Sonnenuntergang in North Berwick
Wenn wir von Reiseberichten aus Schottland lesen, dann stehen oftmals hauptsächlich die Highlands – vielleicht noch die beiden Grossstädte Edinburgh und Glasgow – im Vordergrund, von den Lowlands ist da dann aber eher selten die Rede.

Eigentlich schade, denn was viele nicht wissen, auch die Lowlands haben einiges zu bieten. Über das Küstenstädtchen North Berwick habe ich an dieser Stelle schon mal kurz berichtet und einen City Guide über Edinburgh gibt es auf dem Blog ja bekanntlich auch schon (siehe hier), doch es gibt noch so viel mehr zu Entdecken.

Gerade die Region der Lowlands hat jedoch nur die typisch verträumte, schöne Küstenlandschaft und zauberhafte Städtchen, sondern auch einiges über seine sehr blutige Vergangenheit zuberichten, denn dieses Gebiet wurde lange Zeit wild umkämpft. Das lässt sich bis heute unter anderem an den vielen Festungen und Burgen, wie zum Beispiel dem Tantallon Castle nahe North Berwick.



Die Lowlands bieten aber auch wunderbar grüne, fruchtbare Landschaften, goldene Felder und traumhafte Hügel, die einer Verfilmung der Artussage entsprungen sein könnte, wohingegen die Landschaft in den Highlands natürlich schon um einiges rauer ist.

Die Grenze zwischen Schottland und England bietet der berühmte Hadrianswall, der zwischen dem zweiten und dem fünften Jahrhundert nach unserer Zeitrechnung von den Römern erbaut wurde. Ihrer Meinung nach hausten nördlich dieser Mauer (also in Schottland) die wilden und unerschrockenen Bestien, die sie auch mit all ihrer Militärischen Macht nie wirklich zu bezwingen vermochten.Heute erkennt man, mal abgesehen von den vielen Ruinen und Denkmälern, nicht mehr viel der alten Tage und deren Kriege, zum Glück, würde ich mal sagen...

Aber kommen wir wieder zurück in die Gegenwart und schauen uns die Sehenswürdigkeiten der Lowlands etwas genauer an. Wie eben schon erwähnt findet man hier die für dieses Land typischen Städchen mit ihren Backsteinhäusern, den Steinmauern und vieles mehr.

North Berwick
Mit einer Einwohnerzahl von etwa 6600 Einwohnern ist Norh berwick eine süsse, kleine Küstenstadt mit ganz zauberhafte kleinen Läden verschiedenster Art. Sehenswert ist hier sicherlich das Scottish Seabird Centre und der Bassrock, wer sich lieber körperlich etwas betätigen möchte, kann den Hausberg, den North berwick law besteigen und nicht weit entfernt gibt es sogar ein echtes geisterschloss, das Tantallon Castle.

Dunbar, Aberlady & Gullane
Ganz in der Nähe zu North Berwick befinden sich viele hübsche, kleine Städte wie Dunbar, Aberlady und Gullane, wo es übrigens auch eine hervorragende Konditorei gibt mit "echtem" Brot (nur für den Fall, dass es jemandem fehlt: Gullane Kaffeehaus). Wer in Whitekirk vorbei kommt und alte Grabstätten mag, der sollte sich den Friedhof der Whitekirk Parish Church nicht entgehen lassen.
Whitekirk bei Regen
Wer sich gerne Bewegen möchte kann zum Beispiel einen Teil des John Muir Ways laufen, der sich von Dunbar bis nach Helensburgh erstreckt.

Melrose
 Etwas weiter im Landesinneren befindet sich das Städtchen Melrose. Es  bietet sich wunderbar an für ein paar Shopping Möglichkeiten, wer jedoch die grossen Einkaufshäuser sucht, der muss schon eher in Städte wie Edinburgh oder Glasgow. In Melrose gibt es zudem die Berühmte Melrose Abbey, die auf alle Fälle einen Besuch wert ist. Nahe der Stadt befinden sich zudem die Eildon Hills, wo König Artus begraben sein soll und nur wenige Meilen davon entfernt befindet sich Abbotsford House, das Haus des Schriftstellers Sir Walter Scott.

Kelso & Berwick-upon-Tweed
Etwas weiter südlich, nahe der Englischen Grenze befindet sich die kleine Stadt Kelso, mit seinem Marktplatz und der bezaubernden Ruine Kelso Abbey, oder aber das nahegelegene Berwick-Upon-Tweed, das mit seinen knapp 12000 Einwohnern doch schon wieder etwas grösser ist zwar schon zur englischen Grafschaft Northuberland gehört, jedoch gleich an der Grenze zu Schottland liegt.

