BEFREIUNG VOM ÜBERFLUSS
Mit dem Thema konsumbewusstes Leben beschäftige ich mich schon seit einigen Jahren und manches konnte ich auf meinem bisherhigen Weg auch schon umsetzen. Wie zum Beispiel ein Autofreies leben zu führen, nach und nach auf vorwiegend nachhaltige und naturfreundliche Kosmetik umzusteigen, oder meine Ernährungsumstellung, die nicht nur mehr Balance in meinen Kühlschrank sondern auch in meinen Körper gebracht hat.

KONSUMBEWUSST - MÖGLICHST UNABHÄNGIG LEBEN
Konsumfrei beziehungsweise konsumbewusst zu leben bedeutet für mich vor allem mich vom Überfluss materieller Dinge, aber auch vom Überfluss ungesunder Glaubenssätze und Lebensweisen zu befreien und bewusster zu leben. Für mich persönlich bedeutet es allerdings nicht, mir grundsätzlich alles zu verbieten oder auf alles zu verzichten. Für mich bedeutet es viel mehr mich so wenig wie möglich vom gängigen Konsumzwang unserer Gesellschaft beeinflussen zu lassen, mich nicht davon abhängig zu machen und erst recht nicht mich irgendwie darüber zu definieren und davon besessen zu sein.

DAS WERDE ICH 2018 UMSETZEN
Natürlich werde ich auch im neuen Jahr ein paar neue Schritte in Richtung Konsumfreiheit machen:

WEG VOM MATERIELLEN ÜBERFLUSS
Zwar war ich noch nie jemand, der besonders viel Materal anhäuft und immer von allem das neueste braucht. Dennoch sehe ich hier durchaus Potential mir über meine Käufe bewusster zu werden. Es gab in der Vergangenheit schon das eine oder andere, was ich im Nachhinein wohl nicht mehr gekauft hätte, aus welchen Gründen auch immer. Da frage ich mich oft: war das jetzt wirklich nötig? Hier gehört für mich sehr viel Intuition dazu, auf mich selbst zu hören und abzuwägen - eben bewusster damit umzugehen.

Was ich ganz vermeiden möchte zu kaufen: 
  • Dekoartikel (hab ich genug davon, was ich dennoch brauche, kann ich auch selbst machen)
  • Plasticksäcke (ich habe genügend Taschen Zuhause, die ich benutzen kann)
  • Plastik allgemein (versuche ich so gut es geht zu reduzieren)
  • Kleider (die ich nicht wirklich brauche, kaputtes ersetzen ist, falls nötig ok)

MEHR SELBSTGEMACHTES
Selbstgemachtes braucht Zeit, zum Teil sogar viel Zeit. Zeit, die ich teilweise nicht zur Verfügung habe (ihr wisst schon, Arbeit und so). Dennoch will ich versuchen soviel wie möglich selbst zu machen, einen Blogpost habe ich diesbezüglich schon für euch vorbereitet, den werde ich übrigens gleich im neuen Jahr mit euch teilen. Hier geht es darum meine Zeit bewusster einzuteilen, abzuwägen wo Selbstgemachtes Sinn macht und wo es sich dann vielleicht doch eher lohnt zu kaufen. Wenn kaufen, dann aber auch hier möglichst bewusst und sinnvoll.

WENIGER ZUCKER
Auch wenn meine Ernährung schon seit Jahren ein sehr präsentes Thema in meinem Leben ist, habe ich nach wie vor Mühe meinen Zuckerkonsum stark einzuschränken. Softgetränke zum Beispiel fehlen micht überhaupt nicht und auch Zucker im Tee brauche ich keinen und selbstgemachte Desserts süsse ich mit Alternativen. Dennoch würde ich gerne auch mal ganz ohne Süssigkeiten im Alltag auskommen, was mir zugegebenermassen sehr schwer fällt. Meistens nehme ich nach dem Abendessen noch etwas Süsses zu mir, was ich eigentlich völlig unnötig finde - wenn da nur nicht diese Lust wäre ... Also das wird für mich auf jeden Fall eine Herausfoderung.


ALTERNATIVEN FINDEN
Gerade im Bereich der Kosmetik geht bei mir noch mehr. Was Shampoo und Duschpflegeprodukte angeht, habe ich schon vor Jahren umgestellt, aber Deo und Schminke, da darf es dann doch noch einen Schritt weitergehen - zum nächsten Level sozusagen. Auch was den Plastikkonsum angeht möchte ich stark zurückschrauben, mehr darauf achten, wieviel Müll ich allgemein produziere diesen reduzieren und alternativen finden, die umweltfreundlicher sind.

Durchs Jahr wird mir bestimmt noch mehr ein- beziehungsweise auffallen. Das nehme ich dann einfach spontan mit auf die Liste. Ich bin gespannt wie ich mit dieser neuen Challenge umgehen werde. Erfahrungsgemäss gibt es immer Dinge, die mir leichter fallen werden, wo anderes mich richtig schwer fällt, wieder anderes schaffe ich vielleicht überhaupt nicht, oder ich überrasche mich selbst und wo ich dachte, es würde mir schwer fallen, wird es ganz einfach.

Ihr Lieben, mit diesem kleinen Inspirationspost für mehr Nachhaltigkeit und ein bewusster gelebtes Leben wünsche ich euch einen zauberhaften Rutsch ins neue Jahr.
    Beliebteste Bilder auf Instagram 2017
    Manche unserer schönsten Reisen sind die unerwarteten, spontanen Abenteuer, für die wir uns entscheiden. Wenn wir uns entschliessen - wie der kleine Hobbit aus J.R.R.. Tolkiens Buch - eine unerwartete Reise auf uns zu nehmen, öffnen sich uns unegeahnte Möglichkeiten. Es sind die authentischen Reisen, die mich stets inspirieren, wofür wir nicht mal weit weg müssen, sondern nur unser Herz zu öffnen brauchen um sie mit all unseren Sinnen zu erleben.

    Dieses Jahr habe ich eine besonders grosse Reise gewagt, eine, die mir geholfen hat über mich selbst hinauszuwachsen, meinem Herzen zu folgen und den ersten Schritt in ein neues Abenteuer zu wagen. Ich habe mir erlaubt aus alten Mustern auszubrechen, auch nach aussen hin authentisch zu leben, selbst wenn das bedeutet, dass ich mir von manchen anhören musste, dass Authentizität nichts in der Öffentlichkeit zu suchen hat. Ich sehe das anders, das tat ich schon immer nur in diesem Jahr hatte ich auch endlich den Mut dafür einzustehen. Aus dieser "Not" heraus, habe ich auf meine Intuition vertraut und begonnen wir etwas Eigenes aufzubauen: www.nicoleardin.ch

    Vor mir liegt noch ein langer Weg, doch war ich noch nie jemand, der lange zurückschaut - ich schaue viel lieber nach vorne und erkenne all die Möglichkeiten, die mir offen stehen. Einige dieser Möglichkeiten haben sich mir dieses Jahr in Forn spannender Abenteuer angeboten ...

    UNTERNOMMENE REISEN 2017
    In diesem Jahr bin ich nach England gereist um einen waschechten Afternoon Tea zu geniessen, ich habe einiges über Londons multikulturelle Seite kennengelernt und in Apulien das ursprüngliche Italien erlebt. Weiter habe ich über meine 5 Gründe die Povence auf die eigene Bucket List zu setzen geschrieben, habe über das keltische Erbe der Berotnen, über das Geheimnis von Roms berühmtem Schlüsselloch und über die ungewöhnlichsten Tipps für ein einmaliges Foto in San Francisco berichtet. Nicht zu vergessen mein Bericht über 9 wichige Dinge, die mich Menschen während meiner Reisen gelehrt haben, welshalb ein Abenteuer ohne Filter unheimlich wertvoll ist und warum es wichtig ist nicht nur zu reisen, sondern auch zu erleben.

    Mein Blog hat sich sowohl optisch wie auch thematisch ein wenig verändert und aus meinem einen Indie-Reiseblog ist ein zweiter Blog geboren: Fuck normal get wyrd - wo ich nicht nur über eine naturverbundene Lebensweise berichte, sondern auch über ein konsumbewusstes, nachhaltiges und ganzheitliches Leben.

    Ihr Lieben, die grössten Reisen sind oft die unerwarteten, denn sie führen uns aus unserer Komfortzone heraus, lassen uns ausbrechen und eröffnen uns zuvor ungeahnte Möglichkeiten. Lasst uns auch 2018 mutig die Welt entdecken und uns selbst ein Stück weit besser kennenlernen. Im neuen Jahr wünsche ich euch viele zauberhafte Entdeckungen, die euer Herz mit Liebe und Freude erfüllen.

    Stay weird, stay wild - eure Nicky

    Eine unerwartete Reise

    by on Dezember 30, 2017
    Beliebteste Bilder auf Instagram 2017 Manche unserer schönsten Reisen sind die unerwarteten, spontanen Abenteuer, für die wir uns entscheide...
    Lust auf ein verlängertes Wochenende in Edinburgh? Die schottische Hauptstadt hat nämlich nicht nur während der Sommermonate viel zu bieten, sie ist auch ein aussergewöhnliches Erlebnis zur Winterzeit. Weihnachtshopping in New York City oder London kennt jeder, Edinburgh hingegen macht genauso viel Spass, jedoch ohne zu überfüllt zu sein.

    Meine Beziehung zu Edinburgh ist kurz aber intensiv. Wenn man bedenkt, dass schon oft in Schottland war und es bis heute zu einem meiner liebsten Reiseziele zähle, dann sind etwa fünf Tage Aufenthalt in der Hauptstadt nicht besonders viel. Was allerdings nicht heissen soll, dass ich die Stadt nicht mag, sondern viel eher, dass es von meiner schottischen Homebase in Norh Berwick aus einfach noch unglaublich viele andere und ebenso spannende Ausflugsziele gibt.

