BEFREIUNG VOM ÜBERFLUSS
Mit dem Thema konsumbewusstes Leben beschäftige ich mich schon seit einigen Jahren und manches konnte ich auf meinem bisherhigen Weg auch schon umsetzen. Wie zum Beispiel ein Autofreies leben zu führen, nach und nach auf vorwiegend nachhaltige und naturfreundliche Kosmetik umzusteigen, oder meine Ernährungsumstellung, die nicht nur mehr Balance in meinen Kühlschrank sondern auch in meinen Körper gebracht hat.

KONSUMBEWUSST - MÖGLICHST UNABHÄNGIG LEBEN
Konsumfrei beziehungsweise konsumbewusst zu leben bedeutet für mich vor allem mich vom Überfluss materieller Dinge, aber auch vom Überfluss ungesunder Glaubenssätze und Lebensweisen zu befreien und bewusster zu leben. Für mich persönlich bedeutet es allerdings nicht, mir grundsätzlich alles zu verbieten oder auf alles zu verzichten. Für mich bedeutet es viel mehr mich so wenig wie möglich vom gängigen Konsumzwang unserer Gesellschaft beeinflussen zu lassen, mich nicht davon abhängig zu machen und erst recht nicht mich irgendwie darüber zu definieren und davon besessen zu sein.

DAS WERDE ICH 2018 UMSETZEN
Natürlich werde ich auch im neuen Jahr ein paar neue Schritte in Richtung Konsumfreiheit machen:

WEG VOM MATERIELLEN ÜBERFLUSS
Zwar war ich noch nie jemand, der besonders viel Materal anhäuft und immer von allem das neueste braucht. Dennoch sehe ich hier durchaus Potential mir über meine Käufe bewusster zu werden. Es gab in der Vergangenheit schon das eine oder andere, was ich im Nachhinein wohl nicht mehr gekauft hätte, aus welchen Gründen auch immer. Da frage ich mich oft: war das jetzt wirklich nötig? Hier gehört für mich sehr viel Intuition dazu, auf mich selbst zu hören und abzuwägen - eben bewusster damit umzugehen.

Was ich ganz vermeiden möchte zu kaufen: 
  • Dekoartikel (hab ich genug davon, was ich dennoch brauche, kann ich auch selbst machen)
  • Plasticksäcke (ich habe genügend Taschen Zuhause, die ich benutzen kann)
  • Plastik allgemein (versuche ich so gut es geht zu reduzieren)
  • Kleider (die ich nicht wirklich brauche, kaputtes ersetzen ist, falls nötig ok)

MEHR SELBSTGEMACHTES
Selbstgemachtes braucht Zeit, zum Teil sogar viel Zeit. Zeit, die ich teilweise nicht zur Verfügung habe (ihr wisst schon, Arbeit und so). Dennoch will ich versuchen soviel wie möglich selbst zu machen, einen Blogpost habe ich diesbezüglich schon für euch vorbereitet, den werde ich übrigens gleich im neuen Jahr mit euch teilen. Hier geht es darum meine Zeit bewusster einzuteilen, abzuwägen wo Selbstgemachtes Sinn macht und wo es sich dann vielleicht doch eher lohnt zu kaufen. Wenn kaufen, dann aber auch hier möglichst bewusst und sinnvoll.

WENIGER ZUCKER
Auch wenn meine Ernährung schon seit Jahren ein sehr präsentes Thema in meinem Leben ist, habe ich nach wie vor Mühe meinen Zuckerkonsum stark einzuschränken. Softgetränke zum Beispiel fehlen micht überhaupt nicht und auch Zucker im Tee brauche ich keinen und selbstgemachte Desserts süsse ich mit Alternativen. Dennoch würde ich gerne auch mal ganz ohne Süssigkeiten im Alltag auskommen, was mir zugegebenermassen sehr schwer fällt. Meistens nehme ich nach dem Abendessen noch etwas Süsses zu mir, was ich eigentlich völlig unnötig finde - wenn da nur nicht diese Lust wäre ... Also das wird für mich auf jeden Fall eine Herausfoderung.


ALTERNATIVEN FINDEN
Gerade im Bereich der Kosmetik geht bei mir noch mehr. Was Shampoo und Duschpflegeprodukte angeht, habe ich schon vor Jahren umgestellt, aber Deo und Schminke, da darf es dann doch noch einen Schritt weitergehen - zum nächsten Level sozusagen. Auch was den Plastikkonsum angeht möchte ich stark zurückschrauben, mehr darauf achten, wieviel Müll ich allgemein produziere diesen reduzieren und alternativen finden, die umweltfreundlicher sind.

Durchs Jahr wird mir bestimmt noch mehr ein- beziehungsweise auffallen. Das nehme ich dann einfach spontan mit auf die Liste. Ich bin gespannt wie ich mit dieser neuen Challenge umgehen werde. Erfahrungsgemäss gibt es immer Dinge, die mir leichter fallen werden, wo anderes mich richtig schwer fällt, wieder anderes schaffe ich vielleicht überhaupt nicht, oder ich überrasche mich selbst und wo ich dachte, es würde mir schwer fallen, wird es ganz einfach.

Ihr Lieben, mit diesem kleinen Inspirationspost für mehr Nachhaltigkeit und ein bewusster gelebtes Leben wünsche ich euch einen zauberhaften Rutsch ins neue Jahr.
    Hallo ihr Lieben, ich hoffe ihr hattet eine gute Woche. Bei mir war echt viel los in letzer Zeit, sodass ich es geniesse mich einfach mal gemütlich auf dem Sofa einzukuscheln und die Seele baumeln zu lassen. Das Wetter ist übrigens derselben Meinung und begleitet mich schon den ganzen Tag in verschiedensten Grautönen mit teils nasser Zugabe in Form kalten Regens. Auch das Essen ist optimal auf die derzeit vorherrschenden Wetterbedingungen abgestimmt, bei uns wird es heute Abend nämlich ein leckeres Raclette geben und zum Mittagessen hatten wir eine unglaublich geniale Suppe. Und von der will ich euch jetzt noch ein wenig mehr erzählen.

    Ihr wisst mittlerweile, dass ich euch hier zur Herbstzeit traditionsgemäss ein Rezept mit Kürbis vorstelle (siehe mein absolut geniales Rezept vom letzten Jahr). Auch dieses Jahr werdet ihr nicht drum herumkommen, tut mir leid. Aber ich kann euch zumindest ruhigen Gewissens versprechen, dass sich auch das diesjährige Rezept seinen Platz hier auf dem Blog redlich verdient hat.

    Stellt euch eine kalte Winternacht vor, ihr seid gemütlich im warmen Heim und überlegt euch was ihr zu Abend essen wollt. Got it? Habt ihr die richtige Stimmung für euch gefunden? Gut, wie wäre es dann mit einer Kürbis-Curry-Suppe? Langweilig? Einfach, ja. Rasch zubereitet, ja. Aber bestimmt nicht langweilig. Seht ihr, mit dieser Suppe in der Hand wir das Bild eines Gemütlichen Abends im warmen Zuhause noch so richtig abgerundet. Na, überzeugt? Dann kommt hier das Rezept.

    ZUTATEN
    Die Zutaten sind für 4 Personen gedacht.

    • 700g Kürbis (4 Personen)
    • 2 EL Currypulver oder 1EL Thai Currypaste (Beispiel)
    • 1 Rübli (Karotten)
    • 2 Kartoffeln
    • 1 Zwiebel
    • Wenig Butter oder Öl
    • Rahm 
    • Gemüsebouillon (Gemüsebrühe)

    ZUBEREITUNG
    Wenig Butter oder ÖL in die Pfanne geben und die in Würfel geschnittenen Zwiebeln darin anbraten. Dann das ebenso in Würfel geschnittene Gemüse beigeben, leicht andünsten und das Currypulver oder die Currypaste dazugeben und alles gut miteinander vermischen. Dann den Bouillon dazugeben und das Wasser, welches das Gemüse leicht bedecken sollte. Sobald das Gemüse weich genug ist mit dem "Zauberstab" pürieren, nach belieben kann der Suppe jetzt noch Wasser hinzugegeben, oder auch nachgewürzt werden. Zum Schluss kommt noch die Verfeinerung mit etwas Rahm, et voilà!
     
    Natürlich kann das Rezept auch ganz einfach als vegane Variante zubereitet werden. Ich persönlich mag Rezepte, die man ganz einfach nach den eigenen Bedürfnissen anpassen kann. Weitere Rezepte mit Kürbis habe ich übrigens auch für euch. Da wäre zum einen mein Rezepte für einen Green Pumpkin Smoothie oder mein Veganes Linsencurry


    KÜCHENHEXENTIPP
    Kürbis ist nicht nur kalorienarm, sondern liefert uns auch Vitamine (Beta-Karotin als Vorstufe von Vitamin A). Wer mag, kann ausserdem noch ein paar Kürbiskerne als Deko in die Suppe geben, die sind sehr gesund für die Blase oder auch die Prostata. Also nix wie ran an den Kochherd und was Gesundes und Leckeres zubereiten. :)

    Habt alle einen gemütlichen und hoffentlich kuschelig warmen Abend!
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    Dass ich ein absoluter Katzenmensch bin, kann ich beim besten Willen nicht abstreiten. Selbst wenn ich wollte, wäre es wohl eher verdächtig, wenn, wo immer ich mich in der Nähe einer Katze befinde, diese sich dazu entschliesst mein Schatten zu sein. Sie laufen mir nach, hüpfen ungefragt auf meinen Schoss und stupsen mit dem Kopf an meinen Arm um mir zu sagen, dass ich sie jetzt gefälligst streicheln soll.

    Nun ok, Geheimnis gelüftet. Ich liebe Katzen, natürlich auch andere Tiere, aber Katzen und ich, das ist etwas ganz Besonderes. Erst heute wurde ich wieder einmal verdutzt angeschaut, als ich zu Gast war und der sonst so scheuhe Kater, der sich nicht gerne von Fremden streicheln lässt, ganz ungehemmt auf meinem Schoss Platz nahm und nicht mal im Traum daran dachte diesen wieder zu verlassen. Fazit, ich musste ihn am Schluss leider zwingen, da ich nun Mal nicht die ganze Nacht dort auf dem Stuhl hätte sitzen bleiben können.

