAS DAS FÜR MEINE AKTUELLE SITUATION BEDEUTET
Dieser Traum hat mir im Grunde genommen nur nochmals symbolisch vor Augen geführt, was ich längst weiss. Ich darf und muss meiner Inituition endlich vertrauen und meinen Weg einschlagen, auch wenn ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht genau sehen kann, wo er mich hinführen wird. Dieses loslassen und darauf vertrauen, dass schon alles seinen Lauf nehmen wird, fällt mir im Moment extrem schwer. Da ich mich schon vor langer Zeit meiner Wilden Weiblichkeit verschrieben habe, bin ich dabei den für mich bestimmten Weg zu gehen. Ich glaube, dass ich gerade einfach getestet werde, ob ich diesen völlig neuen Weg tatsächlich will und wie viel ich dafür bereit bin zu tun. Im Moment jedoch ist jeder einzelne Schritt eine echte Mutprobe. Ja, auch das ist eine Seite des eigenen, selbstbestimmten Lebens.


WILDE WEIBLICHKEIT - ES IST NICHT IMMER EINFACH

Wenn wir von Wilder Weiblichkeit sprechen, dann meist im Zusammenhang mit Selbstliebe, einem selbstbestimmten Leben und Freiheit. Oft scheint es so, als wäre dieser Weg der heilige Gral, der alles besser macht und ja, seine eigene wilde Weiblichkeit zu leben ist ein unglaublich starker, wie ich finde, erfüllender Weg. Er ist auf jedenfall gehenswert und verbunden mit vielen wertvollen Erfahrungen. Aber nicht immer sind diese einfach zu meistern. Wilde Weiblichkeit heisst auch erbarmuslos ehrlich zu sich selbst zu sein, nicht unbedingt wertend, aber ehrlich und das wiederum bedeutet, dass wir uns unseren Ängsten stellen sollten, die uns zurückhalten und blockieren.

VERTRAUEN FINDEN  - DER INTUITION FOLGEN
Für mich persönlich bedeutet das Vertrauen zu fassen in meinen persönlichen Weg und zwar auch dann, wenn ich noch nicht das ganze Bild vor mir sehen kann. Auch dann, wenn ich noch nicht weiss wie der übernächste Schritt aussehen soll.

Die Wahrheit ist, ich kann mich nicht mehr verstellen - ich will auch gar nicht mehr. Meine Seele schreit so laut nach einem Weg, vor dem ich mich unheimlich fürchte, dass ich dennoch nicht anders kann, als zu vertauen und diesem zu folgen. Nicht wissend, wie ich das alles mit dem normalen Alltag bewerkstelligen soll. Ich möchte mich gerne brav anpassen, denn es wär alles so viel leichter, aber ich kann schlichtweg nicht (mehr). Das ist wohl der Preis dafür ein wildes, weibliches Leben führen zu können. Über seinen Schatten zu springen, seiner Intuition zu vertrauen und geschen lassen.



Krafttanken inmitten einer Metropole
Inmitten des Gewusels dieser einzigartigen Stadt gibt es einen Ort, der nicht nur so aussieht, als wäre er aus dem Kopf Tim Burtons entsprungen, sondern auch ruhig und entspannend ist, sodass man kaum glauben kann, dass er sich inmitten einer Grossstadt befindet. Überhaupt hat London ein paar wahrlich schöne Grünflächen. Eine der berühmtesten und zugleich grössten ist wohl der Hyde Park. Aber auch kleine Parks wie der Russel Square, indem sich die Kunststudenten regelmässig treffen, ist durchaus einen Besuch wert.

Der Highgate Friedhof 
Highgate befindet sich im Stadtbezirk Camden im Norden Londons und gleich oberhalb des Stadtzentrums. Vom British Museum aus sind es mit der Tube (so wird die Untergrundbahn Londons genannt) von der Haltestelle Russel Square (Blue Line) nur etwa zehn Minuten bis zur Kings Cross und von dort aus in Richtung High Barnet (Black Line) bis zur Archway Haltestelle. Danach ist es ein angenehmer zehn Minuten Spaziergang durch den Waterlow Park, der übrigens auch ganz bezaubernd ist und sich ebenso hervorragend für eine ruhige Minute eignet.

Der Friedhof besteht aus zwei Teilen, dem jüngeren, östlichen Teil und dem älteren, westlichen Teil, welcher nur geführt besichtigt werden kann. Mit einem Eintrittspreis für £8 kann man den östlichen Teil eigenständig erkunden. Wer den westlichen Teil auch sehen möchte, kann allerdings ein Ticket für £12 kaufen und hat sowohl die Tour, wie auch den Eintritt für den östlichen Teil mit inbegriffen. Ich fand die Investition hat sich allemal gelohnt.


West Cemetery 
Terry, unser Guide für den westlichen Teil der Grabstätten und der, meiner Meinung nach, so überhaupt nicht wie ein Terry aussah, sondern eher wie ein James, bewies swohl Herz wie auch Humor während der Führung. Es dauerte nicht lange, bis ich von diesem Ort genauso begeistert war wie er. Wir betraten die Egyptian Avenue, den Circle of Lebanon und die Terrace Katakomben, die ziemlich gruselig waren, vor allem nach Terry's lebhaft erzählten Geschichten.
 
 
East Cemetery
Der Ostfriedhof ist etwas weniger exzentrisch als der Westteil, aber keinesfalls weniger schön. Die meisten der alten Gräber sind von dicken Ranken umschlossen und geben dem Friedhof eine ganz besonders mystische Atmosphäre.Die berühmteste Grabstätte hier ist wohl die von Karl Marx, wobei ich gestehen muss, dass ich andere Gräber viel schöner fand als seines. Wer einen ruhigen Ort sucht um dem tosenden Lärm der Stadt zu entkommen, der wird hier auf seine Kosten kommen. Es ist herrlich durch die Natur zu gehen, dem Vogelgesang zu lauschen und, mit ein bisschen Glück, sogar einer der Nachbarschaftskatzen zu begegnen, die manchmal ganz schön frech, einige der Grabsteine für ihren Mittagsschlaf beanspruchen.

