Durch den Dschungel La Gomeras

by - August 21, 2016


Hallo meine Naturliebhaber und Wanderfreaks!

Wenn man man sich den Urlaubsort Teneriffa vorstellt, dann denkt man ganz rasch an den anbietenden Süden, mit seiner warmen Sonne, seinem angenehmen Wind und nicht selten auch an die Touristenort Playa de Las Americas.

Nun ist es bei mir so, dass ich nicht einfach zwei Wochen Strandferien machen kann und wirklich nur am Strand sitzen möchte und ich weiss, viele von euch möchten, oder können das auch nicht. Irgendwann fängt es einfach an mich unter den Fingern zu jucken und ich muss etwas unternehmen. Was es auf Teneriffa alles zu entdecken gibt und dass es durchaus auch Orte gibt, die nicht nur den Badetouristen geeignet sind, werde ich euch im Artikel über Teneriffa nächste Woche noch berichten.

Heute nehme ich euch allerdings erst mal mit auf meine vierstündige Dschungelwanderung auf La Gomera, der Nachbarinsel Teneriffas. Eine Wanderung durch den Dschungel? Da freut sich die Heidenseele natürlich, denn wo anders wäre ich lieber als in der Natur und dann auch gleich noch in einem solch ursprünglichen Wald?

Los ging es um kurz vor acht Uhr morgens zum Fährhafen von wo aus wir unsere Reise nach La Gomera starten sollten. Am Vorabend noch rasch einen Rucksack gekauft, denn natürlich waren wir für diesen Urlaub nicht wirklich auf eine Wanderung dieser Art vorbereitet, woraufhin wir kurzfristig noch die nötige Ausrüstung auftreiben mussten, ging es mit so wenig wie möglich und so viel wie nötig auf ins Abenteuer.

Garajonay, der Nationalpark La Gomeras, der übrigens auch UNESCO Weltnaturerbe ist, nimmt rund zehn Prozent der Insel ein und beheimatet einen der wenigen übrig gebliebenen ursprünglichen Lorbeerwälder unserer Erde. Nicht nur die mit Moos behangenen Pflanzen, auch der dichte Nebel, der sich oft im Urwald finden lässt, macht diesen Ort zu einem mystischen Fleck Erde.


Unsere Wanderung dauerte knapp vier Stunden, wovon wir die meiste Zeit damit beschäftigt waren keine der gefühlt millionen Treppenstufen zu verfehlen. Ja, es ging fast pausenlos runter, nur wenige Abschnitte unserer Tour verliefen gerade, ihr könnt euch die Verfassung meiner Beine in den darauffolgenden Tagen also in etwa vorstellen.

Nach knapp drei Stunden Wanderung gab es dann Mittagessen um die letzten 40 Minuten durch einen engen, stockfinsteren Tunnel mit kniehohem Wasser zu durchqueren, einzig mit einer mehr oder minder optimalen, selbstgebastelten Laterne wohlgemerkt, die verhindert hat, dass wir auf allen Vieren hindurchkriechen mussten (Indiana Jones lässt wieder mal grüssen) . Der Wanderführer sagte mir noch, dass wir heute kein Wasser im Tunnel erwarten würden. Tja, shit happens. Gelohnt hat sich das Abenteuer aber allemal, nicht zuletzt wegen der Aussicht, die sich uns am Ende noch gezeigt hat.

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