    Einige davon habe ich euch in meinem Bericht über die Schottischen Lowlands (Schottlands Süden: Von den schottischen Lowlands) schon vorgestellt. Aber zurück zum Thema, denn auch wenn ich nur jeweils für kurze Zeit in Edinburgh war, so habe ich meine Erkundungstouren durch die Stadt als immer besonders intensiv empfunden - manchmal kam es mir sogar fast ein wenig vor, als wäre jede neue Entdeckung wie eine kleine Erinnerung an etwas gewesen, das ich vor langer Zeit schon mal kannte. Was mich betrifft, ich bin ein absoluter Fan der Stadt und kann sehr gut nachvollziehen, weshalb dieser Ort eine solche Faszination auf Künstler, Historiker und Reisende ausübt. Aus diesem Grund werde ich euch meine fünf Pros für einen winterlichen Besuch der schottischen Hauptstadt vorstellen. 

    1. ICE SKATING BEIM SAINT ANDREW SQUARE
    Nur etwa fünf Gehminuten des berühmten Scott Monuments entfernt, auf dem Saint Andrew Square befindet sich ein traumhaftes kreisförmiges Eisfeld, das ein echtes kleines Highlight ist und nicht nur Spass, sondern auch eine Möglichkeit zur Verpflegung bietet. Ausserdem verbindet der Besuch ders Eisfeldes auch gleich die Besichtigung des Melville Monuments, welches das Herzstück des Parks bildet. Wer genug Schlittschu glaufen und verpflegt ist, kann sich danach noch eine Fahrt mit dem Riesenrad gönnen, oder die vielen kleinen Marktstände besuchen. Zur offiziellen Seite ...
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    2. WEIHNACHTSMÄRKTE
    Sobald die Adventszeit beginnt, spriessen die Weihnachtsmärkte überall aus dem Boden - das ist auch in Edinburgh nicht anders, sodass man gemütlich durch die Princes Street Gardens schlendern kann und mit einem heissen Punsch oder Glühwein in den Händen die magische Stimmung der Vorweihnachtszeit geniessen kann.

    Wem das zu langweilig sein sollte, kann seinen Besuch aber auch mit einem der vielen Rides aufpeppen, die es für Gross und Klein gibt. Eine ganz besondere Attraktion für die Kleinen ist der Santa Train oder wie wärs mit etwas Nostalgie für die ganze Familie auf dem Karussell? Mehr Infos dazu gibt es hier: Edinburgh Christmas Time Rides

    Der zweite grosse Markt der Stadt ist der Weihnachtsmarkt an der George Street, der auch als Scottish Market bekannt ist und eine grosse Auswahl lokaler Produkte und schottischer Spezialitäten zu bieten hat. Doch Edinburgh hat wirklich für jeden Geschmak einen Markt, sodass bestimmt jeder etwas für seine Lieben, oder aber auch für sich selbst findet. Hier findest du noch mehr Infos zu den winterlichen Märkten Edinburghs.

    3. THE ROYAL BOTANIC GARDEN
    Wem es draussen zu kalt wird, kann sich im Royal Botanic Garden ein wenig aufwärmen und gleichzeitig etwas über unsere wundersame Pflanzenwelt erfahren. Über 3000 verschiedene Exemplare exotischer Pflanzen haben hier ein Zuhause. Übrigens hat man vom Botanischen Garten aus auch gleich eine wunderbare Sicht auf die Skyline der Stadt, inklusive dem Edinburgh Castle. Mehr dazu gibts auf der offiziellen Seite.
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    4. MUSEEN IN EDINBURGH
    Wer in die Wärme möchte, aber nicht besonders auf Indoor-Gärten steht, der sollte die Gelegenheit nutzen um eines der vielen Edinburgher Museen zu besuchen. Die National Gallery of Scotland zum Beispiel, welche vielerlei berühmter Werke von Van Gogh oder auch Rembrand ausgestellt hat. Das Museum of Scotland, in dem man etwas über die Schottische Geschichte und Kultur lernen kann, oder das Writers Museum, das ein MUSS ist für jeden Literaturliebhaber. Ach ja, fast hätte ich es vergessen zu erwähnen, diese Museen können kostenlos besichtigt werden, also nichts wie hin! 

    5. HOGMANAY: DAS SCHOTTISCHE NEUJAHR
    Vielleicht möchtest du dieses Jahr aber auch einen ganz besonderen Silvesterabend verbringen, dann solltest du in Erwägung ziehen zu Hogmanay in Edinburgh zu sein und einem der grössten Neujahrsfeste beizuwohnen. Hogmanay wird hier so gross gefeiert, dass es eigentlich einen eigenen Blogbeitrag verdient hätte, denn es dauerst nicht zwei, sondern ganze drei Tage und findet vom 30. Dezember bis zum 01. Januar stat. Wenn Edinburgh sich im Ausnahmezustand befindet ist entweder die Festivalsaison im Sommer, oder aber Silvester in vollem Gange. Das Fest wird begleitet von Verschiedensten Events, wie Konzerten, Chören, dem Vikings March und einem gigantischen Feuerwerk. Weitere Infos zu Hogmanay.

    BONUSTIPP: WINTERTRAUM IN DEN HIGHLANDS
    Wer jedoch den Zauber der schottischen Winterzeit ausserhalb der Städte erfahren möchte, findet diese in den Highlands. In Glenshee kann man sogar Skiifahren, wer hätte das gedacht? Und bei schönem Wetter sind die Sonnenuntergänge in Glencoe einfach unbezahlbar. Wem es dann draussen irgendwann zu kalt werden sollte, kann sich in einem der zahlreichen Pubs aufwärmen. Hier noch ein witziger Artikel mit dem Titel: 48 photos that prove Scotland in winter is basically Narnia 

    Allerdings sollte man sich in Schottland, insbesondere in den Highlands stets vorher über die Wetterbedingungen informieren, denn diese sind hier sehr unbeständig. Mehr zum Thema Winter in Schottland findest du hier
    Ihr Lieben, sowie der letzte Monat dieses Jahres heranbrich, will ich euch noch ein paar letzte Reiseinspirationen geben. Was wäre die Adventszeit ohne ihre Weihnachtsmärkte? Heute entführe ich euch nach Frankreich und zwar nach Colmar ins Elsass.

    LA MAGIE DE NOËL À COLMAR
    Colmar ist eine zauberhafte Stadt, doch zur Adventszeit ist sie regelrecht magisch. All die alten, wunderbar dekorierten Häuse, die Marktstände auf dem Kirchenplatz (Place des Dominicains) der Altstadt und die vielen kleinen Cafés, in denen man sich wunderbar aufwärmen kann - man kommt sich fast ein wenig vor wie im Märchen. Tatsächlich hat Colmar nicht nur einen, sondern fünf Weihnachtsmärkte in der Stadt verteilt, die vom 24. November bis zum 30. Dezember geöffnet haben. Jeder ist ein eigenes kleines Dorf, dass es zu entdecken gilt. Mehr zu La Magie de Noël à Colmar gibt es hier ...

    ESSEN UND TRINKEN
    Einzig die vielen Menschen können uns einen Strich durch die Rechnung machen, wenn es darum geht zur Mittagszeit einen Platz in einem Restaurant zu finden. Ich persönlich mag diese Gedränge nicht, sondern mag es viel lieber gemütlich zu Mittag zu essen. Was also während dieser Zeit tun? Nun, ich handhabe es meistens so, dass ich entweder besonders früh, oder etwas später essen gehe. Wer die mögichkeit hat während der Woche nach Colmar zu fahren, sollte diese Gelegenheit auf alle Fälle nutzen. Nun wisst ihr wie, aber noch nicht wo ich euch empfehelen kann zu essen.

    Wann immer ich in Colmar bin, ist es erst einmal Tradition in eines der vielen kleinen Cafés zu sitzen und mit einem guten Tee und einem Croissant die Passanten in der Strasse zu beobachten. Meistens gehe ich dafür in den Salon de thé Dussourd, wo alles frisch zubereitet wird. Sich morgens regelmässig im Café zu treffen und über Gott und die Welt zu diskutieren ist in Frankreich übrigens ganz normal und ich muss zugeben, es sind solche kleinen Traditionen, wie das Zusammenkommen und der Austausch, die ich ganz besonders mag und auch schätze, wenn ich dort bin. Wer also in die Kutlur Frankreichs eintauchen möchte, der sollte es sich nicht nehmen lassen morgens in eines der hübschen Cafés zu sitzen und den Moment zu geniessen.

    Fürs Mittag- oder Abendessen gibt es genug Auswahl. Empfehlen kann ich unter Anderem das Restaurant Au Chasseur. Wer allerdings etwas wirklich Besonderes sucht, der sollte sich die Brasserie Coté Cour nicht entgehen lassen. Das ist und bleibt bis heute mein persönliches kleines Highlight was Restaurants in Colmar angeht. Wem es allerdings nicht zu kalt ist, der sollte sich zu den Ständen bei der Place Jeanne d'Arc begeben, wo es nicht nur süsse Leckereien, sondern auch herzhaftes aus der Region zu Essen gibt.



    5 Gründe den Weihnachtsmarkt in Colmar zu besuchen:

    • Den herzlichen Empfang der Bewohner und Atmosphäre in der Stadt
    • Die zauberhafte Dekoration und Beleuchtung, die einen in eine Märchenwelt versetzt
    • Die Aufrechterhaltung einer Tradition, die mit viel Herzblut weitergeführt wird
    • Die grosse Auswahl an Veranstaltungen während der Weihnachtszeit
    • Der Weihanchtsmarkt, mit seinen magischen Häuschen
     Und tatsächlich ist nicht nur der Empfang herzlich und die Weihnachtsmärkte einen Besuch wert, auch die vielen Veranstaltungen animieren dazu den Aufenthalt in Colmar zu etwas Besonderem zu machen. Wie wäre es denn zum Biespiel mit einer Stadtführung? Oder mit der Gelegenheit endlich wieder mal Schlittschuhlaufen zu können? Und was wäre Colmar ohne seine Petite Venise und der magischen Erfahrung Chinderchöre auf kleinen Booten singen zu sehen? Was es auch sein mag, Colmar hat eine grosse Auswahl und entführt in eine märchenhafte Welt. Ihr Lieben, ich wünsche euch allen einen zauberhaften Start ins Wochenende.