    Etwas ähnlches ist mir schon mal vor ein paar Jahren während eines Dates passiert. Ja, richtig gelesen, ich hatte ein Date und eigentlich war das nicht mir der Katz. Am Ende des Abends sass ich mit der Katze, die sich noch nicht mal nach Jahren gerne vom Besitzer streicheln liess, auf dem Sofa und würde auch von ihr zum königlichen Ohrkrauler ernannt. Unnötig zu erwähnen, dass mein Date nicht den von mir erwünschten Lauf nahm.

    CAT TALK - WAS KATZEN MICH LEHREN
    Ich bin wohl so etwas wie der Rattenfänger von Hameln, nur dass es bei mir Katzen sind, ich sie nicht fange und na ja, ich kann auch nicht wirklich ein Instrument spielen - zumindest nicht so gut, dass mir irgendjemand deswegen folgen würde.

    Was also soll dieses Ding mit den Katzen? Ich glaube es gibt Gründe weshalb Tiere unsere Nähe suchen, weltliche und, na ja, auch andersweltliche. Es kann kein Zufall sein, dass Katzen mir derart wohlgesinnt sind, auch solche, die sonst so rein gar keine Menschen mögen und come on eine schwarze Katze, die keine Fremden mag und mich schon nach fünf Minuten nicht mehr hergeben möchte? Schon ziemlich auffällig, nicht wahr? Also ja, ich glaube, dass Katzen und ich einiges gemeinsam haben. Wir sind beide unabhängig, eigensinnig und selbstbewusst.

    Als mir gestern während eines Gesprächs gesagt wurde, ich solle um einen spirituell angehauchten Blog  nicht zu viel Aufsehens machen und um der Götter Willen bestimmt nichts in die Richtung auf meinem Reiseblog mit einfliessen lassen, da ich sonst keine Aufträge mehr bekäme, hörte ich das sanfte Schnurren des Katers auf meinem Schoss. Ich hörte es so tief in mir drin, dass alle Worte nur noch einem dumpfen Ton ähnelten. Tatsächlich sträubte sich in mir alles, als ich diese Worte hörte, denn wie sollte ich meinen beiden Blogs ihre Seele nehmen? Nur für Geld? Oder für mehr Leser? Nein, das entspricht mir nicht, auch nicht dem woran ich glaube, denn ich glaube, dass wir Menschen grundsätzlich nicht so oberflächlich und mainstream sind, wie es uns die Medien glauben machen wollen. Ich weiss, dass viele von uns nicht mehr nach tief mittelalterlichen Regeln leben wollen, wo Frauen ihr Frausein nicht feiern dürfen und wo Hexen noch als Teufelsanbeterinnen verbrannt werden. Ich glaube auch, dass es vielen von uns nicht scheissegal ist wie wir mit unserem Heimatplaneten umgehen, dass Nachhaltigkeit und ein ausgeglichenes Ganzheitliches Leben zu einem immer wichtigeren Thema wird, das wir nicht einfach der Oberlfächlichtkeit wegen totschweigen sollten. Also nein, ich werde auch in meinem Reiseblog Ard de vivre diese Themen mit einbeziehen, denn ich glaube, dass all das nicht nur Zuhause, sondern auch auf unseren Reisen eine wichtige Rolle spielt.

    Weshalb also nicht darüber schreiben? Weshalb diese Erkenntnisse nicht miteinander teilen? Unsere Stimmen erheben und das Bunte in die von Grautönen scheinbar überwucherte Welt zu bringen? Ich weiss ich passe nicht rein, bin nicht der typische Kunde, der sich alles aufschwatzen lässt und ich weiss auch, dass sich einige vor dieser Buntheit fürchten. Aber das ist in Ordnung, ich habe mir mittlerweile nicht nur so akzeptiert wie ich bin, ich mag mich richtig gerne und ich mag auch andere Menschen, die bunt sind und für all die positiven, bunten und manchmal aus der Reihe tanzenden Menschen schreibe ich.

    Wie sehr ich es doch liebe früh morgens bei Kerzenlicht meine Gedanken aufzuschreiben. Wenn es dann draussen noch kalt und neblig ist, kann ich mich vor kreativen Ideen kaum retten. Das Interessante dabei ist, dass ich meine Affinität zum Internet, die mir doch immerhin so viele Möglichkeiten eröffnet meinen Film- und Entertainmentsüchten, aber natürlich auch meiner Liebe fürs Schreiben und Fotografieren nachzugehen, an diesem Punkt allerdings gerne mal ohne Vorwarnung aufhört. Ich mag es meine Ideen von Hand zu notieren, meiner anderen Sucht, der Kritzel-was-aufs-Papier-Sucht nachzugeben. Die Ideen kommen beim Schreiben auf dem Laptop selten so fliessend, also erlaube ich mir bewusst wieder mal ganz oldschool zu sein.

    BEWUSST LEBEN
    A propos bewusst, das Thema des bewussteren Lebens begleitet mich schon seit vielen Jahren. Ich bin von Natur aus jemand, der bewusst wahrnehmen will, mit allen Sinnen entdecken will, und ich merke, wenn ich es längere Zeit nicht tue, mich im Alltagstrott verlieren und zu einem der Zombies, werde, die mir täglich im Zug begenen, bekommt es mir überhaupt nicht gut. Zum Glück gibt es im Zug aber auch die Anderen, nämlch die, die mich daran erinnern bewusst zu leben. Kinder zum Beispiel, aber auch die Dame mit den blauen Haaren, dem viel zu grossen Pullover und dem Hut, über dessen Farben ich mir bis heute noch nicht wirklich im Klaren bin - zumindest hoffe ich, dass sie sich bewusst so kleidet, denn sonst oweh ...

    Aber ich schreibe das hier nicht um über bewusste oder unbewusste Entscheidung anderer zu berichten, sondern weil ich dich, mich und uns dazu ermutigen will, täglich bewusst Zeit zu nehmen um sich über dieses bewusste Sein, dieses Bewusstsein im Klaren zu werden. Götter, jetzt wird es kompliziert. Na ja, ihr versteht hoffentlich was ich meine.

    SELBSTBEWUSST UND SELBSTBESTIMMT LEBEN
    Dieses bewusst leben hat sehr viel mit zuhören zu tun. Sich selbst zuhören, seinen Wünschen und Träumen, aber auch seinen Ängsten. Für mich persönlich hat dieses Zuhören bewirkt, dass ich mutiger geworden bin das auszusprechen was ich fühle, für das einzustehen, was meiner tiefsten Überzeugung entspricht - mein Herz zu öffnen. Das neu erlangte Selbstbewusstsein führte rasch zur Selbstbestimmung und zu einem selbstbestimmten Leben. Der Nachteil? Leute, die andere gerne manipulieren und herumkommandieren wollen seither nicht mehr meine Freunde sein. Hey, shit happens. Dafür lernte ich auf einmal viele wunderbare, mutige und selbstbewusste Menschen kennen, die ihrerseits ihre Leben auf ihre ganz eigene, selbstbestimmte Weise leben. Tja, wie es aussieht zieht Gleiches tätsächlich Gleiches an.

    Wenn wir also tatsächlich selbstbestimmt leben wollen, dann müssen wir uns auch so verhalten und dementsprechend handeln. Wenn ich mir einmal am Tag, sei es nur eine Viertelstunde, Zeit nehme mir darüber bewusst zu werden, weshalb ich etwas so tue, wie ich es tue, dann eröffne ich mir selbst die Möglichkeit Dinge zu ändern, die mit gut tun, die mir nicht entsprechen und die ich ändern möchte, oder natürlich etwas beizubehalten, was schon so richtig gut ist, wie es ist.

    Für mich ist diese Zeit meistens früh morgens, wenn meine Gedanken noch frei sind und nicht überhäuft wurden von täglichen Eindrücken. Ich nehme mir einen Stift und den Notizblock, den ich immer auf meinem Nachttisch habe (hauptsächlich wegen spontaner Eingebungen für den Blog und so ...) und beginne zu schreiben. Wo komme ich her? Wo stehe ich? Wo will ich hin? Was inspiriert mich und welche neue Ideen habe ich? Es gibt unzählige Fragen, die ich mir stelle und mit etwas Glück kann ich mir die eine oder andere auch beantworten. Am Ende ist für mich nur wichtig, dass ich sicherstelle in meinem Leben niemals stehen zu bleiben, den Blick nach vorne zu richten und mein Leben zu gestalten.


    Bildquelle
    Ihr Lieben, es ist wieder diese ganz besondere Zeit im Jahr. Wenn die Grenzen zwischen Diesseits und Jenseits verschmelzen, wenn wir uns gruseln und die Ahnen um Rat bitten. In diesem Blogpost möchte ich euch für einmal nicht von etwas berichten, dass ich schon kenne, sondern von einem Fest, von dem ich schon lange träume es irgenwann mal erleben zu dürfen.

    In Edinburgh, einer meiner liebsten Städte überhaupt, findet zweimal jährlich ein ganz besonderes Fest statt. Diese beiden Male im Jahr wird die Hauptstadt Schottlands nämlich zur Hochburg heidnischer Feste. Mit dem Samhuinn Fire Festival wird die dunkle Jahreszeit willkommen geheissen, während mit dem Beltane Fire Festival die lichte Jahreszeit begrüsst wird. Und auch wenn die Form der beiden Feste, wie sie heute in Schottland gefeiert werden nicht mehr ganz deren Ursprung entspricht, reicht deren Wurzeln weit in die Vergangenheit zurück.

    SAMHUINN ODER SAMHAIN IN EDINBURGH
    Mich persönlich fasziniert es, mit wie viel Leidenschaft, Hingabe und Kreativität die Schotten diese alten Traditionen wieder aufleben lassen. Samhuinn (bei uns eher bekannt unter dem Begriff Samhain) wird in Edinburghs Altstatt gefeiert, die nicht nur reich an Bräuchen und Traditionen rund um All Hallow's Eve (Halloween) ist, sondern auch an historischer Bedeutung was alte Märkte und Theater angeht.