Geschichten von Geistern und Vampiren
Ich mag Friedhöfe, nicht unbedingt der Toten wegen, aber die Ruhe dort erlaubt mir meine Gedanken besonders gut zu hören. Inmitten solch friedlicher und magischer Orte sprudelt es nur so vor Geschichten in meinem Kopf und der Highate Friedhof war keine Ausnahme. Wie das Eintreten in eine andere Welt, in die Anderswelt, so kam es mir vor und wenn ich bedenke wo ich stand, ist dieser Vergleich gar nicht so weit hergeholt. Kein wunder gibt es unzählige Geistergeschichten, die sich um diesen Ort ranken. Seit den 1970er Jahren macht ausserdem das Gerücht die Runde, dass auf dem Friedhof ein echter Vampir hausen soll. Nun, begegnet bin ich ihm nicht, diesem Vampir, aber meine Fantasie hat diese Geschichte auf jeden Fall angeregt und wer weiss, vielleicht reicht diese Inspiration auch bald schon für eine kurze Geschichte.



Ihr Lieben, ich hoffe ihr hattet alle eine schöne Sommersonnenwende. Meine war überraschend ruhig aber dennoch intensiv. Ruhig deshalb, weil es mich an keines der grossen Feste mit Sonnwendfeuern gezogen hat und intensiv, weil meine Träume in letzter Zeit besonders kraftvoll sind. Sie haben viel mit dem Thema des Loslassens zu tun, wo es bei mir, an der ein oder anderen Stelle, noch ganz schön hapert. Vor ein paar Wochen stiess ich auf folgenden Satz:

"Einen Weg gehen, heisst, andere Wege aufgeben."

Wie wahr! Doch wie so oft, ist es einfacher gesagt als getan. Ich möchte mich aus den alten Fesseln lösen, doch die Angst hat leider noch viel zu oft die Überhand. Ist die Illusion eines geradlinig verlaufenden, sicheren Lebens doch so verführerisch. Diesen vermeitlich sicheren Weg aufzugeben macht mir angst, auch wenn ich rein kopftechnisch schon längst weiss, dass es eben nur eine Illusion ist.

Selbstbestimmt zu leben heisst oft auch unangenehmes zu wagen um für sich selbst einzustehen. Nur so können wir wahrhaft authentisch sein. Ich weiss also, dass ich diesen nächsten Schritt wagen muss, mir zuliebe. Mittlerweile steht immerhin schon mal fest, ich bin an der Schule aufgenommen, der Vertrag ist unterschrieben und nächstes Jahr geht es los. Drei Jahre Studium, drei Jahre Wachstum. Nach über zehn Jahren in einem Bereich, der mir nie besonders lag, wurde das höchste Zeit. Den ersten Schritt habe ich schon hinter mir und doch fällt mir der nächste extrem schwer.

Nun ist dieser gefürchtete zweite Schritt im Grunde genommen nichts anderes als mir selbst mehr Zeit einzuräumen für das, was mir wirklich wichtig ist. Ich möchte soviel meiner Energie wie möglich auf die Zukunft richtigen, auf das, worin ich einen Sinn erkenne und nicht auf das, was in meiner Vergangenheit liegt und ich keine Zukunft sehe.

Für mich ist es ein echter Kraftakt meinen Energiehaushalt auszugleichen, mich jeden Tag zu motivieren und positiv zu bleiben. Manchmal fällt es mich relativ leicht, an anderen Tagen glaube ich es kaum mehr zu schaffen. Die Frage ist aber: Schaffe ich es duchzuhalten bis ich in vier Jahren meinen Abschluss habe? Schaffe ich es überhaupt noch ein Jahr durchzuhalten, bis meine Ausbildung beginnt? Es muss und das macht mir angst, vor allem weil es mir noch so unheimlich lange vorkommt. Vielleicht aber werde ich in ein paar Jahren auf diese Zeit zurückblicken und feststellen, dass es genau diese Erfahrungen gebraucht hat. Das zumindest wünsche ich mir.

Ihr Lieben, in solchen Lebenphasen bin ich dankbar, dass ich soviel Positives in meinem Leben erkennen kann. Ich weiss, das ist nicht selbstverständlich und ich weiss auch wie es sich anfühlt, wenn es eben anders ist und man beim besten Willen nicht mehr positiv bleiben kann. Vor drei Jahren sass ich selbst in einem dieser sogenannten Löcher (Artikel: Manchmal ist es eben einfach genug) - es war nicht lustig und es hat sehr viel Arbeit gebraucht um gestärkt aus dieser Krise herauszutreten. Damals habe ich mir selbst versprochen mich nie mehr so im Stich zu lassen und seither halte ich mein Versprechen (Ich erlaube mir ganz bewusst, mein Glück anzuziehen). Wenn es nicht meht geht, wenn es einfach genug ist, dann höre ich auf mich, stehe für mich selbst ein und suche nach einer Lösung. Genaus das mache ich jetzt, auch wenn es Überwindung und Mut braucht. Alles was in meiner Macht steht, und mag es ein noch so kleiner Schritt in die richtige Richtung sein, werde ich tun und wer weiss, vielleicht muss ich keine vier Jahre durchhalten, bis zumindest die Windrichtung stimmt.

Habt alle einen zauberhaften Abend!

"Aus der Stille werden die wahrhaft großen Dinge geboren." 
- Thomas Carlyle

In unserer schnelllebigen Zeit ist es nicht immer einfach sich daran zu erinnern, was Stille ist oder gar wie sie sich anfühlt. Wenn wir uns dann doch mal in solch einer Situation befinden braucht man einen Moment um sich dieser Stille ganz und gar bewusst zu werden. Auf meinem Ausflug in die Wüste Erg Chebbi in der Sahara südlich von Erfoud erlebte ich einen solchen Moment.

Etwa eine Dreiviertelstunde dauerte die Reise zu den Dünen, sodass wir pünktlich zum Sonnenuntergang vor Ort waren. Was mich dort erwartet, übertraf meine Vorstellung, denn obwohl ich mir schon viele Male vorgestellt hatte, wie es sich anfühlen würde auf einer dieser Dünen zu stehen, war das tatsächliche Erlebnis noch um vieles stärker - ich war völlig überwältigt.


Wir waren knapp 20 Personen, zwei davon entschieden sich für einen Kamelritt. Da ich dieses Abenteuer jedoch schon von früheren Reisen kannte, entschied ich mich die Dünen zu Fuss zu erklimmen. Gemeinsam wanderten wir auf dem feinen Sahara Sand und obwohl wir eine beachtliche Anzahl Leute waren, hatte ich keinen Moment das Gefühl mich davon gestört zu fühlen.