    Wer es wie ich liebt dem Zauber des Lebens zu folgen, hat ab und an das Glück ganz besondere Orte kennenzulernen. Als Badenerin bin ich dann natürlich immer besonders aufgeregt, wenn ich solche Orte in meiner Stadt entdecke. Frau Meise in der Unteren Halde ist ein solcher Ort - einer, von dem ich schon so viel Gutes gehört hatte und deshalb musste ich dort einfach mal vorbeischauen.

    Von aussen wirkt die Frau Meise fast unscheinbar, sodass man Gefahr läuft schnurstracks dran vorbeizuwatscheln (ja, ich spreche aus Erfahrung) - was allerdings wirklich, wirklich schade wäre. Dieser ganz besondere Ort, der so vieles miteinander vereint ist nämlich ein echtes kleines Schmuckstück. Als Café, Bistro, Bar, Pension, Kulturstätte und Boutique ist Frau Meise nicht nur ein Allroundtalent in Sachen Dienstleistungen, sondern auch wenn es darum geht sich rundum wohlzufühlen.



    Ein Besuch bei Frau meise lohnt sich aber nicht nur wegen der familiären Wohlfühl-Atmosphäre, sondern auch weil es hier Selbstgemachtes, Biologisches und Regionales zum Verzehr gibt und, ihr kennt mich mittlerweile, das unterstütze ich mit vollem Herzen. In einer Welt, in der es Unmengen an schnell und maschinell produzierte Produkte gibt, sollte es meiner Ansicht nach noch viel mehr Frau Meises geben.

    Habt eine zauberhafte Restwoche, ihr Lieben und vergesst nicht bei eurem nächsten Besuch in diesem kleinen Schmuckstück vorbeizuschauen! Hier geht's zur offiziellen Website ...
    Hallo ihr Lieben, ich hoffe ihr hattet eine gute Woche. Bei mir war echt viel los in letzer Zeit, sodass ich es geniesse mich einfach mal gemütlich auf dem Sofa einzukuscheln und die Seele baumeln zu lassen. Das Wetter ist übrigens derselben Meinung und begleitet mich schon den ganzen Tag in verschiedensten Grautönen mit teils nasser Zugabe in Form kalten Regens. Auch das Essen ist optimal auf die derzeit vorherrschenden Wetterbedingungen abgestimmt, bei uns wird es heute Abend nämlich ein leckeres Raclette geben und zum Mittagessen hatten wir eine unglaublich geniale Suppe. Und von der will ich euch jetzt noch ein wenig mehr erzählen.

    Ihr wisst mittlerweile, dass ich euch hier zur Herbstzeit traditionsgemäss ein Rezept mit Kürbis vorstelle (siehe mein absolut geniales Rezept vom letzten Jahr). Auch dieses Jahr werdet ihr nicht drum herumkommen, tut mir leid. Aber ich kann euch zumindest ruhigen Gewissens versprechen, dass sich auch das diesjährige Rezept seinen Platz hier auf dem Blog redlich verdient hat.

    Stellt euch eine kalte Winternacht vor, ihr seid gemütlich im warmen Heim und überlegt euch was ihr zu Abend essen wollt. Got it? Habt ihr die richtige Stimmung für euch gefunden? Gut, wie wäre es dann mit einer Kürbis-Curry-Suppe? Langweilig? Einfach, ja. Rasch zubereitet, ja. Aber bestimmt nicht langweilig. Seht ihr, mit dieser Suppe in der Hand wir das Bild eines Gemütlichen Abends im warmen Zuhause noch so richtig abgerundet. Na, überzeugt? Dann kommt hier das Rezept.

    ZUTATEN
    Die Zutaten sind für 4 Personen gedacht.

    • 700g Kürbis (4 Personen)
    • 2 EL Currypulver oder 1EL Thai Currypaste (Beispiel)
    • 1 Rübli (Karotten)
    • 2 Kartoffeln
    • 1 Zwiebel
    • Wenig Butter oder Öl
    • Rahm 
    • Gemüsebouillon (Gemüsebrühe)

    ZUBEREITUNG
    Wenig Butter oder ÖL in die Pfanne geben und die in Würfel geschnittenen Zwiebeln darin anbraten. Dann das ebenso in Würfel geschnittene Gemüse beigeben, leicht andünsten und das Currypulver oder die Currypaste dazugeben und alles gut miteinander vermischen. Dann den Bouillon dazugeben und das Wasser, welches das Gemüse leicht bedecken sollte. Sobald das Gemüse weich genug ist mit dem "Zauberstab" pürieren, nach belieben kann der Suppe jetzt noch Wasser hinzugegeben, oder auch nachgewürzt werden. Zum Schluss kommt noch die Verfeinerung mit etwas Rahm, et voilà!
     
    Natürlich kann das Rezept auch ganz einfach als vegane Variante zubereitet werden. Ich persönlich mag Rezepte, die man ganz einfach nach den eigenen Bedürfnissen anpassen kann. Weitere Rezepte mit Kürbis habe ich übrigens auch für euch. Da wäre zum einen mein Rezepte für einen Green Pumpkin Smoothie oder mein Veganes Linsencurry


    KÜCHENHEXENTIPP
    Kürbis ist nicht nur kalorienarm, sondern liefert uns auch Vitamine (Beta-Karotin als Vorstufe von Vitamin A). Wer mag, kann ausserdem noch ein paar Kürbiskerne als Deko in die Suppe geben, die sind sehr gesund für die Blase oder auch die Prostata. Also nix wie ran an den Kochherd und was Gesundes und Leckeres zubereiten. :)

    Habt alle einen gemütlichen und hoffentlich kuschelig warmen Abend!
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    Dass ich ein absoluter Katzenmensch bin, kann ich beim besten Willen nicht abstreiten. Selbst wenn ich wollte, wäre es wohl eher verdächtig, wenn, wo immer ich mich in der Nähe einer Katze befinde, diese sich dazu entschliesst mein Schatten zu sein. Sie laufen mir nach, hüpfen ungefragt auf meinen Schoss und stupsen mit dem Kopf an meinen Arm um mir zu sagen, dass ich sie jetzt gefälligst streicheln soll.

    Nun ok, Geheimnis gelüftet. Ich liebe Katzen, natürlich auch andere Tiere, aber Katzen und ich, das ist etwas ganz Besonderes. Erst heute wurde ich wieder einmal verdutzt angeschaut, als ich zu Gast war und der sonst so scheuhe Kater, der sich nicht gerne von Fremden streicheln lässt, ganz ungehemmt auf meinem Schoss Platz nahm und nicht mal im Traum daran dachte diesen wieder zu verlassen. Fazit, ich musste ihn am Schluss leider zwingen, da ich nun Mal nicht die ganze Nacht dort auf dem Stuhl hätte sitzen bleiben können.

    Etwas ähnlches ist mir schon mal vor ein paar Jahren während eines Dates passiert. Ja, richtig gelesen, ich hatte ein Date und eigentlich war das nicht mir der Katz. Am Ende des Abends sass ich mit der Katze, die sich noch nicht mal nach Jahren gerne vom Besitzer streicheln liess, auf dem Sofa und würde auch von ihr zum königlichen Ohrkrauler ernannt. Unnötig zu erwähnen, dass mein Date nicht den von mir erwünschten Lauf nahm.

    CAT TALK - WAS KATZEN MICH LEHREN
    Ich bin wohl so etwas wie der Rattenfänger von Hameln, nur dass es bei mir Katzen sind, ich sie nicht fange und na ja, ich kann auch nicht wirklich ein Instrument spielen - zumindest nicht so gut, dass mir irgendjemand deswegen folgen würde.

    Was also soll dieses Ding mit den Katzen? Ich glaube es gibt Gründe weshalb Tiere unsere Nähe suchen, weltliche und, na ja, auch andersweltliche. Es kann kein Zufall sein, dass Katzen mir derart wohlgesinnt sind, auch solche, die sonst so rein gar keine Menschen mögen und come on eine schwarze Katze, die keine Fremden mag und mich schon nach fünf Minuten nicht mehr hergeben möchte? Schon ziemlich auffällig, nicht wahr? Also ja, ich glaube, dass Katzen und ich einiges gemeinsam haben. Wir sind beide unabhängig, eigensinnig und selbstbewusst.

    Als mir gestern während eines Gesprächs gesagt wurde, ich solle um einen spirituell angehauchten Blog  nicht zu viel Aufsehens machen und um der Götter Willen bestimmt nichts in die Richtung auf meinem Reiseblog mit einfliessen lassen, da ich sonst keine Aufträge mehr bekäme, hörte ich das sanfte Schnurren des Katers auf meinem Schoss. Ich hörte es so tief in mir drin, dass alle Worte nur noch einem dumpfen Ton ähnelten. Tatsächlich sträubte sich in mir alles, als ich diese Worte hörte, denn wie sollte ich meinen beiden Blogs ihre Seele nehmen? Nur für Geld? Oder für mehr Leser? Nein, das entspricht mir nicht, auch nicht dem woran ich glaube, denn ich glaube, dass wir Menschen grundsätzlich nicht so oberflächlich und mainstream sind, wie es uns die Medien glauben machen wollen. Ich weiss, dass viele von uns nicht mehr nach tief mittelalterlichen Regeln leben wollen, wo Frauen ihr Frausein nicht feiern dürfen und wo Hexen noch als Teufelsanbeterinnen verbrannt werden. Ich glaube auch, dass es vielen von uns nicht scheissegal ist wie wir mit unserem Heimatplaneten umgehen, dass Nachhaltigkeit und ein ausgeglichenes Ganzheitliches Leben zu einem immer wichtigeren Thema wird, das wir nicht einfach der Oberlfächlichtkeit wegen totschweigen sollten. Also nein, ich werde auch in meinem Reiseblog Ard de vivre diese Themen mit einbeziehen, denn ich glaube, dass all das nicht nur Zuhause, sondern auch auf unseren Reisen eine wichtige Rolle spielt.