    • Die offizielle Seite sagt dazu:"The story follows the ideas of the overthrowing of Summer by Winter, with a stand-off between the Summer and Winter Kings. This is overseen by the Cailleach, a Celtic representation of the Goddess, or Divine Hag. The transformation from Summer to Winter is supported by the energies and interactions of the Summer and Winter courts – through performance, music and dance. The narrative focuses on this conflict and its resolution, but also focuses on the transition that many aspects of life take during the changing of the seasons." - Zitat Beltane.org

    Das Samhuinn Fest, aber natürlich auch Beltane sind auf jeden Fall eine Reise wert, nicht nur für Heiden. Wer jetzt neugierig geworden ist und sich überlegt vielleicht zum nächsten Beltaine, oder auch zum nächsten Samhain nach Edinburgh zu reisen, sollte es sich aber auch nicht entgehen lassen etwas mehr Zeit einzuplanen um den Rest dieser einmaligen Stadt zu entdecken, denn Edinburgh ist ein magischer Ort, nicht nur zu Samhain.


    SAMHAIN IN DER SCHWEIZ
    Auch die Schweiz kennt ähnliche Bräuche, die dunkle Zeit und somit die Zeit der Geister beginnt bei uns offiziell am 11. November mit der Fasnacht und dauert vielerorts bis zum Aschermittwoch. Die Wurzeln verschmelzen hier klar mit den alten heidnischen Bräuchen, wie man sie von Halloween, oder Samhain/Samhuinn (sprich:ˈsau̯nʲ) kennt. Doch nicht nur das Verkleiden und das Lärmmachen hat sich bis in die Moderne erhalten, auch der Brauch der berühmten Jack O'Lantern, der ausgehöhlten Kürbisse kennen wir in der Schweiz. Zwar benutzen wir für unsere Laternen keine Kürbisse sondern Herbsträben, doch die Symbolik dahinter ist dieselbe.

    Samhuinn in Edinburgh

    by on November 01, 2017
    Bildquelle Ihr Lieben, es ist wieder diese ganz besondere Zeit im Jahr. Wenn die Grenzen zwischen Diesseits und Jenseits verschmelzen, w...
    Jede Reise, egal ob gross oder klein, ob nah oder fern, ist ein Geschenk. Jede Reise schenkt uns etwas Einzigartiges und Besonderes. Erkenntnisee, die uns wachsen lassen. Ja, selbst Erkenntnisse, die wir während unserer Reise vielleicht gar nicht besonders schätzen erweisen sich im Nachhinein oft als lehrreich - zumindest  dann, wenn wir offen genug sind sie als lehrreiche Erfahrungen anzunehmen.

    Während meiner letzten Reise nach Apulien hatte ich mir zum Ziel gesetzt möglichst viele Punkte auf meiner eigens dafür angefertigten Bucket List streichen zu können. Wohlwissend, dass ich nicht alleine unterwegs sein würde und dass es daher bestimmt nicht nur darum gehen würde was ich wollte. Dennoch wollte ich soviel wie möglich machen, schliesslich würde es mir erlauben hier auf dem Blog über ein völlig neues Gebiet zu schreiben, das ich zuvor noch nie besucht hatte. Um es schon mal vorweg zu nehmen, wir haben während dieser Zeit tatsächlich fast alles aus meiner Liste gesehen. Doch das grösste Geschenk, das ich aus diesem Urlaub für mich mitnehmen konnte, stand  auf keiner Liste.

    Als ich dort ankam wurde ich erst mal ganz schön aus meinem Rhytmus geworfen. Ich war mit meinen Gedanken eigentlich irgendwo ganz anderst, irgendwo in der Zukunft am planen, wie es weitergehen sollte und, wenn ich ganz ehrlich bin, das Wort Entspannung stand gerade nicht in meiner Agenda. Nicht etwa, weil ich keine Entspannung gewollte hätte, sondern weil es mir ganz einfach nicht in denn Sinn kam, dass mein Körper und Geist etwas Ruhe nötig gehabt hätten.

    Nach anfänglicher Kurzrebellion meines inneren Kobolds, dessen Vokabluar hauptsächlich aus "du musst" und "du solltest aber" besteht, bliebt mir bei dieser brühtenden Hitze kaum eine andere Wahl, als dem kleinen Monster den Mund zu verbieten. Stattdessen habe ich mich entschieden ganz einfach dem Rhytmus des Ortes hinzugeben, die Zeit zu vergessen und mich vom Moment treiben zu lassen. Das gluschtige Essen hat dabei natürlich auch noch ein Stück weit geholfen, keine Frage und siehe da, es war eine der besten Entscheidungen, die ich seit langem getroffen hatte.

    Auf einmal sah ich ganz viel um mich herum, was mir sonst wohl nie aufgefallen wäre. Diese uralten, zum teil schon richtig knorrigen Olivenbäume, die für die Umgebung so wichtig sind, der eisenreiche Boden, der nackte Füsse in kürzester Zeit in eine, na ja, fast echte Rothaut verwandelt und die Meerluft, die bei jedem Atemzug meine Lungen füllte. Abends sassen wir immer noch etwas beieinander - in einer Bar, oder aber Zuhause im Garten. Es wurde gegessen und unterhalten und als die Nacht heranbrach sassen wir gemütlich auf dem Balkon, die Katze auf dem Schoss und beobachteten die Sternschnuppen. So etwas beruhigt die Seele, den Geist und den Körper.

    Es muss nicht immer die gross angekündigte Attraktion sein. Manchmal sind es die kleinen Dinge, die wir erfahren, die sich am Ende als wertvollstes Geschenk erweisen und mit etwas Glück erfährt man dadurch dadurch sogar das ursprüngliche Wesen des Landes.



    Ziemlich genau sieben Jahre ist es jetzt her seitdem ich zum ersten Mal in Kanada war. Lange hatte ich davon geträumt dieses Land zu bereisen, seine Natur zu erfahren und seine Kultur näher kennenzulernen. Im Juli 2011 war es dann soweit, meine Familie und ich hatten entschieden für vier Wochen über den grossen Teich zu hüpfen um das zweitgrösste Land der Welt zu bereisen. Über unsere Reiseroute der ersten beiden Wochen durch Kanadas Westen hatte ich vor einer Weile schon mal geschrieben. Wer gerne mehr darüber erfahren möchte, findet den Artikel unter: Eine Reise durch die Wildnis Kanadas.

    Diesen Post jedoch möchte ich einem ganz besonderen Erlebnis widmen, welches mir damals in Victoria auf Vancouver Island zuteil wurde. Schon seit meiner Kindheit fasziniert mich die Natur und ihre Mysterien. Mich interessieren Kulturen, insbesondere solche, die noch immer stark mir den alten Geschichten und Bräuchen verbunden sind.

    Meine persönliche Geschichte mit den Orcas war vorbelastet durch den berühmten Film Free Willy aus dem Jahr 1993. Diesen hatte ich mit etwa sieben oder acht Jahren zum ersten Mal geschaut und von da an war ich fasziniert von Orcas. Allerdings hatte mich weniger die Beziehung zwischen dem Jungen und dem Wal interssiert, sondern viel mehr das, was sein Mentor Randolf Johnson (gespielt von August Schellenberg) über diese Tiere und ihre Bedeutung für die Ureinwohner zu erzählen hatte. Von diesem Moment an wusste ich, dass ich dieses Gefühl ihnen so nahe zu sein (na ja, vielleicht nicht ganz so nahe wie der Junge im Film) selbst einmal erleben wollte.

    WHALE WATCHING AUF VANCOUVER ISLAND
    Tatsächlich lässt der Orca an der Westküste Kanadas auch nicht lange auf sich warten, denn er begegnet einem überall - in Form von schmucken Anhängern, Figuren oder sogar als Wandmalerei. Seine Bedeutung für die hiesigen Einwohner ist daher kaum zu leugnen und als nettes Souvenir für Touristen in Form von Schmuck sieht er auch sehr schick aus. Aber so ganz zufrieden war ich damit noch nicht. Mit solch einem Traum wie meinem im Gepäck war klar, sollte ich einen Ausflug zu den Orcas der Umgebung machen können, würde dies auf jeden Fall eines meiner ganz grossen Urlaubshighlights werden.

     In Victoria bekamen wir dann die Chance mit einer jungen Gruppe Meeresbiologen hinauszufahren.
    Allerdings stand unser Bootsausflug  anfänglich unter keinem guten Stern. Früh morgens ging es los. Es war neblig und die Meeresbiologen hatten uns schon vorgewarnt, dass es auch gut sein kann, dass wir heute kein Glück haben. Wir wollten es dennoch versuchen und so haben sich mein Vater und ich aufgemacht um die Wasserwildnis Kanadas zu erforschen.

    Erst hörte man noch die Geräusche der Stadt, das Singen der Wasservögel, doch das wurde von Minute zu Minute leiser bis nur noch der Motor unseres Bootes und das dagegenprallen der Wellen zu hören war. Noch immer war der Nebel so dicht, dass wir kaum etwas ums Boot herum sehen konnten und schon nach etwa zwanzig Minuten schien es so, als ob die Welt um uns herum den Atem angehalten hätte. Als der Kapitän kurz darauf den Motor des Bootes abgestellte, erschien mir der Moment schon fast surreal. Jetzt hiess es warten und beobachten, das Team berichtete uns in der Zwischenzeit einiges über die Natur und die Tiere der Umgebung.

    Während weiterer zehn Minuten geschah nichts, doch dann in der Ferne waren auf einmal schwarze Punkte zu erkennen.Wir hatten Glück! Eine ganze Orca Familie war in der Ferne zu sehen, zwar noch relativ klein, aber immerhin. Wir fuhren ihnen ein Stück weit entgegen um sie besser beobachten zum können und je näher wir ihnen waren, desto mehr begann unser Boot zu schaukeln. Die Meeresriesen liessen sich allerdings nicht von uns stören und vergnügten sich in ihrer gewohnten Umgebung.

    DAS HABEN MICH ORCAS GELEHRT
    Was ich an Erfahrungen wie dieser so sehr liebe? Wenn man mit einem kleinen Boot weit draussen auf dem Meer ist und dann plötzlich vor einer Gruppe mäjestetischer Meeresriesen steht, durch die das kleine Boot ganz schön ins Wanken kommt, dann wird mir bewusst, wie klein und unbedeutend ich in diesem Grossen und Ganzen bin.