Im Gegenteil, was gescha überraschte mich, denn es wurde ganz still. Als die Sonne zu sinken begann, sassen wir alle gemeinsam auf einer der Dünen und liessen den Moment auf uns einwirken. Um uns herum war es still, in mir war es ebenso still. Ich spürte den feinen Sand zwischen meinen Händen und die leichte Brise, die mein Haar zerzauste. Tief durchatmen. Ich fühlte mich frei. So frei, wie schon lange nicht mehr und  dann fühlte ich mich verbunden. Verbunden mit dem Boden unter meinen Füssen, mit der Welt und mit mir selbst.


In der Ferne konnte man die Beduinenzelte sehen, in denen man als Tourist übernachten konnte. Wir sollten diese Nacht allerdings wieder in unsere Lodge zurückkehren, das Kasbah Hotel Chergui, übrigens das beste Hotel auf unserer Reise. Mehr dazu und zum Thema Kasbahs werde ich euch in einem der nächsten Artikel erzählen.

Wenn ich jetzt, gut einen Monat nach meiner Reise, an diesen Tag zurückdenke, dann fühle ich mich für einen kurzen Moment wieder in dieses Erlebnis hinein. Dass ich durch diesen doch relativ kurzen Moment noch so lange Kraft daraus schöpfen könntem hätte ich nicht gedacht. Alles, was mir dazu noch zu sagen bleibt ist: Bucket List Moment - check!

Bildquelle
Lebst du deine wilde Weiblichkeit? Gehst du hinaus in die Welt und magst dich, als Mensch, als Frau? Ehrst du dein Mondblut? Zu diesem Beltane möchte ich dieses Thema ein wenig näher beleuchten, denn viel zu selten ehren wir uns selbst für das was wir sind - und zwar bedigungslos. Wir müssen immer dünner, dicker, grösser, kleiner, mehr oder vielleicht weniger sein. Aber was ist, wenn wir uns einfach annehmen so wie wir sind und uns genau so eigentlich ganz gut finden? Vielleicht sogar sehr gerne mögen? Ich zum Beispiel mag meine sinnliche Seite, ich bin ein absoluter Genussmensch und ich mag meine Weiblichkeit sehr gerne. Mehr noch, ich lebe sie gerne aus, was ich, zum Glück, als Naturspirituelle darf. Ich weiss, nicht in allen Lebensphilosophien ist es gern gesehen oder gar erlaubt seine Weiblichkeit zu ehren. Manchmal wird sie sogar als teuflisch, unrein, oder sündhaft angesehen. Es geht mir hier auch nicht darum jemandem etwas vorzusetzen, ich möchte lediglich dazu inspirieren sich etwas mehr mit seiner eigenen weiblichen Seite auseinanderzusetzen - jede in dem Ausmass wie es für einen stimmt.

Deine eigene Weiblichkeit erkennen
Was man unter Weiblichkeit versteht, dass muss wohl jede(r) mit sich selbst ausmachen. Ich persönlich bin kein Freund von "eine Frau hat so und so zu sein" oder "Nur dann bist du eine echte Frau" -  Götter was soll das denn bitte? Was ich persönlich hingegen ganz nützlich finde ist sich Zeit zu nehmen und sich selbst darüber klar zu werden, was wir an uns weiblich finden und diese Seite in uns zu ehren lernen. Das hat übrigens auch nichts mit "Frauen sind besser als Männer zu tun", Männer können für sich genauso herausfinden, was für sie ihre Männlichkeit ausmacht. Ich halte es schlichtweg für gesund sich mit sich selbst zu befassen, sich mit seiner Weiblichkeit auseinanderzusetzen und zu erkennen, was unser Körper täglich so alles leistet, denn das ist grandios! ich spreche hier auch nicht nur von der physischen oder sexuellen Seite, was ist mit Gefühlen, mit dem unserem Charakter, oder Talente? Worin sind wir besonders gut und würde ich das als etwas meiner weiblichen Seite zugehörig bezeichnen oder eher nicht?

Die eigene Weiblichkeit ehren
Beltane ist die Hochzeit, also die Hohe Zeit der Natur, die gefeiert wird. Mancherorts ist diese Zeit auch als Maifeiertag bekannt, in heidnischen Kreisen kennt man dazu auch den Ausdruck Beltane oder Beltaine, der aus dem keltischen Wortschatz stammt und dem keltischen Sonnengott Belenus gewidmet ist. Er bedeutet soviel wie Strahlende Sonne.

Zu diesem Fest zu dem es meiner Ansicht nach durchaus Sinnlich sein darf, gibt es viele alte Bräuche und Rituale. Besonders berühmt sind die sogenannten Lebensfeuer (auch als Mai- oder Beltanefeuer bekannt).Wer gerne mehr über die alten Bräuche erfahren möchte, dem kann ich *diesen* Artikel ans Herz legen. An dieser Stelle möchte ich allerdings nicht zu sehr beim Thema Bräuche verweilen, sondern möchte diese ganz besondere Beltane-Vibe dazu nutzen unsere Weiblichkeit mit all unseren Sinnen zu erfahren. In Form eines Tanzes vielleicht? Oder wie wäre es mir einer rituellen Körperbemalung, mit herrich leuchtenden Farben und Symbolen, die für dich eine ganz besondere Bedeutung haben - vielleicht eine weibliche Bedeutung? Nur um ein paar Beispiele zu nennen.Es gibt auch Frauen, die es mögen mit ihrem Mondblut malen, andere wiederum finden das eklig. Falls du es dir so ergehen sollte, frage dich vielleicht warum du dich so vor deinem eigenen Blut ekelst. Kannst du womöglich sogar deine Meinung darüber ändern, wenn du beginnst deine Weiblichkeit zu ehren? Natürilch soll es am Ende für dich passen. Tue das was sich für dich richtig anfühlt. Aber wage es auch an der einen oder anderen Stelle dich selbst ein wenig herauszufordern. Werde zur Entdeckerin, zur Forscherin deiner Selbst.

In diesem Sinne wünsche ich dir ein zauberhaftes, sinnliches Beltaine.

Hallo ihr Lieben,

Die Themen der Achtsamkeit und selbsbestimmten Lebenweise begleiten mich schon seit 2003. Vermutlich sogar schon etwas länger, aber in jenem Jahr hatte ich mir ein Buch gekauft, welches ich sehr gut als ausschlaggebend bezeichnen kann. Wo ich zuvor noch die Bücherregale meiner Mutter durchstöberte und alles las, was mir zum Thema Naturheilkunde, Spiritualität, aber auch zur Psychologie in die Hände fiel, hatte ich jetzt endlich mein erstes eigens gekauftes Buch in den Händen (Na ja, damals natürlich noch mit Taschengeld, aber ihr versteht schon was ich meine). 

