Das Filmbusiness und ich

by - August 13, 2015

Ja, das ist so eine Sache. Es gibt natürlich immer zwei Seiten, das ist auch in diesem Zusammenhang nicht anders. Der Grund weshalb ich gerade jetzt über dieses Thema schreibe ist das bevorstehende 10. Film Festival in Zürich.

Vermutlich wurde mir erst in Nachhinein bewusst, wie sehr mich das Leben in LA damals verändert hat. Zwar mochte ich gute Filme schon immer, doch erst als ich in mitten in dieser Welt stand, wurde mir bewusst, wie viel Spass ich eigentlich daran habe. Zuvor war ich kein grosser Fan von „Hollywood“, oder besser gesagt, dem was bei uns das Fernsehen so darüber brachte bzw. immer noch bringt.

In den Warner Bros. Studios in Burbank, Kalifornien
Was sich dort verändert hat, war vor allem, dass ich eine Welt entdeckt habe, die bodenständig, unterhaltsam und Lebensfroh ist und rein gar nichts von der Klatschpresse hat, die man so von aussen kennt. Dabei hat mich viel mehr fasziniert, was hinter so einer ganzen Produktion steckt, als irgend einen Schauspieler anzuhimmeln.

Klar, auch ich habe mich gefreut, wenn ich meinen Kindheitsstars (wie hier oder hier) begegnen durfte, schliesslich verbindet man gute Erinnerungen damit. Auch freue ich mich heute noch über den ein oder anderen Schauspieler oder Regisseur (wie bei der Dark Shadows Premiere in Los Angeles), ganz einfach weil mir deren Arbeit gefällt.

Doch das ist eben nur die Spitze des Eisberges. Als Schreiberling bin ich aber vor allem auch fasziniert von Geschichten und deren Umsetzung in Theater oder Film, oder natürlich auch in Form eines Musicals. Da bekomme ich noch heute Gänsehaut, wenn ich ans Lion King Musical vom letzten Sonntag denke!

Ich bin Fasziniert von der Umsetzung mancher Charaktere, die zum Beispiel von Alan Rickman oder Helen Mirren gespielt werden und ja, ich finde es genauso spannend zu erfahren, wie diese Leute ausserhalb des Filmes während Interwievs ticken. Das kann manchmal schon ganz lustig werden. Dem Geschwätz der Klatschpresse jedoch gehe ich ganz bewusst aus dem Weg – das kann ich gar nicht ab. Mir gefallen oftmals Schauspieler viel besser, die nicht dem 0815 Schema entsprechen, Melissa McCarthy zum Beispiel habe ich erst vor kurzem für mich entdeckt.

Als ich noch in Los Angeles gelebt habe, konnte ich auch das ein oder andere über das Filmemachen lernen. Da war es zum Beispiel auch spannend zu sehen, mit was eine Filmcrew so arbeitet und wie viel Arbeit auch nach dem Abdrehen der Szenen noch zu erledigen ist.

Da ist dann bei weitem nicht immer alles auf Hochglanz und so ein Drehtag kann mit der Zeit unter Umständen auch ganz schön langweilig werden. Diesen vorgegaukelten Glamour aus Zeitschriften und Sternchensendungen ist da dann aber nicht zu finden und das hat mich wirklich sehr beeindruckt. Seit dem sehe ich diese Welt mit anderen Augen.
Ein wenig Glamour in LA und in der Schweiz

In wenigen Wochen wird hier in Zürich wieder das Filmfestival stattfinden, bei dem ich schon vor Zwei Jahren mal mit dabei war (den Bericht dazu findest du hier). Klar, da sieht man dann mit etwas Glück schon seine Kindheitshelden und solche, die es für einige noch werden könnten. Kurz gesagt, solche Anlässe bieten alles um den Hollywoodglamour mal live zu erfahren, und einen Blick auf Berühmtheiten zu erhaschen. All die Arbeit und die vielen Leute, die hinter so einer Produktion stecken, werden die wenigsten sehen. Ich hingegen bin dankbar, beide Seiten zu kennen und werde wohl nie mehr nur die Fassade sehen, die einem ganz gerne gezeigt wird.

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2 Kommentare

  1. Es ist immer spannend und aufschlussreich beide Seiten zu erfahren. Viel Spaß in Zürich.

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    1. Hallo Erika,

      Ja, so ist es. Vielen Dank, mal sehen was das Festival dieses Jahr so bietet. :)

      Herzliche Grüsse
      Nicky

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