    Man könnte meinen diese Aussage sei abwertend, doch um ehrlich zu sein ist dieses Gefühl einfach grossartig.Wie oft fühlen wir Mensch uns gegenüber allem anderen erhaben? Wie oft haben wir das Gefühl, wir seien die einzigen auf diesem Planeten, die die Welt auch nur annähernd verstehen? Wie oft glauben wir so viel wichtiger zu sein, als Tiere, Pflanzen oder gar das Universum? Ist das nicht eher ziemlich arrogant von uns? Diese Arroganz verleitet uns dazu die Welt retten zu wollen, denn wenn nicht wir, wer sollte es sonst können? Schliesslich sind wir das Wichtigste, was das Universum zu Stande gebracht hat, nicht wahr? Nun, wann immer ich mich wieder mal so richtig klein und unbedeutend fühle, dann spüre ich gleichzeitig eine ungeheure Verbundeheit, denn ich verstehe nicht nur, dass ich ein Teil des Ganzen bin, ich erlebe es in diesem Moment in seiner ganzen Umfänglichkeit.

    Kann ich die Welt verändern oder vielleicht sogar verbessern? Nun, ich kann mich verändern, dazulernen und wachsen und dadurch kann ich auch ein Stück weit die Welt verändern. Aber nein, retten (vor wem oder was auch immer) muss ich sie nicht, das hat sie gar nicht nötig. Allerdings hat sie es verdient mit Respekt behandelt zu werden und das versuche ich zu tun. Wann immer ich eine Erfahrung wie diese habe, dann erinnere ich mich an genau das und ja, ich glaube das ist etwas sehr Gutes.
    Unter brütend heisser Mittagssonne wagen sich noch nicht einmal die Katzen nach draussen. Wen es aber doch mal gar nicht anders geht, dann schleicht man dem Schatten nach wo man nur kann. In Gallipoli, der Hafenstadt, die zum Teil ein wenig an die Kulissen aus Pirates of the Caribbean erinnert, findet man den ersehnten Schatten vor allem inmitten des "centro storico", dem historischen Zentrum Gallipolis. Hier ist es, im Vergleich zum Resten der Stadt, angenehm kühl.

    Gallipolis Altstadt  befindet sich auf einer kleinen Insel, die durch eine Brücke mit dem neuen Teil der Stadt verbunden ist. Die engen Gässchen eignen sich hervorragend um von einem Ort zum anderen zu gelangen ohne dabei völlig von der Hitze erschlagen zu werden - wofür ich bei 42°C äusserst dankbar war. Zu meinem Erstaunen sind hier die Haustüren sperrangelweit Offen, so dass jeder direkt ins Wohnzimmer der Häuser schauen kann. Zum Teil sitzen die Menschen in den Gässchen, zum Teil schauen sie aus den Fenstern und unterhalten sich angeregt miteinander - es ist eine Szene, die einem Film hätten entsprungen sein können. Ja, hier findet man noch das ursprüngliche Italien.

    Doch nicht nur das, man erkennt hier das griechische Erbe Gallipolis, was es vor allem seiner Architektur mit den typisch weissen Häusern, aber auch an seinem Namen, der auf griechisch "Schöne Stadt" heisst, zu verdanken hat. Zu entdecken gibt es hier in erster Linie das typisch italienische Flair, aber auch Kirchen wie die Chiesa die Santa Maria della Purità oder die Kathedrale der Sant' Agata. Etwas Besonderes ist das Castello Angioino Aragonese und was man auf keinen Fall verpassen sollte, ist es kurz vor der Fontana Greca, dem Griechischen Brunnen vorbezugehen, em ältesten Brunnen Italiens.



    Ich liebe frisches Gemüse, Obst, vor allem auch frische Kräuter und Gewürze. Ein wenig verliebt hatte ich mich bei meinem Besuch Gallipolis dann nicht nur in die Altstadt, sondern auch in diesen Obst- und Gewürzstand. Die prächtigen Farben lassen einen erahnen welch fantastischen Geschmack sie bereithalten. Fast so bunt wie das Essen sind hier auch die Häuser, mit zauberhaften Balkonen und den Pflanzen, die das Bild abrunden. Nicht vergebens trägt Gallipoli auch den Namen "Perle des Ionischen Meeres". Alles Weitere überlasse ich jetzt allerdings lieber den Bildern.


    Einer der ersten Sätze, die ich bei meiner Ankunft in Apulien zu hören bekam war: "Du brauchst dich nicht wundern, hier ist die Landschaft trocken und alles läuft etwas anders ab, als du es dir gewohnt bist." Mittlerweile kann ich bestätigen, genau so ist es. Nicht, dass ich während meiner früheren Reisen noch nie Ungewohntes oder gar Aussergewöhnliches erlebt hätte, die Leute Apuliens jedoch wissen, wie man diese Andersartikeit mit einem gewissen Charme versüsst.

    Dass hier alles etwas anders verläuft war für mich eine willkommene Abwechslung - für Körper und Geist. Seit meiner Ankunft hatte ich das Gefühl, dass die Zeit langsamer vergeht und das obwohl es auf den Strassen, aber auch auf den Märkten gerne mal hektisch zugeht. Doch irgendwie gehört das Hupen auf den Strassen und das laute Rufen auf dem Markt einfach mit dazu.

    Mich hat es zum ersten Mal so weit in den Süden Italiens verschlagen, den ich übrigens lange Zeit gar nicht wirklich auf dem Schirm hatte. Ein Fehler, wie sich während der letzten Wochen für mich herausstellte, denn Apulien hat viel zu bieten. Der Kontrast zur Hektik bieten unter Anderem weite Alleen uralter Olivenbäume, türkisfarbenes Wasser, das dem der Karibik in nichts nachsteht und malerische Städte wie aus dem Bilderbuch.


    Städte wie Gallipoli, Otranto oder auch San Giovanni sind definitv einen Besuch wert - im August allerdings, vor allem auch wegen Ferragosto, ziemlich überfüllt. Wer es gerne etwas ruhiger hat sollte daher entweder vorher, oder aber ab September nach Apulien reisen. In den nächsten Tagen und Wochen werde ich euch über die Besonderheiten Süditaliens berichten. Ich werde euch aber auch verraten wo es besonders schön ist und weshalb es sich lohnt diese Orte mindestens ein Mal im Leben besucht zu haben.

    REISEN VS. ERLEBEN
    Reisen ist nicht gleich erleben, zumindest nicht zwingend. Wie oft habe ich schon von Leuten zu hören bekommen, wo sie überall waren, doch wenn ich dann etwas genauer nachgefragt habe, hatte mein Gegenüber nicht wirklich eine Ahnung über die Kultur, die Geschichte oder zum Teil sogar über das Essen des Landes. Gut, manchen gefällt es in einem fremden Land zu sein, dann aber doch alles wie Zuhause vorzufinden und wehe es gibt hier keine Rösti mit Zürigschnätzlets (Denn ein Fondue bei über 30°C wäre wohl im Urlaub doch etwas zu viel verlangt). Natürlich hat man dann schon etwas erlebt, nämlich dass man auch in der Ferne möglichst so leben kann wie daheim. Aber geht es beim Reisen wirklich darum?

    Manchmal kommt es mir so vor als wolle jeder schon überall gewesen sein, aber keiner will so wirklich etwas Ungewohntes und Neues - geschweige denn eine fremde Kultur erleben. Reisen? Ja unbedingt, aber bitte nicht ausserhalb meiner Komfortzone, sonst wird hyperventiliert.

    Klar, jeder muss für sich selbst entscheiden, wie viel Neues er aus welchen Gründen auch immer auf seiner Reise zulässt. Ich schreibe das hier nicht um über andere zu urteilen. Was ich tatsächlich damit bezwecken will ist ganz einfach mal in sich zu fühlen und ehrlich zu sich selbst zu sein.

    BEWUSST REISEN
    Für mich hat diese Ehrlichkeit sich selbst und den eigenen Gefühlen, sowie Zielen gegenüber sehr viel mit bewusstem Reisen zu tun: Was habe ich während meiner letzten Urlaube viellicht nicht gewagt, was ich hätte wagen sollen? Was habe ich dadurch verpasst? Habe ich die Kultur des Landes tatsächlich erfahren können und zwar mit allen Sinnen? Oder bin ich vielleicht aus Bequemlichkeit doch lieber in meiner scheinbar so sicheren Komortzone geblieben?

    Ich selbst stelle mir diese Fragen mittlerweile vor jeder Reise, denn ich kenne mich gut. Ich weiss wie weit ich gehen kann, wie weit ich meine Komfortzone verlassen kann und wo meine Grenzen dann entgültig erreicht sind. Mehr über fremde Kulturen zu lernen, einiges persönlich erleben - das ist mir wichtig. Ich war noch nie ein Fan von husch, husch einen Ort besuchen. Durch möglichst viele Länder zu reisen nur um dort gewesen zu sein, daran finde ich einfach kein Gefallen.

    Für mich bedeutet reisen gleichzeitig  persönliches Wachstum, sei dies kulturell oder spirituell - im besten Fall ist es etwas von beidem. Da kann ich mich mit einem zweitägigen Shoppingtripp weiss ich wohin oder irgendwo Pary machen einfach nicht zufrieden geben. Wenn ich mir dann vor meinen Reisen jeweil die oben gestellten Fragen beantworte, dann weiss ich, dass mein Potential darin liegt sie so zu gestalten, dass ich nicht nur reise, sondern mit all meinen Sinnen erlebe.

    WIE WIRD EINE REISE ZU EINEM ERLEBNIS?
    Mit ehrlichem Interesse, Offenheit und einer guten Portion Beharrlichkeit. Wenn ich interessiert bin während meiner Reise etwas zu erleben, dann bereite ich mich schon mal ganz anders darauf vor. Vielleicht übers Interenet oder mit Hilfe eines Buches. Vielleicht kenne ich jemanden, der aus meinem Reiseziel stammt, oder jemanden, der schon oft dort war. Ich habe aber auch gelernt, dass ich mit meiner Weltoffenheit einem echten Erlebnis immer ein ganzes Stück näher bin. Ich bereite mich daher nicht nur vor, ich lasse mich auch ein Stück weit von Ideen und Inputs leiten.
     