Heute, 15 Jahre später, sind diese Tehmen in meinem Leben präsenter den je. Zu einem selbstbestimmten Leben gehört für mich auch achtsam durchs leben zu schreiten. Es bedeutet sich selbst wahrzunehmen, zu spüren, aber auch das eigene Umfeld wahrzunehmen und welcher Tag wäre wohl besser geeignet um über dieses Thema zu schreiben, als der Tag der Erde? Für euch habe ich hier ein paar Tipps zusammengetragen, die meines Erachtes sehr hilfreich dabei sind, mehr Achtsamkeit in meinen Alltag zu bringen. Ich hoffe sie mögen auch euch den achtsamen Umgang mit dem Alltag erleichtern.

Sich Zeit nehmen

Der erste wichtige Schritt für mich war es mir Zeit zu nehmen für die Achtsamkeit, denn wenn wir den lieben langen Tag nur von einem Meeting ins andere rennen, nur noch "kurz" das erledigen und, wenn man schon dabei ist, das auch gleich noch machen kann, ist der Tag um und ein achtsames Leben ganz weit weg. In Berichten aus Büchern oder dem Internet scheint Achtsamkeit im Alltag immer ganz leicht von der Hand zu fallen, dabei frage ich mich machmal schon, ob es den Autoren wirklich so einfach fällt, ob sie womöglich keine Büroarbeitszeiten haben, so wie ich sie kenne, denn ich kann euch sagen, einfach war es für mich keinesfalls, als ich mir vornahm mehr Achtsamkeit in meinen Alltag zu bringen. Aus diesem Grund habe ich mir eine einfache Methode zur Hilfe genommen.

Achtsamkeits-Apps 

Was mir persönlich beim Einhalten meiner Achtsamkeitszeit ganz besonders geholfen hat, war die Hilfe von Achtsamkeitsapps, die ich so einstellen kann, dass sie mich alle paar Stunden daran erinnert meine Achtsamkeitsübungen durchzuführen. Meine App heisst ganz einfach Achtsamkeits App und ich persönliche finde sie bisher sehr gut,  aber es gibt bestimmt auch noch andere, die sich hervorragend eignen. Wichtig ist erst mal nur, dass man die Zeit bewusst plant und einhält und dafür ist so eine App wirklich hilfreich.

Wenn mich die App während der Arbeitszeit daran erinnert tief ein- und wieder auszuatmen, so tue ich das. Manchmal fordert sie mich auch auf eine kurze, 5 Minütige Achtsamkeitsmeditation zu machen. Was ich dann tue? Ich verschwinde für 5 Minuten aufs Stille Örtchen und mache meine Übung. Das mag zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig sein, für mich hat sich diese Methode aber als sehr hilfreich herausgestellt.

Achtsame Mittagspause

Auch meine Mittagspause steht ganz unter dem Motto Achtsamkeit. Diese Zeit gehört mir allein und sollte daher nicht von Themen über die Arbeit erfüllt sein, sondern von Themen, die mir Kraft schenken und mir gut tun. Beim Essen zum Beispiel achte ich darauf, wie es riecht, wie es schmeckt und wie es sich beim essen anfühlt. Wenn mir danach noch etwas Zeit bleibt, dann gehe ich raus in die Natur und achte darauf, was ich alles entdecken und erfahren kann - ja, auch das gehört zur Achtsamkeit. Sogar auf dem Heimweg, in der Bahn oder im Bus können wir Achtsamkeit üben. Mit etwas Kreativität und Disziplin sich auch tatsächlich dafür Zeit zu nehmen, klappt das ganz gut.

Bewegung

Als jemand, der relativ rasch abglenkt wird, fällt es mir nicht immer leicht während einer stillen Meditation wirklich achtsam mit meinem Körper umzugehen. Diese Tagesform wollte ich jedoch nicht abhängig davon machen, ob ich heute meinen Körper achtsam wahrnehme oder nicht. Deshalb habe ich mich vor einer Weile dazu entschlossen wieder mit Sport zu beginnen. Seit etwa einem Jahr bin ich mittlerweile dreimal die Woche im Fitnesscenter und sorge da für einen achtsamen Umgang mit meinem Körper. Dabei geht es mir nicht darum perfekt druchtrainiert zu sein, sondern sich selbst wahrzunehmen. Was geschieht während dem Sport mit meinem Körper? Wie fühlt es sich an? Welche Übungen tun mir gut, welche vielleicht eher weniger? Wie lange halt ich durch und wo sind meine Grenzen? Schaffe ich es heute mich selbst zu übertreffen oder muss ich dem Körper etwas Ruhe gönnen?

Natürlich gibt es noch viele andere, kreative Ideen Achtsamkeit in unseren Alltag zu bringen, das waren nur einige Beispiele. Dennoch hoffe ich sie mögen euch hilfreich sein. Habt einen gemütlichen, sonnigen Sonntag, ihr Lieben.

Achtsamkeit im Alltag

by on April 22, 2018
Hallo ihr Lieben, Die Themen der Achtsamkeit und selbsbestimmten Lebenweise begleiten mich schon seit 2003. Vermutlich sogar schon etwa...

Sandig, trocken und heiss, so hatte ich mir Marokko immer vorgestellt. Trockenheit und Wüste sollten mir auf meiner Reise zwar auch begegnen, dennoch sollte ich, was das Klima Marokkos angeht, noch ganz schön überrascht werden. Ich würde sogar noch einen Schritt weitergehen, denn tatasächlich ist Marokko ein Land, das mich mehr als nur einmal überrascht hat.

Ein Rucksack voller Erlebnisse 
Eine Woche ist es her, seitdem ich aus dem Land der Farben, Gewürze und Dromedare zurück bin und noch immer bin ich dabei diese ganzen Eindrücke in meinem Kopf zu ordnen. Ich glaube ja das dauert immer ein Weile bis meine Erlebnisse vom Herzen in den Kopf wandern und so befinde ich mich gerade noch im Status der leichten Überwältigung. Wie soll ich in diesem Zustand bloss einen Blogpost schreiben? In solchen Situationen nehme ich mir gerne Zeit einen Moment in mich zu gehen und statt der Gedanken, meinen Gefühlen zu lauschen, denn die haben mich noch nie im Stich gelassen.

