Positivdenker & Schicksalsweber

by - Mai 07, 2015

Hallo meine Lieben,

Ist euch eigentlich bewusst, wie wertvoll eine Positive Lebenseinstellung ist? Was für eine Frage, denn ich denke, dass wohl jeder weiss, dass unser Glück zu einem grossen Teil davon abhängig ist, wie wir mit gewissen Situationen umgehen, oder etwa nicht?



In meiner Lebensphilosophie ist das Schicksal nicht strickt vorgegeben, sondern veränderbar. Will heissen wir haben zwar nicht ganz alles, aber sehr vieles in der Hand. Unsere Gedanken und Taten entscheiden wie unsere Zukunft aussieht, oder besser gesagt aussehen kann und auch welche Konsequenzen wir für unsere Entscheidungen zu tragen haben. Diese Gedanken bestimmen aber auch, wie wir etwas erleben – also ob wir es positiv empfinden oder eher negativ.

Natürlich gibt es durchaus Situationen, die wir beim besten Willen nicht als positiv empfinden können und dennoch auch hier gibt es zwei Seiten.
Es gibt die eine Seite, die das negative akzeptiert – zum Beispiel erlaubt sie uns Trauer oder Wut zu verarbeiten, was nur möglich ist, wenn wir auch negative Gefühle zulassen. Und dann gibt es noch die andere Seite, die nicht verarbeitet, also verdrängt und unterdrückt und das Negative somit nicht wahr haben will.

Das Wissen darüber jedoch ist das eine, das andere jedoch ist es auch wirklich zu tun, was uns bekommt. Wir wissen ja schliesslich auch, dass Sport gesund für uns ist, doch da gibt es so vieles, was uns trotzdem davon abhalten kann – aber dazu werde ich noch einen eigenen Artikel schreiben. Hier möchte ich mich erst mal dem positiven Denken widmen.

Auch mir fällt das nicht immer leicht und ich denke, jeder kennt das Gefühl, wenn man grundsätzlich ganz gerne positiver leben und sich nicht immer über Kleinigkeiten aufregen möchte, wenn da nur nicht immer diese blöden Situationen wären, die uns einen Strich durch die Rechnung machen und uns diese Lebensweise wieder mal furchtbar schwer machen.

Genau an diesem Punkt möchte ich ansetzen, denn wenn es uns gut geht ist das positiv Denken ja auch keine Herausforderung. Die wahre Kunst hingegen ist es, auch in unangenehmen Situationen positiv zu bleiben und das will geübt sein. Hier möchte ich deshalb einige meiner kleinen Alltagshelfer vorstellen, die vielleicht auch euch hilfreich sen mögen.


Das Wort Affirmation stammt ursprünglich aus dem Lateinischen und bedeutet nichts Anderes als das Bejahen einer Situation (affirmatiō für „Versicherung, Beteuerung“). Mit Hilfe einer solchen Affirmation können wir demnach lernen unser Leben anzunehmen, indem wir, etwas böse gesagt, unsere Gedankengänge umprogrammieren. Wir suggestieren unserem Bewusstsein die gewünschte Situation so lange, bis sie auch von unserem Unterbewusstsein nach und nach akzeptiert wird.

Eine Affirmation kann also unserem Unterbewusstsein klarmachen, was wir erreichen wollen, in dem wir unsere Gedanken ganz bewusst mit positiven Inputs beeinflussen. Wiederholte Gedanken werden zur geistigen Einstellung und gerade vor einer Prüfung zum Beispiel, kann eine positive Geistige Einstellung von besonderem Vorteil sein. In diesem Fall könnte die Affirmation lauten: „Ich schaffe es diese Prüfung zu meistern!“ oder aber um gelassen an die Prüfung zu gehen: „Ich bin gut vorbereitet und gehe gelassen an die Prüfung.“ Im Grunde genommen darf sich jeder seine Affirmation so zusammenstellen, wie es für ihn am besten passt. Achten sollte man aber auf folgende Dinge:

  • Keine Negationen in die Affirmation einbinden. Das heisst anstatt ich habe keine Angst, dass es nicht gelingt sollte man besser sagen: Ich bin zuversichtlich, dass es gelingt! / Es gelingt mir!
  • Die Affirmation sollte immer im Präsens gesagt werden. Also nicht „Ich werde die Prüfung meistern“ sondern „Ich meistere die Prüfung“. Schliesslich möchten wir nicht irgendeine Prüfung in der fernen Zukunft meistern, sondern die unmittelbar bevorstehende. Unsere Gedanken sollen sich also auf das was ist konzentrieren.
  • Es reicht nicht sich diese Affirmation einmal zu sagen und gut ist. Man muss sie auch glauben und diese Veränderung tritt nicht nach einmal sagen auf, sondern wird vom Unterbewusstsein erst nach einer gewissen Zeit akzeptiert. Deshalb sollte man sich immer mal wieder Zeit dafür nehmen, diese vielleicht auch zum Beispiel mal während einer Meditation einfliessen lassen!


Mit Hilfe der Selbstreflexion lernt man sich selbst besser kennen, das Positive daran ist, dass man weniger leicht manipuliert wird (das betrifft auch Selbstmanipulation!) Dadurch, dass wir uns selbst besser kennen und verstehen lernen, können sich ungewollte, uns schadende Gedanken weniger leicht einschleichen und uns somit auch weniger leicht beeinflussen - wir gewinnen an Eigenmacht und das ist es ja schliesslich was wir wollen, nämlich Macht über unsere eigenen Gedanken und unsere Lebensweise.
Es geht hierbei also vor allem auch darum bewusster zu Leben. Die Fragen, welche ich jeweils für mich verwende sind:
  • Wo stehe ich im Moment? 
  • Wo will ich hin? 
  • Was habe ich bis jetzt getan um dorthin zu gelangen? Auch: Weshalb habe ich auf diese Weise reagiert? 
Die Antworten auf diese Fragen können unter Umständen auch mal unangenehm sein. Allerdings geht es ja auch nicht darum dies der ganzen Welt mitzuteilen, wichtig ist, dass man ehrlich zu sich selbst ist. 

Schreibe dir die Fragen und Antworten dazu auf. Das kann auf einem Notizblock sein oder lege dir eine  Art Tagebuch zu, welches dir hilft auch zu einem späteren Zeitpunkt nachzulesen, was du noch vor ein paar Monaten auf dieselbe Frage geantwortet hast.

Überhaupt sind auch normale Tagebücher für eine Selbstreflexion bestens geeignet. Wie fühle ich mich gerade? Weshalb? Was kann ich tun um etwas zu ändern? All diese Fragen helfen sich selbst besser kennen zu lernen. Natürlich sollte jeder es so gestalten, wie es für ihn am besten ist.

  • Erstelle eine Liste mit guten und schlechten Eigenschaften. Achte darauf, dass beide Seiten etwa ausgeglichen sind und überlege dir, ob es Eigenschaften gibt, die auch zur anderen Seite passen könnten. 
  • Schreibe Tagebuch, plane es nicht, sondern schreibe einfach wie es dir gerade in den Sinn kommt. 
  • Alltagssituationen erforschen: Versuche Situationen im Alltag, welche dir gerade besonders auffallen zu analysieren. Weshalb reagierst du so darauf? Weshalb gehst du diesen Weg und nicht den anderen? Werte nicht, denn es gibt keinen guten oder schlechten Weg, aber überlege dir ob der von dir eingeschlagene Weg jener ist, der dich am glücklichsten macht. 
  • Meditation: Werde dir über Dinge bewusst, mit denen du am meisten Mühe hast umzugehen, Dinge die du an dir überhaupt nicht akzeptieren kannst. Meditiere darüber und versuche es nicht mehr als Problem, sondern als Herausforderung zu sehen! Ab dem Zeitpunkt wo du kein schlechtes Gefühl mehr dabei hast, sondern ein freudiges „Ich nehme die Herausforderung an“ bist du bereit, an dieser Eigenschaft zu arbeiten. Beobachte sie dann im Alltag, versuche nicht zu bewerte, aber überlege dir verschiedene Lösungen.
    Noch was zum Schluss. Versuche nicht deine Antworten gross zu werten. Es geht hier nicht um gut oder schlecht, sondern darum sich selbst und seine Entwicklung zu beobachten. Wir wollen erkennen wie wir uns verändern.