    Ein dritter wichtiger Punkt, der mich während meiner Reisen in Sachen Erlebnis schon oft weit gebracht hat ist Beharrlichkeit. Als ich vor etwas über einem Jahr geschäftlich nach Kuala Lumpur fuhr, hat sie mich davor bewart einer dieser oft typischen: "ich bin zwar eine Woche dort, bekomme aber doch nichts zu sehen Trips. Furchtbar!

    Als ich dort ankam habe ich meine Arbeitskollegen und Leute aus dem Hotel gefragt,was ich denn nach meinem Arbeitstag und am Wochenende unternehmen könnte, was es hier möglichst autentisches zu erleben gäbe. Die Antwort war allerdings eher ernüchternd: Petronas Towers und Shopping Malls -  keine goldigen Aussichten für jemanden mit dezenter Shoppingflucht und einer etwas weniger dezenten Höhenangst (obwohl ich mich am Ende trotztem hinauf gewagt habe). Es konnte doch nicht sein, dass man in einer Stadt wie Kuala Lumpur nichts weiter tun konnte als DAS.

    Also habe ich das ganze selbst in die Hand genommen. Da ich an der Kultur, Natur und an den hiesigen Tempeln interessiert war, habe ich mich kurzerhand dazu entschlossen mich selbst schlau zu machen. Ich hatte von einem berühmten Hindu Tempel gehört, der sich in Kalksteinhölen, etwa eine halbe stunde ausserhalb der Stadt befand. Der Hinduismus ist in Malaysia zwar nur die viertgrösste Religion was etwa 9% der Bevölkerung ausmacht, dennoch klang dieses aussergewöhnliche Konstrukt für mich sehr spannend und da ich im Büro mit vielen indischstämmigen Kollegen zu tun hatte, würde ich hier bestimmt mehr informationen darüber erhalten und genau so war es. Als meine Kollegen bemerkten, dass mein Interesse nicht nur oberflächlich sondern echt war, waren sie mehr als erfreut mich in ihre Kultur, Essgewohnheiten und die Geschichte des Tempels einzuweihen. Alles, dank meiner Beharrlichkeit.

    Natürlich ist das nur eines von vielen Beispielen, die eine Reise zu einem Erlebnis machen können. Es ist aber auch ein sehr schönes Beispiel dafür was alles möglich ist, wenn einem wirklich etwas am Herzen liegt. Für mich hat sich die Reise schlussendlich, trotz des Zeitmangels und anfänglicher Schwierigkeiten, auf jeden Fall gelohnt.

    Meinen Ausflug zu den Petronas Towers, in die Petaling Street und ins typisch malaiische Viertel Bukina Bitang findet ihr übrigens in meinem Blogpost 5 Dinge die du in Kuala Lumpur erleben solltest. Meine Reise zum Hindutempel in den Batu Caves findet ihr in meinem Post über Murugans Höhlen und meinen Besuch eines authentisch südindischen Restaurants mit meinen indischen Kollegen findet ihr unter meinem Restaurant-Tipp: Betel Leaf.

    Jetzt bleibt mir eigentlich nur noch die Frage wie  ihr eure Reisen jeweils zu einem Erlebnis macht? Beziehungsweise: Reist ihr noch oder erlebt ihr schon?
    Der Norden Schottlands ist geprägt von weiten Moorlandschaften und zum Teil von wunderbaren Laub- und Nadelwäldern. Berühmt ist die Gegend vor allem aber auch für ihre zerklüftete Landschaft mit ihren vielen Lochs, so wie die Seen hier genannt werden. Eines dieser Lochs ist wohl das berühmte Loch Ness, doch wer sich allein damit zufrieden gibt, verpasst meiner Ansicht nach noch viel schönere Lochs der Gegend. Mein Favorit? Das Loch Duitch worüber das berühmte Eilean Donan Castle thront - für mich definitiv ein Highlight. Noch dazu bietet der Besuch dieses Lochs gleichzeitig eine gute Mölichkeit weiter entlang des Loch Alsh und bis zur berühmten Isle of Skye zu gelangen.

    EIN ABENTEUER OHNE FILTER
    Auf Syke befinden sich viele zauberhafte Orte, unter anderem auch der Old Man of Storr. In einem früheren Blogpost habe ich diesen sehr bekannten Landschaftsstrich der Insel als Obelix Hinkelstein bezeichnet, weil er mich an genau das erinnert und tatsächlich ist die Ähnlichkeit kaum zu leugnen. Gut, es ist ein sehr grosser Hinkelstein, doch das ändert nichts an seiner doch sehr verdächtigen Form.

    Als ich vor ziemlich genau zwei Jahren zum letzten Mal in Schottland war, habe ich mit meinen Lieben das erlebt, was ich gelegentlich als "Abenteuer ohne Filter" bezeichne. Ihr wisst schon, eines dieser Erlebnisse, das wohl keine Bilder für den nächsten Reisekatalog hergibt, einem dafür aber so viel mehr gibt, als das schönste Urlaubsheft es je könnte. Um ehrlich zu sein sind das für mich oftmals die echtesten Erlebnisse. Eine Echtheit, die mir im Internet und vor allem auf Reiseblogs viel zu oft fehlt.

    Natürlich liebe ich schöne Urlaubsbilder, doch gerade wenn man sich spontan in ein Abenteuer begibt, hat man nicht immer Zeit beim "richtigen" Wetter am pefekten Ort aufs passende Licht zu warten um ein Foto zu schiessen, das im nächsten Hochglanzheft erscheinen könnte.

    THE OLD MAN OF STORR
    Nun, meine Reise zur Isle of Skye im nordwesten Schottlands war so ein Abenteuer. Eines, das ungeplant vonstatten ging und so bestimmt von keinem Reisemagazin veröffentlicht würde, erst recht nicht mit den Bildern, die ich davon mit Nachhause gebracht habe. Doch genau dieser spontane Entscheid den Old Man of Storr aufzusuchen, den Berg voller Matsch und trüber Umgebung zu erklimmen, genau das macht dieses Erlebnis so wertvoll.

    Damals haben wir uns noch am Ankunftstag auf der Insel auf Erkundungstour begeben und als wir am Fuss der berühmten Felsformation standen, konnten wir es einfach nicht lassen. Obwohl wir absolut unvorbereitet dort standen, noch nicht mal die Wanderschuhe mit dabei hatten, wollten wir es wissen. Klar, als Schweizer kann einem so ein bisschen Berg nichts anhaben. Trotzdem, mein persönliches Ziel, nämlich ganz oben zu stehen um diese berühmte Aussicht zu geniessen, habe ich bei der damaligen Reise nicht erreicht.

    Nach gut einer Stunde bergauf, gelangten wir zur berühmten Felsformation. Um das perfekte Foto schiessen zu können, hätten wir jedoch nochmals etwa eine Stunde weiter hoch gehen müssen. Der Wind blies noch immer stark, die Wolken hingen tief, sodass wir nicht wussten ob wir überhaupt etwas sehen würden. Noch dazu kam, dass wir anhand der spontanen Entscheidung den Old Man of Storr zu erklimmen leider nicht die richtigen Schuhe mit dabei hatten. Ein amerikanisches Päärchen, welches uns entgegen kam bestätigte, dass wir weiter oben mit diesen Schuhen zu sehr im Matsch einsinken würden, weshalb wir schweren Herzens die Rückkehr antreten mussten.

    Nun, auch das gehört eben manchmal zu spontanen Abenteuern mit dazu. Mein Bild, das ich mir insgeheim schon im Kopf ausgemalt hatte, würde dieses Mal wohl nicht entstehen. Etwas enttäuscht war ich auf den ersten Moment natürlich schon. Wenn ich jetzt, zwei Jahre nach diesem Ausflug an diesen Tag zurückdenke, muss ich allerdings schmunzeln. Wir haben gemeinsam etwas erlebt, was kein noch so gutes Foto hätte einfangen können. Wir haben gemeinsam beim Erklimmen des steilen Weges gekeucht, wir haben zusammen gelacht uns ein bisschen gemeinsam darüber genervt es nicht bis ganz nach oben geschafft zu haben und wir haben uns darüber amüsiert alle dieselbe, zerzauste Frisur abbekommen zu haben. Fotos gab es natürlich trotzdem, nur eben ungefiltert und äusserst authentisch.


    Mir persönlich ist Authentizität sehr wichtig, nicht nur während meiner Reisen, auch hier auf dem Blog. Manchmal spielt das Wetter nicht mit, man ist vielleicht nicht zum richtigen Zeitpunkt dort oder hat, wie wir damals ganz einfach nicht die richtige Ausrüstung mit dabei. Doch das alles is im Grunde genommen ohnehin nebensächlich, zumindest dann wenn man bereit ist den Moment voll und ganz zu geniessen.

    Erlebnisse wie diese erinnern mich dafür immer wieder daran, dass es mehr als nur eine Seite zu betrachten gibt. Dieses Abenteuer hat uns durch eine sagenumwobene Landschaft geführt, durch die Natur, die sich uns keinesfalls anpassen wird und das ist auch gut so. Solche Ausflüge bieten einer Künstlerseele und einem Fotoheini wie mir die Gelegenheit nicht immer etwas erschaffen zu müssen, sondern inne zu halten und zu geniessen. Während meinem Aufstig auf den Old Man of Storr habe ich gelernt, dass nicht das perfekte Urlaubsfoto dieses Abenteuer so wertvoll macht, sondern das, was in diesem Moment alles auf mich gewirkt hat. Der Wind, der Regen, das gemeinsame Abenteuer - ich habe mit allen Sinnen erlebt und ich habe mich so richtig lebendig gefühlt. Ein Gefühl, das kein Foto vermitteln kann.
    Wie ihr wisst, bin ich fasziniert von Kulturen, Mythen und Geschichten. Was ich auch immer als unheimlich spannend empfinde ist, wenn Kulturen sich an einem eigentlich "fremden" Ort entfalten können. Fremd in Klammern deshalb, weil es nach so vielen Jahren und Generationen natürlich kein fremdes Land mehr, sondern ein Zuhause geworden ist. Dennoch würde man diese Kultur eigentlich an einem ganz anderen Ort erwarten. Eines dieser Phänomene sind die berühmten Chinatowns, wie man sie ausserhalb Chinas rund um die Welt findet.