Marokko. Was für Gefühle verbinde ich mir Marokko? Freude ist da ganz weit vorne mit dabei, aber auch Verwunderung, Staunen, zum Teil etwas Ekel, vor allem aber auch Neugierde und Liebe. Liebe für all die herzlichen Menschen, die mir während meiner Reise begegnet sind, Liebe für eine unglaublich vielfältige Natur, eine ebenso vielfältige Kultur und für all die Farben. Diese unglaubliche Pracht von Farben, die dieses Land beheimatet.


Ich habe die Königsstädte Fès, Marrakesch, Meknès und Rabat besucht, aber auch die vielseitige Natur des Landes erlebt, traditionelle Gerichte gegessen und mir von Einheimischen ihre Kultur zeigen lassen. Was ich aus meiner Zeit dort mitbrige ist ein Rucksack voller völlig neuer Erfahrungen und über die werde ich euch die nächsten Wochen und Monate berichten. Bis dahin, habt ein zauberhaftes, von Sonne erfülltes Wochenende.

Die Farben Marokkos

by on April 21, 2018
Sandig, trocken und heiss, so hatte ich mir Marokko immer vorgestellt. Trockenheit und Wüste sollten mir auf meiner Reise zwar auch begeg...

Konsumbewusst leben

Ihr Lieben, der April klopft schon an die Tür und so nehme ich mir Zeit die letzten drei Monate zu reflektieren. Im Januar hatte ich angekündigt, dass ich dieses Jahr konsumbewusster leben möchte und genau das habe ich die letzten drei Monate getan.

Ich bin erstaunt wie gut es funktioniert, auch wenn ich noch einiges an Verbesserungspotential habe, dachte ich erst es würde mir schwerer fallen, aber die Materiellen Dinge fehlen mir überhaupt nicht. Das Bedürfnis neue Kleider zu kaufen hatte ich praktisch nie, oder habe in den wenigen Fällen, äusserst gut widerstehen können. Auch auf Dekoartikel habe ich komplett verzichtet.

Anfang Februar habe ich zwei Mal meiner Buchsucht nachgegeben, und das mit dem Zucker ist auch noch sehr verbesserungswürdig - vor allem jetzt vor der Osterzeit (ganz schlimm). Dabei merke ich doch, dass mir der ganze Zucker mir gar nicht besonders gut tut. Jetzt möchte ich gerne sagen, dass die vier gekauften Bücher wenigstens mit meinem bevorstehenden Studium zu tun hatten, davon war aber nur eines mit dabei - gilt also nicht als Ausrede *g*.

Was mir ausserdem schwer gefallen ist, war die Plastikreduktion. Schnell mal was über Mittag zu essen gekauft und schwupps, hatte ich schon wieder einen Plastikbecher in der Hand. Auch das mit den Verpackungen beim Einkauf meiner Lebensmittel entpuppte sich als echte Herausforderung. Was Schminke und Deo etc. angeht, hatte ich bisher noch genügend auf Vorrat, sodass ich mir wohl erst in den kommenden Monaten mit dem Thema nachhaltige Alternativen beschäfitgen werde.

Thankful Thursdays

Was meine neu gestartete Sektion der Thankful Thursdays angeht, na ja, die wurde von mir während der letzten Wochen eher stiefmütterlich behandelt. Überhaupt bliebt das Bloggen ganz schön auf der Strecke, was vor allem daran lag, dass ich in meiner Freizeit ziemlich stark mit persönlichen Wachstumsprozessen konfrontiert wurde - im letzten Blogbeitrag hatte ich darüber geschrieben. Unter anderem habe ich mittlerweile beschlossen meinen Reiseblog Ard de vivre nur noch privat zu führen und meine Energie mehr auf die Themen in diesem Blog und in meinen neuen Weg fliessen zu lassen - das erscheint mir derzeit einfach sinnvoller.

In diesem Sinne kann ich diese Woche dankbar sein meine Kräfte zukunftgerichtet einzusetzen. Ich bin auch dankbar für mein Durchhaltevermögen in schwierigen Situationen nicht den Mut zu verlieren, auch wenn es manchmal ganz schön viel Energie kostet. Jezt gerade bin ich dankbar für das lange Osterwochenende, welches ich mit Freunden und Familie verbringen werde, und mit hoffentlich auch ganz viel Zeit für mich.
Ihr Lieben,

Jeder kennt sie, die Herausforderungen des Lebens. Wenn es uns wieder mal so richtig aus der Bahn wirft und wir leicht panisch versuchen unser Leben wieder fein säuberlich zu ordnen, so wie es sich, unserer Meinung nach gehört. Schliesslich müssen wir in der Gesellschaft funktionieren, nicht wahr? Verständlicherweise kenne ich keinen einzigen, der solche Tiefs wirklich mag. Warum nicht? Weil sie uns zwingen unsere Komfortzone zu verlassen, Dinge und Situationen anders zu betrachten und zu tun, war wir vorher noch nie getan haben. Das kann uns unter Umständen  ganz schön angst machen, zumindest geht es mir manchmal so.

Auch wenn ich solche, nennen wir sie Lebenskrisen, so gut es geht als Chance betrachte mich weiterzuentwickeln. Nach über zehn Jahren und verschiedenen Anläufen in alle Möglichen beruflichen Richtungen, in denen ich mit aller Kraft versucht habe mich dem System anzupassen, jedoch nur bedingt erfolgreich war, habe ich mich entschieden diesem einen Weg, auf den ich immer wieder mit meiner Nase drauf gestossen wurde, eine Chance zu geben - eine echte Chance, keine halbpatzige wie bisher. Keine von Angst gehemmte Chance, sondern eine richtige Chance. Ich habe begonnen meinen Ängsten zuzuhören, habe ihnen Raum gegeben und herausgefunden woher sie kommen. Ich habe sie symbolisch an der Hand genommen und Verständnis gezeigt und dann habe ich ihr gesagt: Auch wenn ich angst habe, das ist mein Weg und deshalb werde ich dich überwinden.

Nun, stehe ich vor einem Neuanfang - schon wieder. Und ja, seine möglichen Stolpersteine, aber auch seine ungeahnten Möglichkeiten machen mir ganz schön Angst, Unsicherheit macht sich breit und manchmal bin ich kurz davor einen Rückzieher zu machen. Auf der anderen Seite ist da aber auch dieser enorme Energieschub, dass dieser Weg genau der richtige ist, also beruhige ich meine Angst. Ich akzeptiere sie, lasse mich aber nicht von ihr beherrschen. Stattdessen mache ich mir Mut, konzentriere mich aufs Positive und lasse mich leiten. Ich spüre, dass ich bereit bin diesen neuen Pfad zu betreten und das am Ende alles so kommt, wie es soll.