    Entspannung hilft uns vom Alltag abzuschalten, aber auch unsere Gedanken zu sortieren und sie mit einem gewissen Abstand zu betrachten. Gerade wenn wir uns in einer Situation befinden, in der wir kaum mehr positiv denken können, kann es hilfreich sein sie erst mal beiseite zu legen und wieder zurück in unsere Mitte zu finden, bevor wir sie uns nochmals vor Augen halten.

    Nun kann Entspannung für jeden etwas Anderes bedeuten. Für die einen bedeutet es zu meditieren oder ein wohltuendes Bad zu nehmen. Ich entspanne mich meistens beim Kochen, Musik hören oder bei einem ausgiebigen Spatziergang in der Natur. Aber auch Sport kann unter Umständen sehr entspannend sein.

    Egal was, die Hauptsache ist, dass wir uns ganz bewusst die Zeit dafür nehmen zur Ruhe zu kommen und das sollte nicht bloss eine Viertelstunde sein. Nimm dir Zeit für dich selbst und geniesse den Moment.

    Was auf den ersten Blick widersprüchlich erscheinen mag, ist auf den zweiten Blick jedoch ein sehr wichtiges Thema. Wenn wir in der Lage sind auch mal negative Gedanken und Gefühle zuzulassen, ihnen den nötigen Raum geben, jedoch ohne darin gefangen zu bleiben, ist das für uns sogar sehr gesund. Wer hingegen alles negative unterdrückt, hat seine Probleme nur verdrängt, nicht allerdings verarbeitet.

    Im grunde genommen ist es nicht anders als beim Aufräumen der Wohnung. Wenn wir alles, was nicht mehr passt oder uns belastet einfach in die Astellkammer schieben, wird sie ganz einfach irgendwann überfüll sein. Wenn wir es allerdings anständig entsorgen, dann wird es uns auch ganz sicher nie mehr belasten können.

    Wichtig ist, dass wir in der Lage sind zu akzeptieren, dass es uns nicht immer gut geht und wir eben nicht immer gut und positiv drauf sind. Sofern wir das können, jedoch auch bewusst sagen können, wenn es Zeit ist loszulassen und nach vorne zu schauen, bringt das unserer Psyche den nötigen Ausgleich. Wir lernen, dass eben nicht immer nur alles Licht & Liebe ist, wir aber dennoch am Ende bereit sind das Positive zu sehen und es somit auch anzunehmen.

    Wer hätte gedacht, dass positives Denken auch damit zu tun hat negativität zuzulassen?

    Das waren natürlich nur ein paar wenige Tipps. Es gibt so vieles um sein Leben positiv zu verändern, sodass man selbst auch positiver leben kann. Was habt ihr für Methoden? Befasst ihr euch überhaupt damit?



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    2 Kommentare

    1. Es ist wirklich schwierig mit manchen belastenden Situationen und Gedanken oder Befürchtungen umzugehen, vor Allem wenn wir tag-täglich mit ihnen konfrontiert werden und es quasi keinen Ausweg gibt. Keinen jedenfalls, den wir erstrebenswert fänden oder der praktikabel wäre. Dann ist es natürlich wichtig sich das Problem bewußt zu machen. Nicht einfach auszublenden. Sondern es aufzuschreiben, mit Freundinnen drüber zu sprechen und womöglich sogar ein kleines Ritual abzuhalten. Aber ich weiß aus leider anhaltender, leidlicher Erfahrung, wie belastend und schwer es trotz aller Mühen sein kann... Puh. Deine Schritte finde ich grundsätzlich komplett richtig und nutze z. B. selbst gern Affirmationen, Tagebuch (wenn auch leider viel zu selten) und versuche die Situation selbst in die Hand zu nehmen. Aber manchmal ist die Herausforderung gerade jene, daß man eben selbst keine Kontrolle hat und einfach hinnehmen muß. Das scheinen für mich die schwierigsten Probleme oder Herausforderungen zu sein... Danke jedenfalls für Deinen lebensbejahenden und bestärkenden Artikel <3

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      1. Ja, es ist nicht immer einfach mir fällt es manchmal auch ganz schön schwer zu akzeptieren, dass wir manche Dinge eben ganz einfach nicht ändern können. Das ist nun mal so und zwischendurch vermutlich auch ganz gesund, so lernen wir eben auch, wenn es an der Zeit ist loszulassen und den Dingen ihren Lauf zu lassen. :)

        Herzliche Grüsse
        Nicky

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