She lives the poetry she cannot writeOscar Wilde 


Auf dem Nachhauseweg trete ich jeden Tag für eine Viertelstunde ein in die Anderswelt. In dieser Zeit kann ich abschalten, bin ganz bei mir und dennoch nehme ich alles um mich herum intensiv wahr. Für mich hat dieser Zeitraum immer etwas Magisches. Es ist die Natur, die zu mir spricht - die Anima.

Die Weltenseele, die mir in so mancher Form schon erschienen ist und mich schon so viele Dinge gelehrt hat. Cernunnos, der mich stets begleitet, wann immer ich physisch oder seelisch durch das Wilde reise, oder Odin, der mir bei weitem nicht immer einfache Aufgaben gibt, jedoch schon so oft wohl mehr von meinen Fähigkeiten wusste, als ich selbst. Nicht zu vergessen Holle, die mich wohl so vieles über Leben und Tod lehrt, wie sonst keiner. Wo zuvor Angst war, entsteht immer mehr Vertrauen. 

Es gibt so viele Erfahrungen, die ich hier gerne niederschreiben würde und dennoch, etwas hält mich zurück, etwas in mir gebietet mir Einhalt und so folge ich dieser Inneren Stimme. Womöglich war es in früheren Zeiten dieselbe Stimme, die unseren vorchristlichen Vorfahren die mündliche Weitergabe ihres Wissens befahl. Oder aber da sitzt einfach noch eine tieferliegende Angst? Eigentlich schade, möchte ich doch so gerne mehr davon teilen, doch im Moment geht das ganz einfach nicht. Ich weiss nicht an was es liegt, doch das ist auch gar nicht so wichtig, denn ich habe gelernt dieser Inneren Stimme zu lauschen und ihr zu vertrauen. 

So passt das oben erwähnte Zitat ganz gut zu meiner Situation, denn alles was nicht niedergeschrieben werden kann, wird dafür umso intensiver gelebt…

Andersweltgedanken

by on Oktober 15, 2015
She lives the poetry she cannot write – Oscar Wilde  Auf dem Nachhauseweg trete ich jeden Tag für eine Viertelstunde ein in die Anderswelt....
Ihr Lieben,

Gemütlich auf dem Sofa eingekuschelt, bietet sich der heutige Abend ganz einfach perfekt an um mich wieder mal einer meiner liebsten Beschäftigungen zu widmen - dem Filmeschauen.

Mit der Herbst- und Winterzeit beginnt für mich auch wieder die Zeit der Tim Burton Filme. Sein etwas dunklerer Stil passt für mich einfach hervorragend zur Jahrezeit und irgendwie kann ich mich in seine Werke meistens unheimlich gut hineinfühlen.

Dass ich ein Fan seiner Arbeit bin, ist wohl kein Geheimnis und worüber ich hier auch schon mal berichtet hatte. Als ich dann bei der Wilden Wölfin vor einiger Zeit diesen Artikel gelesen habe, wäre ich am liebsten auch gleich zur Ausstellung gefahren, leider ist es für mich doch etwas zu weit weg. Aber mal schauen, vielleicht ergibt sich irgendwann ja mal doch noch eine Möglichkeit und bis dahin werde ich auch dieses Jahr während der dunklen Zeit seine Filme wieder in vollen Zügen geniessen.

Ausserdem darf ich mich ja gar nicht beschweren, denn vor drei Jahren hatte ich das grosse Glück den Regisseur persönlich zu treffen (hier geht's zum Artikel). Das war definitiv ein unvergessliches Erlebnis.

Soweit ich informiert bin sind die Arbeiten zum zweiten Teil von Alice in Wonderland, der nächstes Jahr raukommen soll, schon in vollem Gange. Zwar wird Tim Burton diesemal keine Regie mer führen, er ist aber dennoch als Producer dabei. Ich bin schon total gespannt, wie der zweite Teil sein wird - zumal einer meiner liebsten Schauspieler der berühmten Raupe "Absolem" auch dieses Mal wieder seine Stimme leihen wird. (kleine Erinnerung an den letzten Film?)

Bis dahin werde ich an seinen anderen Werken gefallen finden...