    Weshalb also nicht darüber schreiben? Weshalb diese Erkenntnisse nicht miteinander teilen? Unsere Stimmen erheben und das Bunte in die von Grautönen scheinbar überwucherte Welt zu bringen? Ich weiss ich passe nicht rein, bin nicht der typische Kunde, der sich alles aufschwatzen lässt und ich weiss auch, dass sich einige vor dieser Buntheit fürchten. Aber das ist in Ordnung, ich habe mir mittlerweile nicht nur so akzeptiert wie ich bin, ich mag mich richtig gerne und ich mag auch andere Menschen, die bunt sind und für all die positiven, bunten und manchmal aus der Reihe tanzenden Menschen schreibe ich.

    Wie sehr ich es doch liebe früh morgens bei Kerzenlicht meine Gedanken aufzuschreiben. Wenn es dann draussen noch kalt und neblig ist, kann ich mich vor kreativen Ideen kaum retten. Das Interessante dabei ist, dass ich meine Affinität zum Internet, die mir doch immerhin so viele Möglichkeiten eröffnet meinen Film- und Entertainmentsüchten, aber natürlich auch meiner Liebe fürs Schreiben und Fotografieren nachzugehen, an diesem Punkt allerdings gerne mal ohne Vorwarnung aufhört. Ich mag es meine Ideen von Hand zu notieren, meiner anderen Sucht, der Kritzel-was-aufs-Papier-Sucht nachzugeben. Die Ideen kommen beim Schreiben auf dem Laptop selten so fliessend, also erlaube ich mir bewusst wieder mal ganz oldschool zu sein.

    BEWUSST LEBEN
    A propos bewusst, das Thema des bewussteren Lebens begleitet mich schon seit vielen Jahren. Ich bin von Natur aus jemand, der bewusst wahrnehmen will, mit allen Sinnen entdecken will, und ich merke, wenn ich es längere Zeit nicht tue, mich im Alltagstrott verlieren und zu einem der Zombies, werde, die mir täglich im Zug begenen, bekommt es mir überhaupt nicht gut. Zum Glück gibt es im Zug aber auch die Anderen, nämlch die, die mich daran erinnern bewusst zu leben. Kinder zum Beispiel, aber auch die Dame mit den blauen Haaren, dem viel zu grossen Pullover und dem Hut, über dessen Farben ich mir bis heute noch nicht wirklich im Klaren bin - zumindest hoffe ich, dass sie sich bewusst so kleidet, denn sonst oweh ...

    Aber ich schreibe das hier nicht um über bewusste oder unbewusste Entscheidung anderer zu berichten, sondern weil ich dich, mich und uns dazu ermutigen will, täglich bewusst Zeit zu nehmen um sich über dieses bewusste Sein, dieses Bewusstsein im Klaren zu werden. Götter, jetzt wird es kompliziert. Na ja, ihr versteht hoffentlich was ich meine.

    SELBSTBEWUSST UND SELBSTBESTIMMT LEBEN
    Dieses bewusst leben hat sehr viel mit zuhören zu tun. Sich selbst zuhören, seinen Wünschen und Träumen, aber auch seinen Ängsten. Für mich persönlich hat dieses Zuhören bewirkt, dass ich mutiger geworden bin das auszusprechen was ich fühle, für das einzustehen, was meiner tiefsten Überzeugung entspricht - mein Herz zu öffnen. Das neu erlangte Selbstbewusstsein führte rasch zur Selbstbestimmung und zu einem selbstbestimmten Leben. Der Nachteil? Leute, die andere gerne manipulieren und herumkommandieren wollen seither nicht mehr meine Freunde sein. Hey, shit happens. Dafür lernte ich auf einmal viele wunderbare, mutige und selbstbewusste Menschen kennen, die ihrerseits ihre Leben auf ihre ganz eigene, selbstbestimmte Weise leben. Tja, wie es aussieht zieht Gleiches tätsächlich Gleiches an.

    Wenn wir also tatsächlich selbstbestimmt leben wollen, dann müssen wir uns auch so verhalten und dementsprechend handeln. Wenn ich mir einmal am Tag, sei es nur eine Viertelstunde, Zeit nehme mir darüber bewusst zu werden, weshalb ich etwas so tue, wie ich es tue, dann eröffne ich mir selbst die Möglichkeit Dinge zu ändern, die mit gut tun, die mir nicht entsprechen und die ich ändern möchte, oder natürlich etwas beizubehalten, was schon so richtig gut ist, wie es ist.

    Für mich ist diese Zeit meistens früh morgens, wenn meine Gedanken noch frei sind und nicht überhäuft wurden von täglichen Eindrücken. Ich nehme mir einen Stift und den Notizblock, den ich immer auf meinem Nachttisch habe (hauptsächlich wegen spontaner Eingebungen für den Blog und so ...) und beginne zu schreiben. Wo komme ich her? Wo stehe ich? Wo will ich hin? Was inspiriert mich und welche neue Ideen habe ich? Es gibt unzählige Fragen, die ich mir stelle und mit etwas Glück kann ich mir die eine oder andere auch beantworten. Am Ende ist für mich nur wichtig, dass ich sicherstelle in meinem Leben niemals stehen zu bleiben, den Blick nach vorne zu richten und mein Leben zu gestalten.


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    Ihr Lieben, es ist wieder diese ganz besondere Zeit im Jahr. Wenn die Grenzen zwischen Diesseits und Jenseits verschmelzen, wenn wir uns gruseln und die Ahnen um Rat bitten. In diesem Blogpost möchte ich euch für einmal nicht von etwas berichten, dass ich schon kenne, sondern von einem Fest, von dem ich schon lange träume es irgenwann mal erleben zu dürfen.

    In Edinburgh, einer meiner liebsten Städte überhaupt, findet zweimal jährlich ein ganz besonderes Fest statt. Diese beiden Male im Jahr wird die Hauptstadt Schottlands nämlich zur Hochburg heidnischer Feste. Mit dem Samhuinn Fire Festival wird die dunkle Jahreszeit willkommen geheissen, während mit dem Beltane Fire Festival die lichte Jahreszeit begrüsst wird. Und auch wenn die Form der beiden Feste, wie sie heute in Schottland gefeiert werden nicht mehr ganz deren Ursprung entspricht, reicht deren Wurzeln weit in die Vergangenheit zurück.

    SAMHUINN ODER SAMHAIN IN EDINBURGH
    Mich persönlich fasziniert es, mit wie viel Leidenschaft, Hingabe und Kreativität die Schotten diese alten Traditionen wieder aufleben lassen. Samhuinn (bei uns eher bekannt unter dem Begriff Samhain) wird in Edinburghs Altstatt gefeiert, die nicht nur reich an Bräuchen und Traditionen rund um All Hallow's Eve (Halloween) ist, sondern auch an historischer Bedeutung was alte Märkte und Theater angeht.

    • Die offizielle Seite sagt dazu:"The story follows the ideas of the overthrowing of Summer by Winter, with a stand-off between the Summer and Winter Kings. This is overseen by the Cailleach, a Celtic representation of the Goddess, or Divine Hag. The transformation from Summer to Winter is supported by the energies and interactions of the Summer and Winter courts – through performance, music and dance. The narrative focuses on this conflict and its resolution, but also focuses on the transition that many aspects of life take during the changing of the seasons." - Zitat Beltane.org

    Das Samhuinn Fest, aber natürlich auch Beltane sind auf jeden Fall eine Reise wert, nicht nur für Heiden. Wer jetzt neugierig geworden ist und sich überlegt vielleicht zum nächsten Beltaine, oder auch zum nächsten Samhain nach Edinburgh zu reisen, sollte es sich aber auch nicht entgehen lassen etwas mehr Zeit einzuplanen um den Rest dieser einmaligen Stadt zu entdecken, denn Edinburgh ist ein magischer Ort, nicht nur zu Samhain.


    SAMHAIN IN DER SCHWEIZ
    Auch die Schweiz kennt ähnliche Bräuche, die dunkle Zeit und somit die Zeit der Geister beginnt bei uns offiziell am 11. November mit der Fasnacht und dauert vielerorts bis zum Aschermittwoch. Die Wurzeln verschmelzen hier klar mit den alten heidnischen Bräuchen, wie man sie von Halloween, oder Samhain/Samhuinn (sprich:ˈsau̯nʲ) kennt. Doch nicht nur das Verkleiden und das Lärmmachen hat sich bis in die Moderne erhalten, auch der Brauch der berühmten Jack O'Lantern, der ausgehöhlten Kürbisse kennen wir in der Schweiz. Zwar benutzen wir für unsere Laternen keine Kürbisse sondern Herbsträben, doch die Symbolik dahinter ist dieselbe.

    Samhuinn in Edinburgh

    by on November 01, 2017
    Bildquelle Ihr Lieben, es ist wieder diese ganz besondere Zeit im Jahr. Wenn die Grenzen zwischen Diesseits und Jenseits verschmelzen, w...
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    "The trees are about to show us how lovely it is to let the dead things go." 
    - Anonymous

    Loslassen. Etwas gehen lass, das nur noch in unserer Vorstellung existiert, in Wahrheit aber schon lange gestorben ist. Eine alte Freundschaft, oder womöglich ein Projekt - bei mir war es dieses Jahr eine Lebensweise, die meinen Beruf betraf. Stattdessen habe ich mich dafür geöffnet meine Berufung zu leben, nach und nach ein wenig mehr davon in meinen Arbeitsalltag zu lassen. Doch wenn ich ehrlich bin, habe ich dieses Jahr noch viel mehr hinter mir gelassen, als nur eine Berufswelt. Alte Gewohnheiten zum Beispiel, aktuell ist aber auch das Thema Angst und Mut sehr präsent in meinem Leben. Obwohl ich nach wie vor dazu neige den einen selben Fehler zu machen, nämlich meine Angst zu bekämpfen, statt ihr zuzuhören. Da habe ich wohl noch viel zu lernen.