    In San Francisco zum Beispiel ist die chinesische Kultur noch so präsent, dass viele der älteren Menschen in Chinatown noch nicht mal richtig english sprechen - das  habe ich während meiner Zeit dort selbst erlebt. Tatsächlich gibt es da Einwohner, die ihr chinesisches Viertel kaum verlassen. Es gibt dort Einkaufsmöglichkeiten, Ausgehmöglichkeiten - ja sogar chinesische Schulen. Sie leben in ihrer eigenen kleinen chinesischen Welt. Speziell, nicht wahr? Aber eben auch unheimlich spannend. Im Gegensatz dazu ist Londons Chinatown noch lange nicht so stark in sich gekehrt. Alles ist viel offener, jedoch ohne seinen besonderen Charme zu verlieren.

    PAIFANGS UND PAILOUS
    Dieses typisch chinesische Tor, auch als Pailou oder Paifang bekannt, wie man es in Chinatowns rund um die Welt findet, hat mich bei meinem letzten London Besuch ganz besonders in seinen Bann gezogen. Ich habe während meiner Reisen schon einige Chinatowns gesehen, unter anderem die beidem grössten der Westlichen Welt in San Francisco und Vancouver, aber auch jenes in Kuala Lumpur. Paris rühmt sich übrigens mit dem grössten Chinatown Europas - was ich allerdings nicht bezeugen kann, da ich bei meinem letzten Besuch der französischen Hauptstadt vor über zehn Jahren nicht im chinesischen Viertel war. Das schönste Chinatown bisher für mich ist aber ohne Frage das in London.

    Die chinesischen Schriftzeichen gepaart mit den typisch englischen Backsteinhäusern haben einfach einen ganz besonderen Charme. Aber auch das eben schon erwähnte Tor und nicht zuletzt die Nähe zu so vielen sehenswerten Orten Londons sprechen für einen Besuch von Londons chinesischem Viertel.



    WAS LONDONS CHINATOWN ZU BIETEN HAT
    Hier findet man nicht nur eine grosse Auswahl an Asiatischen Restaurants und Bars, oder Ramschläden in denen man sich für wenig Geld ein chinesisches Amulett kaufen kann, es gibt auch ein paar wunderbare Orte was Traditionelle Chinesische Medizin angeht. Ihr wisst ja, mich fasziniert Naturmedizin, daher lasse ich es mir auch nicht nehmen im Urlaub die Chance zu ergreifen in alte, traditionelle Apotheken zu schauen wann immer es sich ergibt.

    Das schöne an Londons Chinatown ist allerdings auch, dass es sich an einem Ort befindet, der gerade für Touristen perfekter nicht sein könnte. Chinatown liegt nämlich im angesagten Londoner Viertel Soho, östlich befindet sich das ebenso angesagte Covent Garden Viertel, im Süden der Leicester Square mit all seinen Theatern und Kinos und westlich davon der Picadilly - ja ihr versteht schon was ich meine, wer London's Chinatown nicht mindestens einmal besucht hat, hat vermutlich sein Hotelzimmer erst gar nicht verlassen.

    In Supermärkten wie See Woo oder New Loon Moon findet man exotische Ware, zum Beispiel Früchte oder Gewürze und auch Golden Gate Cake Shop mit seinen über 80 Sorten orientalischer Cakes und Backwaren scheint nicht nur bei den Touristen, sondern auch bei den Einheimischen sehr beliebt zu sein. Ausserdem bietet Chinatown nicht nur chinesische Restaurants, sondern allgemein bunt durchmischtes aus dem Asiatischen Raum. Mehr Infos und Tipps findest ihr übrigens auf der offiziellen Chinatown Website.

    Ihr Lieben, eigentlich bin ich ja ein absolutes Zwischenjahreszeitskind. Sehr heisse und vor allem feuchte Temperaturen vertrage ich nur bedingt und schleiche dann schon mal gerne dem Schatten nach, wo es nur geht. Auf der anderen Seite bin ich auch ein kleiner "gfrörli", was bei uns in der Schweiz soviel heisst wie: Ich bin jemand, der rasch kalt hat. Sonne finde ich daher prinzipiell etwas ganz tolles - nur eben nicht, wenn sie mich schmelzen lässt, wie ein Schneemann beim Erblicken des ersten warmen Sonnenstrahls.

    Letzten Freitag jedoch, habe ich nebst des sommerlichen Schmelzgefühls auch seit langem wieder mal ganz bewusst die Vorzüge des Sommers genossen. Ich habe mich über mittag in den Park gesetzt, mein Essen im Schatten eines alten Baumes gegessen und bin anschliessend Barfuss über die Wiese gelaufen - ihr Lieben, ich habe mich ganz einfach wieder mal spontan geerdet und das hätte ich - der Gförli - mitten im Winter nicht tun können.

    Als dann gestern Abend der Wind stärker wurde und wenig später mitsamt Gewitter die ersehnte Abkühlung brachte, war ich wieder in meinem Element. Deshalb ist es mir auch so wichtig meine Reisen mit allen Sinnen zu erleben, denn ich finde diese Art zu erleben gibt uns, oder zumindest mir, unheimlich viel.

    Den Sommer liebe ich deshalb so sehr, weil all diese Gefühle, diese Sinne, die während des Winters oftmals stark nach innen gerichtet sind, endlich ihre Entfaltung nach aussen finden. Heute sind die Temperaturen schon wieder viel angenehmer, der Wind bringt die Blätter vor meinem Fenster zum tanzen und die Vögel singen um die Wette. Für mich ist es einer dieser perfekten Tage um zu schreiben - was will man mehr?

    Habt alle einen zauberhaften Sonntag!

    Für mich ist das Reisen gleichzeitig auch immer etwas zutiefst Spirituelles. Es erlaubt mir meine Welt aus einem anderen Blickwinkel zu entdecken, sie zum Beispiel durch Gewürze und Gerichte auf ungewohnte Weise zu erfahren und dadurch zu wachsen.

    Auf diese Weise habe ich nicht nur viele Länder und Kulturen, sondern auch viele äusserst interessante Menschen kennengelernt. Die einen etwas verrückter als andere, aber fast immer waren es wertvolle und zum Teil auch spirituelle Begegnungen. Wenn ich in diesem Blogpost von spirituellen Begegnungen und spirituellen Menschen spreche, meine ich allerdings nicht irgendwelche Teebeutelschwinger, die einem für 350 Franken das erzählen, was man hören will und glauben, die Erleuchtung schon mit der Muttermilch eingesogen zu haben.

    Stattdessen meine ich  die Menschen, die mir mit viel Offenheit ihre Kultur, ihr Essen, ihre Häuser öffnen - mir erlauben unsere Welt aus einem für mich ungewohnten Blickwinkel zu sehen. Menschen, die sich selbst vielleicht gar nicht als besonders spirituell bezeichnen würden, mich jedoch zum Tei sehr wertvolle Dinge über das Leben beigebracht haben.

    Eine dieser Personen war der Ureinwohner im nördlichen Teil des Grand Canyons, der mich gelehrt hat "den Frauenkopf"in einer der Felswände des Grand Canyons zu sehen, während alle anderen Touristen den Adler - übrigens auch ein sehr schönes Motiv - fotografiert haben. Es sind aber auch Personen, wie die Meeresbiologen in Kanada, die mir nicht nur das Leben der Orcas, sondern auch deren Bedeutung für die Umgebung nähergebracht haben. Nicht zu vergessen der Londoner Stadtführer, der es einfach nicht lassen konnte uns zu zeigen in welchen der Gebäude es, laut alter Geschichten, besonders häufig spukt. Aber eben auch kulinarische Erlebnisse haben mich sehr viele Wertvolle Dinge gelehrt. Wie zum Beispiel  als ich in Kuala Lumpur von meinen indischen Arbeitskollegen in ein echtes südindisches Restaurant eingeladen wurde. Wenn die sagen es sei authentisch, dann wird es das wohl auch sein. Zu sehen wie viel Freude wir beim gemeinsamen Essen hatten und wie viel Freude sie hatten, dass es mir so sehr geschmeckt hat, war für mich eine wertvolle Erfahrung. Ich habe von ihnen nicht einiges über ihre Kultur gelernt, sondern auch vieles über den Spirit, der dem ganzen innewohnt.

    Daher bin ich durchaus der Meinung, dass Begegnungen und der Austausch mit Menschen verschiedenster Kutluren unheimlich wertvoll sind und uns sehr vieles lehren können, nicht nur über deren Kultur, aber auch über uns selbst.


    Hier sind meine top 9 Dinge, die mich Begegnungen während meiner Reisen gelehrt haben:
      1. Wenn wir bereit sind gewohnte Dinge auf eine ganz andere Weise zu erfahren, dann sind wir bereit zu wachsen
      2. Grenzen existieren in vielen Fällen nur in unseren Köpfen
      3. Die Sprache ist nur eine von vielen Möglichkeiten sich miteinander zu unterhalten
      4. Absolute Sicherheit ist eine Illusion
      5. Wir können Unsicherheiten oder gar Angst vor Dingen/anderen Menschen verlieren, wenn wir bereit sind sie wirklich kenenn zu lernen
      6. Wir können immer etwas voneinander lernen
      7. Wenn wir lokale Gerichte essen, dann schmecken wir nicht nur die Kultur, sondern auch einen Teil des Landes
      8. Wer wirklich sehen will, sollte dazu sein Herz verwenden, nicht die Augen
      9. Wir sind nicht alle gleich, aber alle gleichwertig
      Ist es nicht spannend, wie solch kleine Begegnungen so viel bewirken können? Was sind eure ganz besonderen Begnungen?
       
      Hallo ihr Lieben, was für ein aufregendes Wochenende ich schon wieder bald hinter mir habe. Ich freue mich ja zugegebenermassen schon gefühlt ein ganzes Jahr vor Eventdurchführung auf die Fantasy Basel, die dieses Wochenende wieder mal gezeigt hat was sie kann.