Auf diesem neuen Weg werde ich etwas tun, was ich schon lange tun wollte, mich aber nie getraut habe. Ich werde Menschen unterstützen ihren eigenen Weg zu finden, Lebenskrisen zu meistern und ein positives, selbstbestimmtes Leben zu führen. Wenn alles klappt, dann darf ich spätestens im Sommer 2019 mit dem Studiengang beginnen und mich die drei darauffolgenden Jahre intensiv mit diesen Themen beschäftigen. Erst war ich nicht ganz so glücklich, dass die diesjährige Klasse schon voll besetzt ist, mittlerweile sehe ich dieses Jahr jedoch als Chance mich privat besser mit den Themen vertraut zu machen, und vielleicht sogar den einen oder anderen Worshop in diese Richtung zu besuchen.

Worauf ich mit meinem langen Gelaber eigentlich hinaus will ist, dass da wo wir unsere grössten Ängste verpüren am Ende oft auch die grössten Chancen liegen. Ja, es braucht mut diesen Ängsten gegenüberzutreten, ihnen zuzuhören und sie zu überwinden. Damit schaffen wir uns aber auch ein Stück mehr Freiheit, ein Stück mehr Selbstbestimmung und ein Stück mehr Happy Living.

Habt alle einen zauberhaften Start in die neue Woche.


    Als ich vor ein paar Monaten Molly Roberts "You are gifted, Witch" auf youtube gesehen habe, konnte ich mich sehr gut ihn ihre Worte hineinfühlen.Wir machen uns verrückt, ja auch in der Zene der Wilden Weiber und zwar wer wohl recht hat, wer mehr weiss, wer erleuchteter ist und wer wie oft bei welchen Göttern zum Monatlichen Pokerabend eingeladen ist. Das beobachte ich schon seit mehreren Jahren, kannte das von meinen Anfängen in der heidenszene aber nicht wirklich. Um ehrlich zu sein finde ich persönlich, dass in solchen Situationen gehörig was schief läuft. Sollten wir uns nicht viel eher gegenseitig unterstützen und aufbauen, uns helfen anstatt uns zu profilieren und darüber zu streiten, wer denn jetzt der erleuchtetste ist? Es ist doch kein Wettbewerb, oder etwa doch? Können wir unsere Wege überhaupt miteinander vergeleichen, sind sie dafür nicht viel zu individuell?

    Vielleicht müssen wir uns gar nicht ständig miteinander messen? Was ist, wenn jeder von uns genug und richtig ist und zwar genauso wie er ist? Was ist, wenn wir unsere Talente vielleicht noch gar nicht entdeckt haben, weil wir ständig damit beschäfigt sind, den Ansprüchen anderer folge zu leisten? Was ist, wenn alles gut ist, so wie es ist?

    So ähnlich beschreibt auch Molly in ihrem Video die Suche nach den eigenen Begabungen und nach dem eigenen SEIN als Wildes Weib. Daraufhin habe ich mir meine eigenen Gedanken darüber gemacht, was wohl einige meine Begabungen sein könnten und habe mir eine Liste gemacht.

    Diese Begabungen können so aussehen:
    • Ich bin eine gute Zuhörerin
    • Ich spreche die Wahrheit, auch wenn diese nicht immer angenehm ist (ich versuche es so gut wie möglich rüberzubringen)
    • Ich kann mich gut in andere hinenzuversetzen
    • Ich bin stets bereit Neues zu lernen und mache jede Aufgabe so gut es mir möglich ist
    • Ich gebe mein Wissen gerne an andere weiter, helfe gerne, lasse mich aber nicht ausnutzen, kenne daher auch meine Grenzen
    • Ich erkenne, dass ich Teil des Kreises bin, weder mehr noch weniger wert als andere
    • Ich sehe das schöne im Leben und in unserer Welt, ich kann all das geniessen und es weitergeben
    • Ich liebe es Menschen zu unterstützen und ihnen zu helfen, erkenne aber auch, wo meine Grenzen liegen  
    • ...
    •  

    FÜHLE DICH EINGELADEN

    Was sind deine Begabeungen Wildes Weib? Vielleicht bist du gut darin deine Mitmenschen zu motivieren? Vielleicht bringst du sie zum Lachen oder zum Nachdenken? Vielleicht bist du unheimlich gut im Kochen? Du hast einen grünen Daumen, oder kommst rasch zur Ruhe?

    Manchmal verstecken sich unsere Begabungen, sodass wir glauben wir hätten keine. Manchmal verstecken sie sich nicht, aber wir glauben aus irgendeinem Grund, wir seien ihnen unwürdig und lassen sie nicht zu.

    So möchte ich auch dich inspirieren, dich kreativ mit deinen Begabungen als Wildes Weib auseinanderzusetzen. Fühle in dich hinein. Was kannst du besonders gut und wie wirkt sich das auf dich, oder dein Umfeld aus? Lade deine Begabungen ein, begegne ihnen und heisse sie willkommen, denn ...

    Du bist genug. Du bist richtig. Du bist begabt.




      BEWUSSTE DANKBARKEIT
      Hallo ihr Lieben, heute möchte ich eine neue Sektion im Blog starten und zwar den Thankful Thursday. Dieser soll dazu dienen sichs einer Dankbarkeit bewusst zu werden. Sich seine Dankbarkeit ins Bewusstseit zu holen hilft uns dabei unseren Blick aufs Positive und Wesentliche zu richten. Hier werde ich, wenn möglich, jeden Donnerstag aufzählen wofür ich die letzte Woche alles dankbar war.

      Für das bin ich diese Woche dankbar:
      • Ich bin dankbar für die guten Gefühle, die ich zugelassen habe. Da ich lange Zeit Mühe hatte gute Gefühle voll auszukosten bin ich stolz, dass ich das diese Woche besonders gut geschafft habe.
      • Am Montag durfte ich mit guten Freunden Abendessen gehen und danach ins Kino. Wir hatten viel Spass.
      • Am Mittwochmorgen Übungen gemacht und es geschafft, den Tag positiv zu starten. War den ganzen Tag überwiegend positiv eingestellt.
      • Abendessen in Zürich mit meinem Lieblings-Flatti :)
      • Mich bein Frisör verwöhnen lassen.
      • Ich freue mich am Samstag meine Familie zu Besuch zu haben und bin dankbar, dass wir diese gemeinsame, so wertvolle Zeit gemeinsam geniessen dürfen.