    Der Herbst ist für mich genau die richtige Zeit dafür. Immer unglaublich inspirierend, wenn die Tage nicht mehr zu heiss, aber auch noch nicht zu kalt sind, dann steht dem Fluss meiner Kreativität nichts mehr im Wege. Also nehme ich mir die Zeit und höre ihr zu, lerne von ihr und währendem ich so durch meinen Blog reiste, mir alte Artikel ansah, wurde mir bewusst, dass mich zu dieser Jahreszeit oft ganz ähnliche Tehem beschäftigen. Da war zum Beispiel der Blogpost zu den  Andersweltgedanken, oder aber das Gefühl es kaum mehr bis Halloween auszuhalten, weil ich mich ganz einfach so sehr darauf freue. Vor einem Jahr hatte ich das Warten mit einem leckeren Rezept für einen Green Pumpkin Smoothie überbrückt.

    Mit der Wiederentdeckung dieser alten Blogposts wurde mir auch bewusst, wie sehr ich das Fotografieren mag. Nicht etwa, dass ich das nicht gewusst hätte, doch irgendwie rückt dieses Bewusstsein im Altagstrott gerne mal in den Hintergrund. Für mich hat die Fotografie etwas unglaublich Entspannendes. Es ist ein Moment, der mir erlaubt in eine völlig andere Welt einzutauchen und dennoch etwas physisches aus dieser Welt mit in die unsere zu nehmen. Bei Colorfotoservice.ch habe ich zu diesem Thema die Fototipps Goldener Herbst entdeckt, die im Moment wie für mich gemacht sind. Da ich mir ohnehin dabei bin zu überlegen mich in irgendeiner Art im Bereich Fotografie weiterzubilden, ist jeder Tipp willkommen, der mich in dieser Hinsicht weiterbringt.

    Apropos Bilder, falls sich einige von euch fragen, weshalb ich auf Instagram derzeit keine Stories mehr veröffentliche, das hat damit zu tun, dass mein Mobiltelefon gerade dabei ist den Geist aufzugeben. Leider ist mir vor ein paar Wochen auch noch die Handykamera kaputt gegangen, was spontane Uploads logischerweise zu einem Ding der Unmöglichkeit macht. Aber das soll sich in den nächsten Wochen wieder ändern. Deshalb bin ich gerade dabei verschiedene Mobiltelefone, wie zum Beispiel bei  Chip.de zu vergleichen. Falls ihr irgendwelche Tipps habt, lasst es mich wissen. Sobald ich mein neues Telefon habe, werden dann auch endlich wieder ganz viele neue Stories auf Instagram zu sehen sein.

     Aber ich schweife vom eigentlichen Thema ab. Was mir beim Fotografieren und beim Eintauchen in diese fremde und dennoch zum Teil seltsam vertraute Welt jeweils bewusst wird ist, dass nicht jede Reise von äusseren Einflüssen bestimmt wird. Manchmal sind es die Reisen in unser Innerstes, die uns am weitesten tragen. Der Herbst ist dafür wie gemacht, wenn das Leben sich wieder vermehrt in der warmen Stube abspielt. Wenn wir beieinandersitzen und uns von Erlebnissen und Abenteuern erzählen - auch so können wir an fremde Orte reisen und manchmal sind sie beinahe so unglaublich, wie die alltägliche Wirklichkeit.

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    Jede Reise, egal ob gross oder klein, ob nah oder fern, ist ein Geschenk. Jede Reise schenkt uns etwas Einzigartiges und Besonderes. Erkenntnisee, die uns wachsen lassen. Ja, selbst Erkenntnisse, die wir während unserer Reise vielleicht gar nicht besonders schätzen erweisen sich im Nachhinein oft als lehrreich - zumindest  dann, wenn wir offen genug sind sie als lehrreiche Erfahrungen anzunehmen.

    Während meiner letzten Reise nach Apulien hatte ich mir zum Ziel gesetzt möglichst viele Punkte auf meiner eigens dafür angefertigten Bucket List streichen zu können. Wohlwissend, dass ich nicht alleine unterwegs sein würde und dass es daher bestimmt nicht nur darum gehen würde was ich wollte. Dennoch wollte ich soviel wie möglich machen, schliesslich würde es mir erlauben hier auf dem Blog über ein völlig neues Gebiet zu schreiben, das ich zuvor noch nie besucht hatte. Um es schon mal vorweg zu nehmen, wir haben während dieser Zeit tatsächlich fast alles aus meiner Liste gesehen. Doch das grösste Geschenk, das ich aus diesem Urlaub für mich mitnehmen konnte, stand  auf keiner Liste.

    Als ich dort ankam wurde ich erst mal ganz schön aus meinem Rhytmus geworfen. Ich war mit meinen Gedanken eigentlich irgendwo ganz anderst, irgendwo in der Zukunft am planen, wie es weitergehen sollte und, wenn ich ganz ehrlich bin, das Wort Entspannung stand gerade nicht in meiner Agenda. Nicht etwa, weil ich keine Entspannung gewollte hätte, sondern weil es mir ganz einfach nicht in denn Sinn kam, dass mein Körper und Geist etwas Ruhe nötig gehabt hätten.

    Nach anfänglicher Kurzrebellion meines inneren Kobolds, dessen Vokabluar hauptsächlich aus "du musst" und "du solltest aber" besteht, bliebt mir bei dieser brühtenden Hitze kaum eine andere Wahl, als dem kleinen Monster den Mund zu verbieten. Stattdessen habe ich mich entschieden ganz einfach dem Rhytmus des Ortes hinzugeben, die Zeit zu vergessen und mich vom Moment treiben zu lassen. Das gluschtige Essen hat dabei natürlich auch noch ein Stück weit geholfen, keine Frage und siehe da, es war eine der besten Entscheidungen, die ich seit langem getroffen hatte.

    Auf einmal sah ich ganz viel um mich herum, was mir sonst wohl nie aufgefallen wäre. Diese uralten, zum teil schon richtig knorrigen Olivenbäume, die für die Umgebung so wichtig sind, der eisenreiche Boden, der nackte Füsse in kürzester Zeit in eine, na ja, fast echte Rothaut verwandelt und die Meerluft, die bei jedem Atemzug meine Lungen füllte. Abends sassen wir immer noch etwas beieinander - in einer Bar, oder aber Zuhause im Garten. Es wurde gegessen und unterhalten und als die Nacht heranbrach sassen wir gemütlich auf dem Balkon, die Katze auf dem Schoss und beobachteten die Sternschnuppen. So etwas beruhigt die Seele, den Geist und den Körper.

    Es muss nicht immer die gross angekündigte Attraktion sein. Manchmal sind es die kleinen Dinge, die wir erfahren, die sich am Ende als wertvollstes Geschenk erweisen und mit etwas Glück erfährt man dadurch dadurch sogar das ursprüngliche Wesen des Landes.



    Ziemlich genau sieben Jahre ist es jetzt her seitdem ich zum ersten Mal in Kanada war. Lange hatte ich davon geträumt dieses Land zu bereisen, seine Natur zu erfahren und seine Kultur näher kennenzulernen. Im Juli 2011 war es dann soweit, meine Familie und ich hatten entschieden für vier Wochen über den grossen Teich zu hüpfen um das zweitgrösste Land der Welt zu bereisen. Über unsere Reiseroute der ersten beiden Wochen durch Kanadas Westen hatte ich vor einer Weile schon mal geschrieben. Wer gerne mehr darüber erfahren möchte, findet den Artikel unter: Eine Reise durch die Wildnis Kanadas.

    Diesen Post jedoch möchte ich einem ganz besonderen Erlebnis widmen, welches mir damals in Victoria auf Vancouver Island zuteil wurde. Schon seit meiner Kindheit fasziniert mich die Natur und ihre Mysterien. Mich interessieren Kulturen, insbesondere solche, die noch immer stark mir den alten Geschichten und Bräuchen verbunden sind.

    Meine persönliche Geschichte mit den Orcas war vorbelastet durch den berühmten Film Free Willy aus dem Jahr 1993. Diesen hatte ich mit etwa sieben oder acht Jahren zum ersten Mal geschaut und von da an war ich fasziniert von Orcas. Allerdings hatte mich weniger die Beziehung zwischen dem Jungen und dem Wal interssiert, sondern viel mehr das, was sein Mentor Randolf Johnson (gespielt von August Schellenberg) über diese Tiere und ihre Bedeutung für die Ureinwohner zu erzählen hatte. Von diesem Moment an wusste ich, dass ich dieses Gefühl ihnen so nahe zu sein (na ja, vielleicht nicht ganz so nahe wie der Junge im Film) selbst einmal erleben wollte.

    WHALE WATCHING AUF VANCOUVER ISLAND
    Tatsächlich lässt der Orca an der Westküste Kanadas auch nicht lange auf sich warten, denn er begegnet einem überall - in Form von schmucken Anhängern, Figuren oder sogar als Wandmalerei. Seine Bedeutung für die hiesigen Einwohner ist daher kaum zu leugnen und als nettes Souvenir für Touristen in Form von Schmuck sieht er auch sehr schick aus. Aber so ganz zufrieden war ich damit noch nicht. Mit solch einem Traum wie meinem im Gepäck war klar, sollte ich einen Ausflug zu den Orcas der Umgebung machen können, würde dies auf jeden Fall eines meiner ganz grossen Urlaubshighlights werden.