Die Welt von Tim Burton

by on Oktober 09, 2015
Ihr Lieben, Gemütlich auf dem Sofa eingekuschelt, bietet sich der heutige Abend ganz einfach perfekt an um mich wieder mal einer meiner lieb...
Hallo meine Lieben,

Als ich letzten Samstag in der Stadt war, konnte ich natürlich nicht umhin einen kleinen Abstecher in den Buchladen zu machen. Und siehe da, das neuste Buch von Wolf Dieter Storl fiel mir gleich in die Hände. Wer mich kennt, weiss, dass ich seine Bücher gerne mag. Seine Art zu schreiben und scheinbar ganz alltägliche Dinge, über die wir uns meistens gar keine grossen Gedanken machen, von einer ungewohnt frischen Seite zu beleuchten.

Mein erstes Buch von Wolf Dieter Storl habe ich, soweit ich mich erinnern kann, 2010 gekauft. Ich bin ein Teil des Waldes war es damals und vom einen auf den anderen Moment hatte der gute Storl wohl eine Stammleserin mehr gefunden. Gut, fairerweise muss ich auch sagen, dass ich das ein oder andere Werk, welches ich später noch las nicht immer ganz so gut fand. Ich finde, in manchen seiner Bücher wiederholt sich einfach zu viel seiner vorgängigen Werke, was ich etwas schade finde. Dennoch liebe ich einfach die Seele seiner Schreibweise. Er besitzt die Gabe seine Leser mitzunehmen in eine andere Welt und ihnen nach der Rückkehr ein wohliges Gefühl zu hinterlassen.

Hier nun also sein neustes Werk: Ur-Medizin!


Buchtitel:
Ur-Medizin von Wolf Dieter Storl
Buchtyp:
Sachbuch, Volksheilkunde
Inhalt:
Wolf Dieter Storl nimmt uns mit auf die Suche nach der traditionellen Europäischen Medizin (TEM). Wir erfahren Interessantes über die Entstehungsgeschichte der alten Volksmedizin bis hin zur Modernen Medizin, wie wir sie heute kennen. Dabei lernen wir gleichzeitig auch so einiges über die Volksmedizin anderer Völker und welche Ähnlichkeiten diese zur unseren aufweisen. Die Kapitel sind in folgende Kategorien unterteilt: Traditionelle Europäische Medizin, Eine Tasse Tee, Steinzeitliche Wurzeln: Eiszeitmedizin, Die Heilkunde der neulithischen Bauern, Indoeuropäische Wurzeln, Übergangszeit und christliches Mittelalter, Alkohol und Scheiterhaufen und Weise Frauen und ihr Heilmittel
Mein Fazit:
Storl behandelt das Thema in gewohnt spannender Manier. Seine Bücher haben mich schon in mancher Weise fasziniert und mit seinem neuen Werk hat er, für mich persönlich, ein kleines Meisterwerk geschaffen.

Zwar kannte ich viel aus diesem Buch schon - sei es durch seine früheren Werke oder aus anderen Quellen - dennoch hat Storl die Gabe diese verschiedenen Informationen passen zusammenzuführen, so dass hier ein wunderbares Nachschlagewerk entstanden ist.
Teilweise driftet der Autor für meinen Geschmack ein wenig zu sehr in romantisierte Vorstellungen früherer Zeiten ab, was einem als Leser natürlich auch ein Stück weit gefallen sollte. Wer eine trockene, rein wissenschaftliche Herangehensweise sucht, sollte sich wohl anderswo umsehen, das wäre kein typisches Storl-Buch. ;)

Allerdings finde ich persönlich, dass diese Tatsache dem Gesamtwerk keinen grossen Abbruch tut. Das Buch ist insgesamt sehr informativ - ein kleiner Schatz an altem Wissen aus dem ich auf alle Fälle einmal mehr sehr viel für mich mitnehmen kann.

Kennt ihr sein neustes Buch schon? Was haltet ihr davon?

{Soulbooks} Ur-Medizin

by on Oktober 06, 2015
Hallo meine Lieben, Als ich letzten Samstag in der Stadt war, konnte ich natürlich nicht umhin einen kleinen Abstecher in den Buchladen z...