      Für was bist du diese Woche dankbar?

      Thankful Thursday

      by on März 01, 2018
      BEWUSSTE DANKBARKEIT Hallo ihr Lieben, heute möchte ich eine neue Sektion im Blog starten und zwar den Thankful Thursday. Dieser soll ...
      Loreena McKennit sei der Soundtrack zu meinem Blog schlechthin, wurde mir einst gesagt. Allerdings war damals nicht dieser, sondern mein Reiseblog Ard de vivre gemeint. Tatsächlich mag ich es gerne inspirierende Musik zu hören, während ich schreibe und ja, McKennitt finde ich da zwischendurch auch mal ganz passend.

      Heute brauche ich diese Inspiration ganz dringend, denn während der letzten Tage hätte ich diese Eigenmacht, von der ich schon im letzten Post schrieb, fast vergessen. Ja, das gibt es schon ab und zu, und ja ich schreibe hier öffentlich über diese Tiefschläge. Auch die gehören zum Leben dazu.

      Ich bin jemand, der alles perfekt machen will, was natürlich nicht geht. An diesem Tick arbeite ich schon seit langem und mittlerweile geht es ganz gut. Wie gesagt: ganz gut. Aber eben nicht sehr gut. Ich bin auch jemand, der es nicht mag gegen andere zu kämpfen, sich über sie zu stellen und zu zeigen: schau her, ich bin so viel besser als du. Das bin einfach nicht ich, denn ich mag es meine Mitmenschen zu motivieren, ihnen zu helfen, ihnen mein Wissen mitzugeben und von ihrem zu lernen. Dieses Miteinander, scheint mir ganz natürlich gegeben. Das heisst aber auch, dass ich es schlichtweg nicht nachvollziehen kann, weshalb manche Menschen ein so starkes Bedürfnis haben, andere von oben herab zu behandeln und anstatt sie zu motivieren, ihnen gleich lieber all die negativen Sachen unter die Nase reiben. Leider gibt es solche Menschen überall, und leider kann ich damit so überhaupt nicht umgehen, denn anstatt dieses ich-bin-so-viel-besser-als-du-Spiel mitzuspielen, lasse ich mein Gegenüber seinen Drang ausleben und, ihr könnt euch vorstellen, das wirft mich manchmal in ein ganz schön schlechtes Licht.

      Natürlich könnten wir jetzt beginnen darüber zu spekulieren, weshalb diese Menschen so etwas überhaupt nötig haben. Was in ihrem Leben nicht stimmt, weshalb sie vielleicht selbst so unglücklich sind, dass ein solches Verhalten ihnen Sicherheit gibt. Doch lassen wir das mal ihre Sorge sein und uns, statt anderen soviel Aufmerksamkeit zu schenken, stattdessen lieber auf das konzentrieren, was einen in einer solchen Situation weiterbringt.

      ZURÜCK IN SEINE EIGENE MITTE FINDEN
      In seine innere Mitte finden heisst eigentlich nichts anderes als sich selbst gut zu kennen und sein persönliches Gleichgewicht, wenn nötig, wiederzufinden. Es hat also sehr viel mit Eigenliebe und sich selbst akzeptieren zu tun. In Fällen in denen ich nicht mehr in meiner Mitte bin, hilft es mir jeweils sehr wenn ich erst einmal zur Ruhe komme und meine Gedanken sammle. Vielleicht durch Meditation, Yogar, Thai Chi, oder aber durch einen Spaziergang in der Natur.Für mich persönlich ist die Natur meist die beste Lösung, also gehe ich im Wald spatzieren, manchmal verbinde ich das ganze auch mit einer Gehmeditation, oder einer Fotografiemeditation (ja sowas gibt es tatsächlich!). Indem ich zurück in meine innere Mitte finde, gebe ich mir gleichzeitig sehr viel Eigenmacht zurück, denn ich spüre mich, ich spüre meine Bedürfnisse und weiss, wo es brennt, wo ich ansetzen muss um meinen Ausgleich zurückzuerlangen.


      ICH BIN NICHT PERFEKT, DU BIST NICHT PERFEKT
      Auch wenn wir es alle gerne wären und manche durchaus ein beachtliches Talent besitzen ihren Schein zu wahren - niemand von uns ist pefekt. Viel eher sollten wir uns entscheiden ehrlich zu uns selbst zu sein. Ich weiss, es ist nicht immer einfach seine Mängel und Ticks zu akzeptieren. Doch je besser wir unsere eigenen Macken kennen, desto einfacher wird es für uns diese zu erforschen, daran zu wachsen und sie, im besten Fall zu akzeptieren. Das Geheimnis ist es sich trotz dieser Mängel zu lieben.

      Mir selbst einzugestehen, dass weder ich selbst noch sonst wer perfekt ist, hat mir sehr geholfen. Seither weiss ich zum Beispiel auch:

      - Wir können es nicht allen recht machen (Hier ein guter Artikel dazu)
      -  Angriffe anderer gegen micht nicht zu persönlich zu nehmen, denn oft geht es dabei viel mehr um sie selbst un ihre Probleme, als um mich
      - Ich kann mich besser in eine person hineinversetzen
      - Ich kann mich besser vor negativität abschirmen (weil ich nicht mer alles persönlich nehme)
      - In manchen Situationen kann ich vielleicht sogar anderen helfen, ihre eigenen Makel besser zu akzeptieren

      DIE EIGENMACHT ZURÜCKGEWINNEN
      Wie heisst es so schön? Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung und so ist es auch mit dem Finden der inneren Mitte, sowie dem zurückerlangen der Eigenmacht. Wenn ich weiss wo der Schuh drückt, wenn ich merke, dass es so nicht weitergehen kann, dann habe ich den ersten Schritt in Richtung Eigenmacht und Selbstliebe (achtung nicht zu verwechseln mit Narzissmus!) getan.  In meinem Artikel Positivdenker & Schicksalsweber habe ich schon mal ein paar Tipps aufgeschrieben, die mir jeweils helfen auch in schwierigen Situaitonen meine Eigenmacht zurückzugewinnen und positiv zu bleiben.

      Sein eigenes Leben eigenmächtig zu gestalten bedeutet sein Leben achtsam zu führen, sich selbst Räume einzugestehen um zu sein, um zu wachsen. Das wiederum hat sehr viel mit Selbstliebe zu tun. Wer Selbstachtung besitzt und sich selbst so annehmen kann, wie er ist, der hat alle Eigenmacht, die er braucht um sein Leben frei  und zu seinem Wohl zu gestalten.