     In Victoria bekamen wir dann die Chance mit einer jungen Gruppe Meeresbiologen hinauszufahren.
    Allerdings stand unser Bootsausflug  anfänglich unter keinem guten Stern. Früh morgens ging es los. Es war neblig und die Meeresbiologen hatten uns schon vorgewarnt, dass es auch gut sein kann, dass wir heute kein Glück haben. Wir wollten es dennoch versuchen und so haben sich mein Vater und ich aufgemacht um die Wasserwildnis Kanadas zu erforschen.

    Erst hörte man noch die Geräusche der Stadt, das Singen der Wasservögel, doch das wurde von Minute zu Minute leiser bis nur noch der Motor unseres Bootes und das dagegenprallen der Wellen zu hören war. Noch immer war der Nebel so dicht, dass wir kaum etwas ums Boot herum sehen konnten und schon nach etwa zwanzig Minuten schien es so, als ob die Welt um uns herum den Atem angehalten hätte. Als der Kapitän kurz darauf den Motor des Bootes abgestellte, erschien mir der Moment schon fast surreal. Jetzt hiess es warten und beobachten, das Team berichtete uns in der Zwischenzeit einiges über die Natur und die Tiere der Umgebung.

    Während weiterer zehn Minuten geschah nichts, doch dann in der Ferne waren auf einmal schwarze Punkte zu erkennen.Wir hatten Glück! Eine ganze Orca Familie war in der Ferne zu sehen, zwar noch relativ klein, aber immerhin. Wir fuhren ihnen ein Stück weit entgegen um sie besser beobachten zum können und je näher wir ihnen waren, desto mehr begann unser Boot zu schaukeln. Die Meeresriesen liessen sich allerdings nicht von uns stören und vergnügten sich in ihrer gewohnten Umgebung.

    DAS HABEN MICH ORCAS GELEHRT
    Was ich an Erfahrungen wie dieser so sehr liebe? Wenn man mit einem kleinen Boot weit draussen auf dem Meer ist und dann plötzlich vor einer Gruppe mäjestetischer Meeresriesen steht, durch die das kleine Boot ganz schön ins Wanken kommt, dann wird mir bewusst, wie klein und unbedeutend ich in diesem Grossen und Ganzen bin.

    Man könnte meinen diese Aussage sei abwertend, doch um ehrlich zu sein ist dieses Gefühl einfach grossartig.Wie oft fühlen wir Mensch uns gegenüber allem anderen erhaben? Wie oft haben wir das Gefühl, wir seien die einzigen auf diesem Planeten, die die Welt auch nur annähernd verstehen? Wie oft glauben wir so viel wichtiger zu sein, als Tiere, Pflanzen oder gar das Universum? Ist das nicht eher ziemlich arrogant von uns? Diese Arroganz verleitet uns dazu die Welt retten zu wollen, denn wenn nicht wir, wer sollte es sonst können? Schliesslich sind wir das Wichtigste, was das Universum zu Stande gebracht hat, nicht wahr? Nun, wann immer ich mich wieder mal so richtig klein und unbedeutend fühle, dann spüre ich gleichzeitig eine ungeheure Verbundeheit, denn ich verstehe nicht nur, dass ich ein Teil des Ganzen bin, ich erlebe es in diesem Moment in seiner ganzen Umfänglichkeit.

    Kann ich die Welt verändern oder vielleicht sogar verbessern? Nun, ich kann mich verändern, dazulernen und wachsen und dadurch kann ich auch ein Stück weit die Welt verändern. Aber nein, retten (vor wem oder was auch immer) muss ich sie nicht, das hat sie gar nicht nötig. Allerdings hat sie es verdient mit Respekt behandelt zu werden und das versuche ich zu tun. Wann immer ich eine Erfahrung wie diese habe, dann erinnere ich mich an genau das und ja, ich glaube das ist etwas sehr Gutes.
    Unter brütend heisser Mittagssonne wagen sich noch nicht einmal die Katzen nach draussen. Wen es aber doch mal gar nicht anders geht, dann schleicht man dem Schatten nach wo man nur kann. In Gallipoli, der Hafenstadt, die zum Teil ein wenig an die Kulissen aus Pirates of the Caribbean erinnert, findet man den ersehnten Schatten vor allem inmitten des "centro storico", dem historischen Zentrum Gallipolis. Hier ist es, im Vergleich zum Resten der Stadt, angenehm kühl.

    Gallipolis Altstadt  befindet sich auf einer kleinen Insel, die durch eine Brücke mit dem neuen Teil der Stadt verbunden ist. Die engen Gässchen eignen sich hervorragend um von einem Ort zum anderen zu gelangen ohne dabei völlig von der Hitze erschlagen zu werden - wofür ich bei 42°C äusserst dankbar war. Zu meinem Erstaunen sind hier die Haustüren sperrangelweit Offen, so dass jeder direkt ins Wohnzimmer der Häuser schauen kann. Zum Teil sitzen die Menschen in den Gässchen, zum Teil schauen sie aus den Fenstern und unterhalten sich angeregt miteinander - es ist eine Szene, die einem Film hätten entsprungen sein können. Ja, hier findet man noch das ursprüngliche Italien.

    Doch nicht nur das, man erkennt hier das griechische Erbe Gallipolis, was es vor allem seiner Architektur mit den typisch weissen Häusern, aber auch an seinem Namen, der auf griechisch "Schöne Stadt" heisst, zu verdanken hat. Zu entdecken gibt es hier in erster Linie das typisch italienische Flair, aber auch Kirchen wie die Chiesa die Santa Maria della Purità oder die Kathedrale der Sant' Agata. Etwas Besonderes ist das Castello Angioino Aragonese und was man auf keinen Fall verpassen sollte, ist es kurz vor der Fontana Greca, dem Griechischen Brunnen vorbezugehen, em ältesten Brunnen Italiens.



    Ich liebe frisches Gemüse, Obst, vor allem auch frische Kräuter und Gewürze. Ein wenig verliebt hatte ich mich bei meinem Besuch Gallipolis dann nicht nur in die Altstadt, sondern auch in diesen Obst- und Gewürzstand. Die prächtigen Farben lassen einen erahnen welch fantastischen Geschmack sie bereithalten. Fast so bunt wie das Essen sind hier auch die Häuser, mit zauberhaften Balkonen und den Pflanzen, die das Bild abrunden. Nicht vergebens trägt Gallipoli auch den Namen "Perle des Ionischen Meeres". Alles Weitere überlasse ich jetzt allerdings lieber den Bildern.


    Einer der ersten Sätze, die ich bei meiner Ankunft in Apulien zu hören bekam war: "Du brauchst dich nicht wundern, hier ist die Landschaft trocken und alles läuft etwas anders ab, als du es dir gewohnt bist." Mittlerweile kann ich bestätigen, genau so ist es. Nicht, dass ich während meiner früheren Reisen noch nie Ungewohntes oder gar Aussergewöhnliches erlebt hätte, die Leute Apuliens jedoch wissen, wie man diese Andersartikeit mit einem gewissen Charme versüsst.

    Dass hier alles etwas anders verläuft war für mich eine willkommene Abwechslung - für Körper und Geist. Seit meiner Ankunft hatte ich das Gefühl, dass die Zeit langsamer vergeht und das obwohl es auf den Strassen, aber auch auf den Märkten gerne mal hektisch zugeht. Doch irgendwie gehört das Hupen auf den Strassen und das laute Rufen auf dem Markt einfach mit dazu.

    Mich hat es zum ersten Mal so weit in den Süden Italiens verschlagen, den ich übrigens lange Zeit gar nicht wirklich auf dem Schirm hatte. Ein Fehler, wie sich während der letzten Wochen für mich herausstellte, denn Apulien hat viel zu bieten. Der Kontrast zur Hektik bieten unter Anderem weite Alleen uralter Olivenbäume, türkisfarbenes Wasser, das dem der Karibik in nichts nachsteht und malerische Städte wie aus dem Bilderbuch.


    Städte wie Gallipoli, Otranto oder auch San Giovanni sind definitv einen Besuch wert - im August allerdings, vor allem auch wegen Ferragosto, ziemlich überfüllt. Wer es gerne etwas ruhiger hat sollte daher entweder vorher, oder aber ab September nach Apulien reisen. In den nächsten Tagen und Wochen werde ich euch über die Besonderheiten Süditaliens berichten. Ich werde euch aber auch verraten wo es besonders schön ist und weshalb es sich lohnt diese Orte mindestens ein Mal im Leben besucht zu haben.

    Noch ist es hier in Baden einigermassen still und der Alltag hat uns alle fest im Griff. Doch wer Baden kennt und etwas genauer hinschaut wird bemerken, dass es an mancher Ecke hier nicht so aussieht wie gewohnt. Aussergewöhnliche Konstrukte nehmen langsam aber sicher Form an und lassen erahnen, dass der sonst eher ruhigeren Stadt etwas Grosses bevorsteht.

    Tatsächlich wird Baden schon in einer Woche zum grössten Volksfest des Kanton Aargaus aufblühen, was übrigens nur alle zehn Jahre während zehn Tagen der Fall ist. Ein besonderes Highlight also, das viele in und um Baden sehnsüchtig erwarten. Jetzt ergibt vielleicht auch mein Titel etwas mehr Sinn und somit ist klar: Die wohl lahmste Headline zur diejährigen Badenfahrt geht an meine Wenigkeit. Ja, ich weiss schon fünf Franken in die Schlechte-Wortwitz-Kasse, ich hab's verstanden.

    NICKY GOES BADENFAHRT 2017 
    So kurz vor dem Fest laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Etwas, das mir dieses Jahr besonders auffällt, was vermutlich daran liegt, dass ich als Social Media Scout der diesjährigen Badenfahrt das Fest nochmals aus einem neuen Blickwinkel betrachte. Eine spannende Aufgabe und was ich bisher gesehen habe ist äusserst vielversprechend!