      Heute regenet es zwar wieder, doch am Samstag als wir in Basel waren, hatten wir Glück mit dem Wetter, so dass Geeks und Cosplayer trocken geblieben sind. Auch gestern war das Wetter herrlich, lediglich die heutigen Fantasy Basel Besucher haben leider nicht ganz so viel Glück. Wer gerne mehr über dieses Event erfahren möchte, darf sich gerne auf meinem letzjährigen Artikel darüber schlau machen, oder aber natürlich direkt auf der offiziellen Seite.

      Die Bilder zum diesjährigen Event könnt ihr übrigens auf meinem Instagram Account 'therealardigarm' anschauen, da hatte ich am Samstag auch die Instastory dazu gemacht. Wer am nächsten Event live dabei sein möchte, darf mir selbstverständlich auch gerne folgen, denn auf Insta gibt es immer die neusten Fotos und Stories meiner Abenteuer zu sehen.

      Heute Abend darf ich dann ganz offiziell nochmals meinen inneren Geek raushängen lassen, denn dann werde ich den neuen Guardians of the Galaxy Film im Kino sehen. Hat den schon jemand von euch gesehen? Ich bin auf alle Fälle schon unheimlich gespannt!

      So, nun aber zum heutigen Rezept. Die Süsskarfottelpfanne, die ich euch in diesem Post vorstelle ist wirklich einfach nachzukochen und noch dazu nur wenig Zeitaufwändig. Daher eignets sich dieses Gericht hervorragend als gesundes Frühstück oder aber auch als kleiner Lunchsnack - dann vielleicht mit einem Ei mehr oder etwas mehr Süsskartoffeln.

      Ich muss ja zugeben, dass ich Süsskartoffeln LIEBE, daher stehen immer mal wieder Rezepte damit auf meinem Wochenmenü-Plan. Wenn es dann noch so rasch zubereitet werden kann, bin ich natürlich der grösste Fan, schliesslich hat man nicht immer Zeit lange am Herd zu stehen, auch wenn ich normalerweise sehr gerne koche.

      DU BRAUCHST DAZU ...
      • Süsskartoffeln
      • 1 Peperoni
      • 4  Eier (je 2/ Person)
      • Rosmarin, Thymian
      • Salz Pfeffer

      SO WIRD'S GEMACHT ...
      Erst die Süsskartoffeln und die Peperoni in Würfel schneiden. Dann die Süsskartoffeln zusammen mit etwas Rosmarin und Thymian etwa 10 Minuten in einer Pfanne anbraten, sobald sie etwas weicher sind können die Peperoniwürfel dazugegeben werden. Das Ganze mit etwas Salz und Pfeffer würzen und nochmals etwa 5 Minuten braten. Zum schluss zwischen Süsskartoffeln und Peperoni kleine Löcher machen, sodass die Eier darin aufgeschlagen und angebraten werden können. Den Deckel drauf und sobald die Eier bereit sind kann serviert werden.


      Bei der heutigen kulinarischen Reise nehme ich euch mit nach Hawaii. Das Originalrezept wird eigentlich mit dem aus dem Pazifik stammenden Mahi Mahi Fisch zubereitet. Da ich diesen jedoch bei uns nicht erhalten konnte, habe ich ihn ganz einfach  duch Tilapia ersetzt. Dieser passt, wie ich finde, geschmacklich auch sehr gut und gibt glücklicherweise auch optisch was her.

      Als ich damals in Kalifornien lebte, wollte ich erst für ein paar Tage nach Hawaii, was dann allerdings leider weder zeitlich noch finanziell gereicht hat. Die hawaiianischen Inseln stehen bei mir aber auf jeden Fall noch auf der Bucket List. Wäre ja auch zu langweilig, wenn ich mir meinen noch nicht mal ganz 30 Jahren schon die ganze Welt gesehen hätte.

      Heute desahlb erst einmal eine kulinarische Reise nach Hawaii, wer weiss vielleicht inspiriert diese ja den einen oder anderen unter euch nach Hawaii in den Urlaub zu fahren.

      ZUTATEN (für 2 Personen)

      10g Butter, zerlassen
      eine Prise Salz
      1/2  TL Knoblauchpulver
      1/2 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
      eine Prise Caennpfeffer
      1 TL Oregano
      1 TL Thymian
      2 Tilapia Fischfilets

      Für die Salsa:
      1/2 Ananas
      1/2 Rote Peperoni
      1/2 Rote Zwiebel, fein gehackt
      1 Milde Chilischote (z.B. Jalameño)
      1 kleine Knoblauchzehe, zerdrückt
      Saft von einer Limette
      Handvoll Petersilie, fein gehackt


      UND SO WIRDS GEMACHT ...
      Für die Salsa die Ananas und Peperoni in kleine Stücke schneiden. In eine Schüssel geben und mit Zwiebel, Chilischote, Knoblauch, Limettensaft sowie etwas Petersilie vermengen.

      Für den Fisch die die Butter in einer Pfanne zerlassen und in eine flache Schale geben. Dann in einer zweiten Schale Salz, Knoblauchpulver, Pfeffer, Cayennepfeffer, Oregano und Thymian miteinander vermengen. Diese beiden Komponenten werden unsere Marinade ergeben.

      Jetzt können die Fischfilets in der zerlassenen Butter wenden, dann dasselbe nochmals mit den Gewürzen, damit die Marinade den Fisch umhüllt. Dann die Filets in einer Pfanne auf mittelerer Stufe von jeder Seite ca 3-4 Minuten braten und dann zusammen mit der  Salsa servieren.

      Wir haben uns hier in der Beilage noch für Reis entschieden. Farblich hätte wohl Wildreis noch etwas besser dazu gepasst, doch vom Geschmack her war auch der Basmati sehr lecker.

      Das Rezept ist super einfach, es ist besonders, da es sicehr nicht jeder kennt und vor allem ist es absolut lecker.  Ausserdem, mal abgesehen von der Butter, ist es leich und gesund. Was will man mehr?

      Ich wünsche euch allen viel Vergnügen auf eurer kulinarischen Reise nach Hawaii!
      Heute entführe ich euch nach Rom und zwar an einen der wunderbarsten Plätze der Stadt. Der Giardino degli Aranci, was soviel heisst wie Garten der Orangen, gehört nämlich zu den schönsten Aussichtspunkten der Stadt. Kein Wunder, dass hier viele Paare den romantischten Tag ihres Lebens feiern wollen.

      Wer jedoch noch ein paar Schritte weitergeht, der wird eine erst unscheinbare Tür mit einem ebenso unscheinbaren Schlüsselloch finden. Vielleicht wird er sich dann fragen, weshalb hier ein paar Leute Schlange stehen, nur um durch ein Schlüsselloch zu schauen. Kann man ja Zuhause schliesslich auch. Das stimmt zwar, was sich Zuhause jedoch hinter Schlüssellöchern verbirgt, wird aber mit grösster Wahrscheinlichkeit nicht so bezaubernd sein wie hier.


      Hinter dem berühmten Schlüsselloch Roms nämlich befindet sich nicht nur ein zum Malteserorden gehörender Garten und die Santa Maria del Priorato, die beide leider nicht öffentlich zugänglich sind, sondern auch ein einmaliger Blick auf den St. Petersdom, den jeder geniessen darf, der davon weiss.

      Ich liebe es diese kleinen und unscheinbaren Orte zu entdecken, denn sie zeigen mir, dass es an jedem Ort, egal wo, viel mehr zu entdecken gibt, als man manchmal glauben mag. Geht es nicht genau darum beim reisen? Den Blick für etwas zu öffnen, was wir nicht jedem Tag sehen.

      Bitte entschuldigt das schlechte Foto. Meine Kamera wollte an dem Tag nicht so wie ich, daher ist der Dom leider viel zu hell daruf. Wer jedoch weiss es mit seiner Fotokamera geschickter anzustellen als ich, wird nicht nur ein unvergessliches live Erlebnis haben, sondern auch eine Erinnerung an Rom, die nicht jeder hat. Ich hoffe ihr könnt euch dennoch ein Bild davon machen, fallst nicht, gibt es hier noch ein paar bessere Fotos.

      Habt alle einen zauberhaften Sonntag! <3




      Ihr Lieben, ich sage euch dieses Rezept ist ein Segen für alle Curry und Linsenliebhaber - also Leute wir mich. Vor etwa zwei Jahren habe ich die Hülsenfrucht für mich entdeckt (hier die Geschichte dazu) und seither mag ich Linsen in allen Variationen und Formen. Wenn dann noch Curry ins Spiel kommt, kann man bei mir mit einem Essen so richtig punkten.

      LECKER UND GESUND
      Doch Linsen sind nicht nur lecker, sondern auch gesund. Sie sind nämlich äusserst nahrhaft, aber das beste an ihnen ist, dass sie auch unglaublich lecker zubereitet werden können. Das habe ich euch unter anderem schon in meinem Linseneintopf Rezept gezeigt, oder aber im Post über Linsensalat.

      Linsen enthalten viel Eiweiss und Balaststoffe, daher sind sie gerade für Veganer eine besonders Wertvolle Eiweissquelle (auch wenn ich selbst nicht Veganerin bin, gesund ist es für jeden, das nur mal so als Info am Rande). Dank ihrem hohen Ballaststoffanteil sind sie zudem sehr gut für die Verdauung, sättigen lange und unterstützen das Immunsystem, indem sie helfen Giftstoffe aus dem Darm aufzunehmen und auszuscheiden.

      LINSEN IN VERSCHIEDENSTEN VARIANTEN
      Während der Linsensalat wohl eher etwas für den Sommer ist, hält der Linseneintopf im Winter besonders warm. Mit diesem neuen Rezept in Form eines Linsencurrys kann man bei mir das ganze Jahr punkten, obwohl es natürlich auch sehr schön zur Winterzeit passt. Fürs Linsencurry habe ich mich für eine mildere Variante entschieden, doch natrülich kann die Schärfe je nach belieben angepasst werden.