Rosslyn Chapel
Weiter im Nordosten hingegen, nahe der schottischen Hauptstadt Edinburgh liegt ein kleines Dorf namens Roslin, welches Fans des Filmes The Davinci Code interssieren dürfte. Hier befindet sich nämlich die Kapelle aus dem Film. Ganz in der Nähe befindet sich zudem die Universitätsstadt Sterling, welche nicht nur das Stirling Castle und das Wallace Monument zu bieten hat, sondern einst auch Hauptstadt des Königreichs Schottland war.

Glasgow
Doch auch Glasgow, die grösste Stadt Schottlands ist einen Besuch wert. Mir persönlich gefällt Edinburgh zwar um einiges Besser, da die Stadt ganz einfach einen ganz besonderen Charme hat, doch wer nach Glasgow kommt, wird bereichert mit dessen Kultur, Museen und wunderschönen Parks.
Auf dem John Muir Way in Dunbar
Die Lowlands haben viele weitere kleine Städte zu bieten, lange Strände und naturbelassene Wege. Auch nach meiner dritten Reise in Schottland empfinde ich jeweils eine besondere Ruhe und Entspannung, wenn ich dort bin. Wer nach Schottland geht sollte bereit sein den Moment und die Natur zu geniessen. Ich würde gerne mal zur Weihnachtszeit nach Edinburgh oder Schottland allgemein fahren, oder aber zum Beltane bzw. Samhuinn Festival, das muss spektakulär sein.



Ihr Lieben,

Was für ein Tag. Zum Glück ist mittlerweile Abend und ich kann noch ein wenig entspannen.

Heute gab es zum Mittagessen was Leichtes auf den Teller und zwar ein leckeres Knäckebrot mit Hüttenkäse und Tomaten. Wer mag kann das ganze noch mit etwas geräuchertem Lachs verfeinern, doch hier vorab mal das Grundrezept. Diese Vorspeise, die sich übrigens auch hervorragend als leichter Mittagssnack eignet. Allen die jetzt schon beim Abendessen sind wünsche ich schon mal guten Appetit und hier kommt jetzt das Rezept!
1 Portion
  • 2 Stk Knäckebrot
  • etwas Hüttenkäse
  • Salz & Pfeffer
  • 2-3 Cherry Tomaten
  • 1 KL Olivenöl
  • evtl. noch etwas geräucherten Lachs

Eigentlich ganz einfach, gross zu erklären gibt es nicht. Die Tomaten kleinschneiden und dem Hüttenkäse hinzugeben. Dann etwas Olivenöl, Salz und Pfeffer dazugeben und alles gut vermischen.

Fertig! :)
Frisch angesetzte Beifusstinktur
Hallo ihr Lieben,

Nach einer halben Ewigkeit und dem Start mit diesem Artikel in die neue Rubrik, habe ich euch heute eine weitere magisches Rezept und zwar soll es diesmal um die Herstellung von Tinkturen gehen. Das Thema eignet sich einfach perfekt für den Herbst, da wir jetzt die letzten Vorbereitungen für den Winter treffen.

Heute stelle ich euch deshalb mal grob vor, wie wir eine Tinktur ansetzen können. Der ein oder andere wird sich jetzt vielleicht fragen für was diese denn gut sein soll. Ganz einfach, mit einer Tinktur werden die Heilkräfte der Pflanzen haltbar gemacht, was natürlich perfekt ist für die Zeit, in der die Heilkräuter nicht mehr frisch zu erhalten sind. Auf diese Weise braucht man nicht Unmengen an getrockneten Heilpflanzen den Winter über zu lagern, sondern kannst deren Heilwirkung ganz einfach in Fläschchen aufbewahren.
Tinkturen können auf verschiedene Weise verwendet werden. Sie können zum Beispiel als Tropfen eingenommen oder auf die Haut einmassiert, dem Tee hinzugegeben, oder aber in Salben verwendet werden, ganz nach belieben.

Dadurch, dass die Pflanzenwirkstoffe in der Tinktur stark konzentriert sind, braucht es davon praktischerweise auch nicht so eine grosse Menge wie dies zum Beispiel bei einer Abkochung oder einem Aufguss der Fall ist. Ein paar Tropfen genügen in den meisten Fällen schon um die gewünschte Wirkung zu erhalten.

Kräuter bei Tinkturen
Für Tinkturen kann man sowohl frische als auch getrocknete Pflanzenteile nehmen. Der Vorteil frischer Kräuter ist vor allem ihr stärkeres Aroma und sie sind natürlich doch etwas  kraftvoller,da beim Trocknen doch so einiges an Wirkstoffen abhanden kommt. Auf er anderen Seite jedoch haben auch getrocknete Pflanzen ihre Vorteile, denn dadurch dass sie schon dehydriert wurden und somit der angesetzten Tinktur keine weitere Flüssigkeit hinzufügen, macht es sie länger haltbar. Ausserdem habe ich persönlich mit getrockneten Pflanzenteilen genauso gute Erfahrungen gemacht wie mit frischen was deren Wirkung angeht. Am besten solle jeder für sich ausprobieren, was ihm am besten passt und für ihn am wirkungsvollsten ist. 