    Auch hier auf dem Blog werde ich das eine oder andere über die Badenfahrt berichten, Hauptfokus wird jedoch das Offizielle Instagram Profil (@badenfahrt) sein, wo ich täglich über die aussergewöhnlichsten Foodtipps berichten und mich mit den verschiedensten Menschen der Badenfahrt unterhalten werde. Unser Instagarmprofil hat jedoch noch mehr zu bieten. Egal ob Drinktipps oder Infos zu bevorstehenden Events, unser Scout-Team hält euch täglich auf dem Laufenden.

    WIE SIEHT EURE GANZ PERSÖNLICHE BADENFAHRT AUS?
    Aussergewöhnliche Geschichten kommen in diesen zehn Tagen bestimmt nicht zu kurz und vielleicht habt ihr eine Badenfahrt-Geschichte, die ihr unbedingt mit uns teilen möchtet? Wenn dem so ist, dann kontaktiert mich unter: nicoleardin(at)outlook.com, denn ich werde in Sachen People of Badenfahrt unterwegs sein um mir EURE GESCHICHTEN anzuhören. Die besten, witzigsten und unglaublichsten Erlebnisse werden dann auf unserem offiziellen Badenfahrt Kanal gefeatured.

    Wenn Baden in Fahrt kommt

    by on August 11, 2017
    Noch ist es hier in Baden einigermassen still und der Alltag hat uns alle fest im Griff. Doch wer Baden kennt und etwas genauer hinschaut wi...
    Was ich an London besonders mag? Die Stimmung. Obwohl, wenn ich ehrlich bin müsste ich diese Antwort zu jeder Stadt geben, die ich während meiner Reisen ins Herz geschlossen habe. Aber so ist es, jede Stadt hat ihren ganz eigenen Spirit - London ist da keine Ausnahme.

    Was Londons ganz besonderen Spirit ausmacht? Mal abgesehen von den berühmten Telefonkabinen, den doppelstöckigen Bussen und der Queen? Mich hat die Stadt vor allem mit ihrer alternativen Szene beeindruckt. London ist eine Weltmetropole, immer am Puls der Zeit und genau das erlaubt ihr diese zum Teil grossen Gegensätze miteinander zu vereinen.

    COVENT GARDEN PIAZZA
    Das Herz des Viertels bildet eine italienische Piazza mitten in London. Wo Marktstände auf Strassenkünstler treffen und Leute sich gemütlich zu einem Kaffee oder Tee treffen, da ist die berühmte Covent Garden Piazza.

    Ihr Highlight ist der berühmte Apple Market mit rund 40 verschiedenen Marktständen, die eine bunte Vielfalt an Verkaufsgegenständen wie Antiquitäten, Hangemachtes aber auch Bilder verkaufen. Es gibt hier, anders als sein Näme vermuten lässt, mehr als nur Äpfel. Im Gegenteil, ich habe auf meiner Erkundungstour keinen einzigen Apfelstand entdeckt. Seinen Namen trägt der Markt jedoch noch aus früheren Zeiten, als er noch ein reiner Gemüse- und Früchtemarkt war.




    Das Gebäude hat allerdings noch einiges mehr zu bieten, denn es beherbergt zudem noch eine vielzahl an Geschäften, Boutiquen und Restaurants. Mir persönlich hat Whittards Tea Bar besonders zugesagt. Als echter Teeliebhaber kann man hier nicht nur einen sehr Britischen Afternoon Tea geniessen, sondern die verschiedenen Teesorten, die hier angeboten werden auch degustieren. Ja richtig gehört, hier durfte auch ich mal was degustieren, was ich gerne mag.

    NEAL'S YARD - FÜR WELTOFFENE UND ANDERSDENKENDE
    Einer meiner liebsten Orte in London ist Neal's Yard , ein Innenhof der Neal Street, der sich voll und ganz der alternativen Szene verschrieben hat. Hier findet man nicht nur den Neal's Yard Remedies Laden, sondern auch restaurants, sowie andere kleine Shops und gemütlichen Sitzgelegenheiten. Mehr über diesen ganz besonderen Ort findei ihr in meinem Blogpost zu Neal's Yard.


    RESTAURANTS
    Im und rund um Covent Garden gibt es, wie auch sonst überall in London, eine grosse Auwahl an Restaurants, Pubs und Cafés. Besonders empfehlen kann ich Jamie's Italian (zur offiziellen Website) am Rande Covent Gardens und praktischerweise gleich neben einer der Shoppingstrassen (Long Acre) der Umgebung gelegen. Jamie's Italian bietet, wie man sich wohl schon denken kann, hauptsächlich italienische Köstlichkeiten an. Zwei von Jamie Olivers Restaurants habe ich euch zuvor schon vorgestellt (Jamie's Barbecoa und Jamie Oliver's Diner) und ich kann ehrlich sagen, dass ich in seinen Restaurants bisher immer gut gegessen und ebenso gut bedient wurde, auch die Preise sind absolut normal für London.

    Wer etwas Aussergewöhnliches sucht, der sollte seinen Besuch in Neal's Yard direkt mit einer Pause im Wild Food Café verbinden, einem veganen Restaurant (zur Menukarte). Wer es hingegen lieber etwas traditioneller mag, der sollte sich eines Pubs wie The Cross Keys, das The Harp oder The Porterhouse  nicht entgehen lassen. Wer es gerne etwas schicker möchte, dem kann ich das The Ivy empfehlen.

    WEITERE SEHENSWERTE ORTE
    Im Covent Garden Viertel befindet sich übrigens auch das Royal Opera House, es wurde als drittes Theater im Viertel gebaut, wobei es heute als einziges der drei Theater noch steht und später von einem normalen Theater zur Oper umgebaut wurde. St. Martins Courtyardwo sich nicht nur weitere Shoppinggelegenheiten anbieten, sondern auch einen kulinarischen Ausflug zu Jamie Oliver's Italian - ein absolutes MUSS für alle Fans der guten Küche. By the way: Wer gerne Schokolade mag, sollte sich den Epic Chocolate Brownie als Dessert nicht entgehen lassen, der ist genial!

    Covent Garden eignet sich allerdings auch wunderbar dazu einfach durch die malerischen Gässchen zu schlendern und spontane Entdeckungen zu machen. Für mich ist der Besuch dieses Viertels jedes Mal aufs Neue ein echtes Highligh. Aber überzeugt euch am besten selbst.



    REISEN VS. ERLEBEN
    Reisen ist nicht gleich erleben, zumindest nicht zwingend. Wie oft habe ich schon von Leuten zu hören bekommen, wo sie überall waren, doch wenn ich dann etwas genauer nachgefragt habe, hatte mein Gegenüber nicht wirklich eine Ahnung über die Kultur, die Geschichte oder zum Teil sogar über das Essen des Landes. Gut, manchen gefällt es in einem fremden Land zu sein, dann aber doch alles wie Zuhause vorzufinden und wehe es gibt hier keine Rösti mit Zürigschnätzlets (Denn ein Fondue bei über 30°C wäre wohl im Urlaub doch etwas zu viel verlangt). Natürlich hat man dann schon etwas erlebt, nämlich dass man auch in der Ferne möglichst so leben kann wie daheim. Aber geht es beim Reisen wirklich darum?

    Manchmal kommt es mir so vor als wolle jeder schon überall gewesen sein, aber keiner will so wirklich etwas Ungewohntes und Neues - geschweige denn eine fremde Kultur erleben. Reisen? Ja unbedingt, aber bitte nicht ausserhalb meiner Komfortzone, sonst wird hyperventiliert.

    Klar, jeder muss für sich selbst entscheiden, wie viel Neues er aus welchen Gründen auch immer auf seiner Reise zulässt. Ich schreibe das hier nicht um über andere zu urteilen. Was ich tatsächlich damit bezwecken will ist ganz einfach mal in sich zu fühlen und ehrlich zu sich selbst zu sein.

    BEWUSST REISEN
    Für mich hat diese Ehrlichkeit sich selbst und den eigenen Gefühlen, sowie Zielen gegenüber sehr viel mit bewusstem Reisen zu tun: Was habe ich während meiner letzten Urlaube viellicht nicht gewagt, was ich hätte wagen sollen? Was habe ich dadurch verpasst? Habe ich die Kultur des Landes tatsächlich erfahren können und zwar mit allen Sinnen? Oder bin ich vielleicht aus Bequemlichkeit doch lieber in meiner scheinbar so sicheren Komortzone geblieben?

    Ich selbst stelle mir diese Fragen mittlerweile vor jeder Reise, denn ich kenne mich gut. Ich weiss wie weit ich gehen kann, wie weit ich meine Komfortzone verlassen kann und wo meine Grenzen dann entgültig erreicht sind. Mehr über fremde Kulturen zu lernen, einiges persönlich erleben - das ist mir wichtig. Ich war noch nie ein Fan von husch, husch einen Ort besuchen. Durch möglichst viele Länder zu reisen nur um dort gewesen zu sein, daran finde ich einfach kein Gefallen.

    Für mich bedeutet reisen gleichzeitig  persönliches Wachstum, sei dies kulturell oder spirituell - im besten Fall ist es etwas von beidem. Da kann ich mich mit einem zweitägigen Shoppingtripp weiss ich wohin oder irgendwo Pary machen einfach nicht zufrieden geben. Wenn ich mir dann vor meinen Reisen jeweil die oben gestellten Fragen beantworte, dann weiss ich, dass mein Potential darin liegt sie so zu gestalten, dass ich nicht nur reise, sondern mit all meinen Sinnen erlebe.

    WIE WIRD EINE REISE ZU EINEM ERLEBNIS?
    Mit ehrlichem Interesse, Offenheit und einer guten Portion Beharrlichkeit. Wenn ich interessiert bin während meiner Reise etwas zu erleben, dann bereite ich mich schon mal ganz anders darauf vor. Vielleicht übers Interenet oder mit Hilfe eines Buches. Vielleicht kenne ich jemanden, der aus meinem Reiseziel stammt, oder jemanden, der schon oft dort war. Ich habe aber auch gelernt, dass ich mit meiner Weltoffenheit einem echten Erlebnis immer ein ganzes Stück näher bin. Ich bereite mich daher nicht nur vor, ich lasse mich auch ein Stück weit von Ideen und Inputs leiten.
     