      ZUTATEN
       Die Zutaten sind, wie immer, für zwei Personen gedacht:

      • 200g rote oder grüne Linsen
      • Eine Zwiebel
      • 100 ml Kokosmilch
      • 1 kleine Zehe Ingwer
      • 1 kleine Knoblauchzehe
      • Currypaste (Rot oder gelb) zur Not geht übrigens auch Currypulver
      • Bouillon

      Falls ihr euch übrigens fragt, was hier auf meinen Fotos sonst noch drin ist. Ich nutze gerne andere Gemüsereste für meine Eintöfpe und Currys. Hier hatte ich noch einen Rest Butternut Kürbis dazugegeben, was übrigens auch sehr gut gepasst hat. Ansonsten verwende ich auch gerne Karotten, Kartoffeln oder Süsskartoffeln in Currys.

      ZUBEREITUNG
      Die Zwiebeln kleinschneiden, den Knoblauch mit der Knoblauchpresse zermahlen und beides zusammen mit den Linsen kurz in etwas Öl anbraten. Dann den ersten Teil des Bouillons dazugeben, so dass die Linsen völlig bedeckt sind und auf mittlerer Hitze während ca 15 Minuten köcheln lassen.

      Soabld das Bouillon eingezogen ist, den Rest des Bouillons hinzugeben und mit ihm gleich etwas von der Curry Paste im Topf verteilen. Vorsicht, je nachdem sind diese Currypasten ziemlich spicy, daher ist es ratsam erst mal nicht zu viel zu nehmen. Nachwürzen kann man später immer noch.

      Das ganze jetzt köcheln lassen bis fast alle Flüssigkeit aufgesogen wurde. Zum Schluss noch etwas von der Kokosmilch dazugeben um das ganze zu verfeinern. Die Schärfe kann jetzt auch nochmals angepasst werden. Das Curry nochmals kurz eindicken lassen und servieren.

      Bon appetit!

      Veganes Linsencurry

      by on Februar 11, 2017
      Ihr Lieben, ich sage euch dieses Rezept ist ein Segen für alle Curry und Linsenliebhaber - also Leute wir mich. Vor etwa zwei Jahren habe ic...

      Hallo meine Lieben, wie wichtig es ist auf seinen Körper acht zu geben, wurde mir erst letzte Woche, leider auf nicht ganz so erfreuliche Weise wieder bewusst. Aber keine Sorge, langsam aber sicher wird alles wieder gut. Meine Famlie und ich hatten nochmals grosses Glück und die Wunden werden wieder verheilen.

      Das Thema Gesundheit kommt für mich also (wieder mal) genau zur richtigen Zeit. Allerdings bin ich nun kein hardcore Gesundheitsfreak, der sich in all diese modernen Gesundheitstrends hineinsteigert. Viel eher erachte ich es für mich selbst als wichtig auf meinen Körper zu hören und das zu mir zu nehmen, was mir gut tut. Wie bei so vielem im Leben, sollte es auch diesbezüglich eine Balance geben.

      Letztes Jahr habe ich Infused Water für mich entdeckt und seither bin ich ein absoluter Fan davon. Ich mag es ganz einfach weil ich immer viel und gerne Wasser trinke, aber damit dem ganzen einen anderen Geschmack zur Abwechslung geben kann. Ausserdem ist es gesund, und was will man mehr als etwas, das gesund und gleichzeitig lecker ist?

      WAS INFUSED WATER IST UND WAS ES NICHT IST
      Infused Water ist eigentlich nichts anderes als ein Auszug von Früchten, Kräutern und Gemüse in ganz normalem Leitungswasser. Den Begriff Detox Wasser, der auch gerne dafür verwendet wird,mag ich übrigens nicht besonders, denn entgiften tut das Wasser alleine nicht. Auch die Märchen übers Abnehmen durch Infused Water sollte man nicht allzu ernst nehmen. Gut, ein Wundermittel ist es also nicht.

      Doch was bleibt, wenn Infused Water weder Abnehmhilfe noch entgiftend wirkt? Ganz einfach: natürlilches, gesundes Wasser ohne irgendwelche seltsamen Zusatzstoffe. Hier weiss jeder was drin ist und das ist doch in unserer heutigen Zeit etwas sehr Positives. Ausserdem kann unser Köper mit Hilfe von Infused Water Mineralien, Vitamine und Antioxidantien aufnehmen, die ins Wasser abgegeben werden.

      MIT ELAN INS NEUE JAHR - DIE BALANCE FINDEN
      Für mich also genau richtig um ins neue Jahr zu starten und meinem Körper die nötige Energie zuzuführen. Januar und Februar sind nicht so meine Monate, muss ich zugeben und wenn ich da nicht gerade einen Tee schlürfe (was übrigens auch oft vorkommt), dann ist Infused Water genau das richtige.

      Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten sein eigenes Infused Water vorzubereiten. Online wie auch Offline gibt es mittlerweile verschiedenste Bücher und Rezepte dazu.

      HIER STELLE ICH EUCH EINEN DER KLASSIKER VOR
      Ein paar Scheiben Gurke, Zitrone, Organge mit etwas Minze (auf die Hand geben und einmal draufklatschen, das hilft die Aromen aus den Blättern zu lösen) und Ingwer ins Glas geben und mit Wasser auffüllen. Am besten lässt man das Ganze einige Zeit einziehen, ich persönlich bereite mir mein Infused Water gerne am Abend vor und nehme es am nächsten Tag mit zur Arbeit. Gerade die Zitrusfrüchte helfen dem Körper bei Übersäuerung. Das ist besonders gesund, wenn man zum Beispiel viel Zucker oder Alkohol zu sich genommen hat.

      Habt eine schöne Restwoche und einen guten Start ins Wochenende.

      Da bin ich wieder mit meinem Faible für keltische Kultur und Mythologie. Tatsächlich ist mir aufgefallen, dass ich euch aus einem meiner liebsten Länder, Schottland, noch nicht wirklich viel über eben diese Themen berichtet habe, dabei gäbe es von dort so vieles zu erzählen, doch dazu ein ander Mal mehr.

      Heute geht es zwar auch ein wenig um die keltische Kultur, allerdings entführe ich euch nicht nach Schottland, noch nicht mal nach Grossbritannien, dafür aber ins kleine Britannien und zwar in die französische Bretagne.

      AUF KELTISCHEM BODEN
      Nicht etwa, dass meine Heimat kein keltischer Boden wäre, schliesslich bezieht sich der heutige internationale Name der Schweiz (CH = Confederatio Helvetica) noch heute auf den keltischen Stamm der Helvetier. Doch das ist eine andere Geschichte.

      Als erd- und naturverbundene Person mögen meine Reisen, oder besser gesagt, weshalb ich an einen bestimmten Ort reise und wie ich diesen für mich verinnerliche, womöglich etwas anders sein, als für einen normalen Touristen. Ich mag es eine Weile inne zu halten und den Ort ganz in mir aufzunehmen.


      Gerade die Bretagne hat viele keltische Überreste. Nicht nur die imposanten Menhire erzählen von ihrer langen Vergangenheit, auch die vielen Sagen, die sich ums Land ranken, sind noch immer tief verwurzelt. Nicht zu vergessen das Bertonisch, welches dort noch heute gesprochen wird und somit als einzige moderne keltische Sprache, die heute noch auf dem Europäischen Festland verbreitet ist.

      Anders, als vielleicht vermutet stammt die Bretonische Sprache jedoch nicht von der in Frankreich früher verbreiteten gallischen Sprache ab, sondern besitzt die gleichen Wurzeln wie die walisische und die kornische Sprache und gehört somit zu den Britannischen Sprachen.


      Wenn mich jemand fragt, was die Bretagne zu bieten hat, gebe ich immer zur Antwort: " Geschichte, Mythologie und sehr viel Natur." Auch wenn es hier die eine oder andere Stadt gibt, Grossstadtfeeling sucht man vergebens. Stattdessen ist die Bretagne geprägt von einer atemberaubenden Landschaft, von kleinen Dörfern, romantischen Restaurants und entspannender Ruhe.

      CÔTES D'ARMOR
      Während meiner Reise in die Bretagne war ich hauptsächlich im Departement Côtes d'Armor unterwegs, das seinen Namen übrigens aus dem Keltischen ableitet, denn Armor bedeutet nichts Anderes als "Land am Meer" und die Côte aus dem Französischen bedeutet Küste. Côtes d'Armor befindet sich im Norden der Bretagne und hat eine traumhafte und abwechslungsreiche Küstenlandschaft zu bieten.

      So zum Beispiel den Söldnerpfad (Le santier des Douaniers), der besonders zwischen Perros-Guirec und Ploumanac'h ein Highlight ist und, dank seiner rosa schimmernden Granitsteine, auch als „Côte De Granit Rose“ (deutsch: rosa Granitküste) bekannt ist.

      Weiterhin ist die Bretagne auch bekannt für ihre Megalithen. Vor allem die Region um Carnac hat diesbezüglich viel zu bieten, allerdings braucht man nicht unbedingt in den Süden der Bretagne zu fahren um die alten Steinriesen zu bewundern. Die Megalthen von Champ des Roches zum Beispiel, und insbesondere Le Chaos du Gouët in Saint-Brieuc (Video) ist ein echtes kleines Highlight der Gegend.


      BROCÉLIANDE - WALD MERLINS
      Kein anderer Wald wird wohl so sehr mit der Artussage in Verbindung gebracht wie der Wald von Brocéliande. Der Legende nach wurde der berühmte Zauberer Merlin von Viviane (auch Nimue), der Herin vom See, in diesem mystischen Wald  in eine Weissdornhecke verbannt, wo er bis ans Ende der Tage schläft. Dies ist nur eine von vielen mystischen Geschichten, die sich um diesen Ort ranken.

      Wo genau der Wald Brocéliande beginnt oder aufhört, ist auf keiner modernen Karte verzeichnet. Man weiss nur, dass er westlich von Rennes liegt und heute als Wald von Paimpont verzeichnet ist. Rennes selbst, als Hauptstadt der Bretagne,  ist übrigens auch einen Besuch wert. Wer gerne auf den Spuren der alten Artussage wandern möchte, sollte sich diesen mystischen Wald nicht entgehen lassen und wird bestimmt auch einige zauberhafte Begegnungen haben.