Wichtig bei getrockneten Pflanzen ist allerdings, dass sie durchs Trocknen nicht komplett braun geworden sind, sondern noch einen Teil ihrer Farbe behalten haben. Sollte dies nicht der Fall sein, ist das ein klares Zeichen, dass die Heilkräfte der Pflanzen nicht mehr vorhanden  und folglich nicht mehr Verwendbar sind. Vermutlich wäre es sinnvoll hier auf dem Blog auch mal genauer über das richtige Trocknen vom Pflanzen zu berichten, das würde an dieser Stelle aber den Rahmen sprengen. Hier und da findet man aber schon mal ein paar ganz gute Tipps.

Kommen wir aber jetzt erst mal zurück zum eigentlichen Thema. Es gibt verschiedene Möglichkeiten eine Tinktur selbst herzustellen. In diesem Artikel werde ich drei Varianten vorstellen, eine mit und zwei ohne Alkohol.

Tinktur auf Basis von Alkohol
Mithilfe von Alkohol kann man ganz einfach eine Tinktur, also einen Kräuterauszug herstellen, welcher dir später bei allen möglichen Heilungen nützlich sein wird. Durch den Alkoholgehalt ist diese Art Tinktur selbstverständlich nicht für Kinder geeignet, genauso wenig für Alkoholkranke, wie sich wohl von selbst versteht.

Zubereitung:


  • Als erstes brauchst du selbstverständlich das Heilkraut für das du dich entschieden hast, auch mehrere sind möglich, wenn du eine ganz bestimmte Zusammensetzung ihrer Heilwirkung erzielen möchtest, Für den Anfang jedoch ist eines bestimmt perfekt. Natürlich solltest du dir Gedanken machen für was deine Tinktur gut sein soll bzw. wobei sie dir helfen soll. Anhand dessen solltest du dann entscheiden welche Pflanze dafür am besten geeignet ist. Falls du dir nicht sicher sein solltest was du nehmen möchtest, schaue dich doch in meinen Pflanzensteckbriefen oder im Internet um, was dir am besten zusagt.
  • Hast du deine Heilpflanze gefunden, brauchst du ein Einmachglas indem sie Platz hat. Im Idealfall füllst du das Glas mit der Pflanze, aber selbstverständlich entscheidest du wie viel du verwenden möchtest. Die Wirkung wird schwächer oder stärker je nachdem wie viel du dafür verwendest. Giesse nun hochprozentigen Alkohol (z.B. Vodka) über die Kräuter bis sie ganz damit bedeckt sind.
  • Verschliesse nun das Glas und stelle es an einen warmen, sonnigen Platz.
  • Nun solltest du sie mindestens zwei Wochen stehen lassen. Je länger sie stehen bleibt, desto stärker wird die Tinktur.
  • Ist die Tinktur für deine Zwecke stark genug, dann filtere die Rückstände ab, so dass nur die Flüssige Tinktur übrig bleibt.
  • Giesse sie in eine dunkle Flasche, da sie nun geschützt vom Licht länger haltbar ist.
  • Du solltest sie zusätzlich mit Name und Datum beschriften, nicht dass du am Ende bei mehreren Tinkturen nicht mehr weisst welche vor dir steht und wie alt sie ist. Die Tinktur hält so etwa ein Jahr lang, bei kühler Lagerung sogar länger.

Essig- und Honig-Tinktur
Ganz ähnlich der Tinktur auf alkoholischer Basis gibt es solche, die zum Beispiel auf Essig (Ich verwende gerne Apfelessig) basieren. Die Tinktur kann genau gleich wie oben beschrieben, ganz einfach mit Essig statt des Alkohols angesetzt werden. Essig wirkt antibakteriell, antiseptisch und entgiftend.

Eine weitere schöne Alternative ist eine Tinktur mit Honig. Dank seiner Enzyme hat auch der Honig eine antibakterielle Wirkung, die gerade bei einer Heiltinktur der Wirkung natürlich zugute kommt. Der Honigauszug ist dem alkoholischen beinahe ebenbürtig und eignet sich zum Beispiel auch gut für Kinder, da der süsse Geschmack sie ein wenig überlisten kann, was ja bei der sonst oftmals bitteren Medizin gar nicht immer so einfach ist. ;)

Macht ihr auch Tinkturen? Falls ja, wie macht ihr sie?

So das wars fürs Erste. Falls ihr noch Ergänzungen, Erfahrungen und / oder Wünsche habt, dann lasst es mich wissen.

Einen schönen Abend euch allen!