    Ein dritter wichtiger Punkt, der mich während meiner Reisen in Sachen Erlebnis schon oft weit gebracht hat ist Beharrlichkeit. Als ich vor etwas über einem Jahr geschäftlich nach Kuala Lumpur fuhr, hat sie mich davor bewart einer dieser oft typischen: "ich bin zwar eine Woche dort, bekomme aber doch nichts zu sehen Trips. Furchtbar!

    Als ich dort ankam habe ich meine Arbeitskollegen und Leute aus dem Hotel gefragt,was ich denn nach meinem Arbeitstag und am Wochenende unternehmen könnte, was es hier möglichst autentisches zu erleben gäbe. Die Antwort war allerdings eher ernüchternd: Petronas Towers und Shopping Malls -  keine goldigen Aussichten für jemanden mit dezenter Shoppingflucht und einer etwas weniger dezenten Höhenangst (obwohl ich mich am Ende trotztem hinauf gewagt habe). Es konnte doch nicht sein, dass man in einer Stadt wie Kuala Lumpur nichts weiter tun konnte als DAS.

    Also habe ich das ganze selbst in die Hand genommen. Da ich an der Kultur, Natur und an den hiesigen Tempeln interessiert war, habe ich mich kurzerhand dazu entschlossen mich selbst schlau zu machen. Ich hatte von einem berühmten Hindu Tempel gehört, der sich in Kalksteinhölen, etwa eine halbe stunde ausserhalb der Stadt befand. Der Hinduismus ist in Malaysia zwar nur die viertgrösste Religion was etwa 9% der Bevölkerung ausmacht, dennoch klang dieses aussergewöhnliche Konstrukt für mich sehr spannend und da ich im Büro mit vielen indischstämmigen Kollegen zu tun hatte, würde ich hier bestimmt mehr informationen darüber erhalten und genau so war es. Als meine Kollegen bemerkten, dass mein Interesse nicht nur oberflächlich sondern echt war, waren sie mehr als erfreut mich in ihre Kultur, Essgewohnheiten und die Geschichte des Tempels einzuweihen. Alles, dank meiner Beharrlichkeit.

    Natürlich ist das nur eines von vielen Beispielen, die eine Reise zu einem Erlebnis machen können. Es ist aber auch ein sehr schönes Beispiel dafür was alles möglich ist, wenn einem wirklich etwas am Herzen liegt. Für mich hat sich die Reise schlussendlich, trotz des Zeitmangels und anfänglicher Schwierigkeiten, auf jeden Fall gelohnt.

    Meinen Ausflug zu den Petronas Towers, in die Petaling Street und ins typisch malaiische Viertel Bukina Bitang findet ihr übrigens in meinem Blogpost 5 Dinge die du in Kuala Lumpur erleben solltest. Meine Reise zum Hindutempel in den Batu Caves findet ihr in meinem Post über Murugans Höhlen und meinen Besuch eines authentisch südindischen Restaurants mit meinen indischen Kollegen findet ihr unter meinem Restaurant-Tipp: Betel Leaf.

    Jetzt bleibt mir eigentlich nur noch die Frage wie  ihr eure Reisen jeweils zu einem Erlebnis macht? Beziehungsweise: Reist ihr noch oder erlebt ihr schon?
    Der Norden Schottlands ist geprägt von weiten Moorlandschaften und zum Teil von wunderbaren Laub- und Nadelwäldern. Berühmt ist die Gegend vor allem aber auch für ihre zerklüftete Landschaft mit ihren vielen Lochs, so wie die Seen hier genannt werden. Eines dieser Lochs ist wohl das berühmte Loch Ness, doch wer sich allein damit zufrieden gibt, verpasst meiner Ansicht nach noch viel schönere Lochs der Gegend. Mein Favorit? Das Loch Duitch worüber das berühmte Eilean Donan Castle thront - für mich definitiv ein Highlight. Noch dazu bietet der Besuch dieses Lochs gleichzeitig eine gute Mölichkeit weiter entlang des Loch Alsh und bis zur berühmten Isle of Skye zu gelangen.

    EIN ABENTEUER OHNE FILTER
    Auf Syke befinden sich viele zauberhafte Orte, unter anderem auch der Old Man of Storr. In einem früheren Blogpost habe ich diesen sehr bekannten Landschaftsstrich der Insel als Obelix Hinkelstein bezeichnet, weil er mich an genau das erinnert und tatsächlich ist die Ähnlichkeit kaum zu leugnen. Gut, es ist ein sehr grosser Hinkelstein, doch das ändert nichts an seiner doch sehr verdächtigen Form.

    Als ich vor ziemlich genau zwei Jahren zum letzten Mal in Schottland war, habe ich mit meinen Lieben das erlebt, was ich gelegentlich als "Abenteuer ohne Filter" bezeichne. Ihr wisst schon, eines dieser Erlebnisse, das wohl keine Bilder für den nächsten Reisekatalog hergibt, einem dafür aber so viel mehr gibt, als das schönste Urlaubsheft es je könnte. Um ehrlich zu sein sind das für mich oftmals die echtesten Erlebnisse. Eine Echtheit, die mir im Internet und vor allem auf Reiseblogs viel zu oft fehlt.

    Natürlich liebe ich schöne Urlaubsbilder, doch gerade wenn man sich spontan in ein Abenteuer begibt, hat man nicht immer Zeit beim "richtigen" Wetter am pefekten Ort aufs passende Licht zu warten um ein Foto zu schiessen, das im nächsten Hochglanzheft erscheinen könnte.

    THE OLD MAN OF STORR
    Nun, meine Reise zur Isle of Skye im nordwesten Schottlands war so ein Abenteuer. Eines, das ungeplant vonstatten ging und so bestimmt von keinem Reisemagazin veröffentlicht würde, erst recht nicht mit den Bildern, die ich davon mit Nachhause gebracht habe. Doch genau dieser spontane Entscheid den Old Man of Storr aufzusuchen, den Berg voller Matsch und trüber Umgebung zu erklimmen, genau das macht dieses Erlebnis so wertvoll.

    Damals haben wir uns noch am Ankunftstag auf der Insel auf Erkundungstour begeben und als wir am Fuss der berühmten Felsformation standen, konnten wir es einfach nicht lassen. Obwohl wir absolut unvorbereitet dort standen, noch nicht mal die Wanderschuhe mit dabei hatten, wollten wir es wissen. Klar, als Schweizer kann einem so ein bisschen Berg nichts anhaben. Trotzdem, mein persönliches Ziel, nämlich ganz oben zu stehen um diese berühmte Aussicht zu geniessen, habe ich bei der damaligen Reise nicht erreicht.

    Nach gut einer Stunde bergauf, gelangten wir zur berühmten Felsformation. Um das perfekte Foto schiessen zu können, hätten wir jedoch nochmals etwa eine Stunde weiter hoch gehen müssen. Der Wind blies noch immer stark, die Wolken hingen tief, sodass wir nicht wussten ob wir überhaupt etwas sehen würden. Noch dazu kam, dass wir anhand der spontanen Entscheidung den Old Man of Storr zu erklimmen leider nicht die richtigen Schuhe mit dabei hatten. Ein amerikanisches Päärchen, welches uns entgegen kam bestätigte, dass wir weiter oben mit diesen Schuhen zu sehr im Matsch einsinken würden, weshalb wir schweren Herzens die Rückkehr antreten mussten.

    Nun, auch das gehört eben manchmal zu spontanen Abenteuern mit dazu. Mein Bild, das ich mir insgeheim schon im Kopf ausgemalt hatte, würde dieses Mal wohl nicht entstehen. Etwas enttäuscht war ich auf den ersten Moment natürlich schon. Wenn ich jetzt, zwei Jahre nach diesem Ausflug an diesen Tag zurückdenke, muss ich allerdings schmunzeln. Wir haben gemeinsam etwas erlebt, was kein noch so gutes Foto hätte einfangen können. Wir haben gemeinsam beim Erklimmen des steilen Weges gekeucht, wir haben zusammen gelacht uns ein bisschen gemeinsam darüber genervt es nicht bis ganz nach oben geschafft zu haben und wir haben uns darüber amüsiert alle dieselbe, zerzauste Frisur abbekommen zu haben. Fotos gab es natürlich trotzdem, nur eben ungefiltert und äusserst authentisch.


    Mir persönlich ist Authentizität sehr wichtig, nicht nur während meiner Reisen, auch hier auf dem Blog. Manchmal spielt das Wetter nicht mit, man ist vielleicht nicht zum richtigen Zeitpunkt dort oder hat, wie wir damals ganz einfach nicht die richtige Ausrüstung mit dabei. Doch das alles is im Grunde genommen ohnehin nebensächlich, zumindest dann wenn man bereit ist den Moment voll und ganz zu geniessen.

    Erlebnisse wie diese erinnern mich dafür immer wieder daran, dass es mehr als nur eine Seite zu betrachten gibt. Dieses Abenteuer hat uns durch eine sagenumwobene Landschaft geführt, durch die Natur, die sich uns keinesfalls anpassen wird und das ist auch gut so. Solche Ausflüge bieten einer Künstlerseele und einem Fotoheini wie mir die Gelegenheit nicht immer etwas erschaffen zu müssen, sondern inne zu halten und zu geniessen. Während meinem Aufstig auf den Old Man of Storr habe ich gelernt, dass nicht das perfekte Urlaubsfoto dieses Abenteuer so wertvoll macht, sondern das, was in diesem Moment alles auf mich gewirkt hat. Der Wind, der Regen, das gemeinsame Abenteuer - ich habe mit allen Sinnen erlebt und ich habe mich so richtig lebendig gefühlt. Ein Gefühl, das kein Foto vermitteln kann.