      Lasst uns wild und frei leben, unserer Natur entsprechend.
      Specchia macht seinem Namen als Mitglied der Veireinigung schönster Dörfer in Italien alle Ehre und die Trattoria da Coppuledda passt einfach fantastisch in dieses malerische Städtchen. Mein Fotografenherz pochte gleich etwas stärker, als ich die Gaststätte betrat, die einen auf Anhieb in eine klischeebehaftete italenische Lebensweise entführt. Nicht, dass ich etwas dagegen gehabt hätte, im Gegenteil, ich liess mich an diesem Abend von der einmaligen Atmosphäre leiten, ganz nach dem Motto: go with the flow.

      Die liebevoll dekorierten Räume der Trattoria haben es mir angetan, genauso wie der himmlische Duft italieniescher Küche. Und als ob das nicht schon genug gewesen wäre, hatten wir auch noch einen Platz auf dem Balkon bekommen, dessen Aussicht kaum zu übertreffen war. Wer in Apulien einen Ort such um einen romantischen Sonnenuntergang zu erleben, der ist in der Trattoria da Coppuledda genau richtig. Hier geht es zur offiziellen Webseite inklusive Menükarte.

      ESSEN VERBINDET
      An diesem Abend wurde mir einmal mehr bewusst wie sehr Essen verbindet. Das erlebe ich nicht nur Zuhause, sondern auch während meiner Reisen immer wieder, wie zum Beispiel auf meiner Reise nach Kuala Lumpur. Gemeinsam am Tisch zu sitzen, gemeinsam zu essen und sich das an diesem Tag erlebte zu erzählen stärkt das Gemeinschaftsgefühl. Das ist schon etwas Besonderes und Wertvolles.

      An diesem Abend in Specchia  habe ich einiges über die süditalienische Esskultur gelernt, noch besser, ich habe sie selbst erleben dürfen. Wir hatten leckere Antipasti mit Gemüse, Panzerotti und Meeresfrüchten, sowie einen äusserst gut gebratenen Thunfisch mit Gemüse als Hauptspeise. Nicht selten, lässt man sich beim Besuch in ein Restaurant hier in Italien einfach überraschen was der Tagesfang erbracht hat. Der fantastische Sonnenuntergang rundete unseren Abend dann noch wunderbar ab und nachdem wir, Zuhause angekommen, noch eine Weile nach Sternschnuppen Aussschau gehalten hatten, fielen wir alle müde, aber glücklich ins Bett. Ja, gemeinsam essen verbitet, das erlebe ich auf meinen Reisen immer wieder. Doch nicht nur das, es erlaubt einem auch in die jeweilige Kultur einzutauchen und sie verstehen zu lernen.

      Schottland ist ganz klar ein Ort für Naturliebhaber, Geschichtsfreaks und Fantasyverrückte, also ein Ort für Leute wie mich. Wenn ich dann noch irgendwo hochklettern darf: YAYYY! Denn ich liiiebe Aussicht, und das obwohl ich ein wenig von Höhenangst geplagt bin. Die vergesse ich aber ziemlich schnell wieder bei so einem atemberaubenden Ausblick wie er sich mir auf dem North Berwick Law anbot.

      NORTH BERWICK UND SEIN LAW
      North Berwick ist eine kleine Küstenstadt im Südosten Schottlands und nicht nur ein beliebter Urlaubsort, sondern auch Heimat des North Berwick Laws, einem 187 Meter hohen Hügel etwas ausserhalb der Stadt. Law übrigens deshalb, weil es das schottische Wort für Hügel ist.Wie ein Tal hier in Schottland auch nicht valley genannt wird, sondern glen, oder Seen nicht lakes, sondern lochs heissen. Ja, die Schotten haben mit den gälischen Einflüssen ihr ganz eigenes Ding was Sprache angeht, was mir zugegebenermassen schon immer sehr gefallen hat.



      EIN ABENTEUER MIT AUSBLICK
      Der Aufstieg auf den Law dauert nicht lange, ist teilweise allerdings ziemlich steil, was wiederum den Vorteil hat, dass man relativ rasch mit einer wunderbaren Aussicht belohnt wird. Auf dem Gipfel angekommen erwartet uns eine geballte Ladung schottische Lowlands soweit das Auge reicht - und Wind *g*. Was heissen will, dass eines dieser Hochglanzmagazinfotos ganz einfach unmöglich wird, aber das ist eben Natur pur mit der passenden Frisur.

      Von solchen ungefilterten Abenteuern hatte ich in einem anderen Post schon berichtet. Damals war ich unterwegs auf der sagenumwobenen Isle of Skye und hatte ich schon mal von der Eroberung schottischer Hügel geschwärmt. Den Artikel dazu kannst du hier nachlesen.

      KRAFTORTE IN SCHOTTLAND
      Manchmal kommt es mir vor, als sei Schottland ein einziger, riesiger Kraftort, denn an keinem anderen Ort kann ich so gut Kraft tanken und mich in der Natur einfinden wie dort.Vielleicht liegt es aber auch daran, dass man in Schottland gar keine Zeit hat sich gross mit etwas Anderem zu beschäftigen, als mit dem Hier und Jetzt. Wenn man die weite Natur bewandert, und sich, vom winde verweht... ähm sorry ... zerzaust, den Kräften der Natur aussetzt.

      KRAFTORT NORTH BERWICK LAW
      Der North Berwick Law ist definitiv ein solcher Kraftort. Ein Ort an dem man sich Zeit nehmen, wieder zur Kräften kommen und einfach nur sein darf. In solchen Momenten fühle ich mich absolut unbedeutend - ein seltsamerweise wunderbar erleichterndes Gefühl, denn das Bedürfnis die ganze Welt retten zu müssen ist weit weg. Hier ist ein Ort an dem ich einfach nur sein darf. Es ist fast ein wenig, als würde eine grosse Last von meinen Schultern fallen und wann immer ich in Schottland bin, an einem diser Kraftorte stehe, lerne ich ein wenig mehr über den Kreislauf des Lebens. Ich verstehe, dass es im Leben nicht um mich geht. Erkenntniese wie diese nehme ich jedes Mal von dort mit. Lebenslektionen, die mir nach all den Jahren eine gewisse Ruhe und Ausgeglichenheit mit in meinen Alltag gebracht haben.

      Ich bin dafür, dass wir während unserer Reisen viel öfter die Augen offen halten für solche besondere Orte, was denkt ihr?